Buckhof
ID:
138784930116
/
Datum:
19.05.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Buckhof |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 79348 |
| Stadt-Teilort: | Freiamt |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Freiburg |
| Kreis: | Emmendingen (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8316054005 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
| Geo-Koordinaten: | 48,1885° nördliche Breite, 7,9166° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.
Bauphasen
Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:
Das Hofgebäude ist in Form einer Holzgerüstkonstruktion in Schwarzwälder Bauweise errichtet worden, was laut dendrochronologischer Altersbestimmung im Jahr 1693 (d) geschah. Der Kernbau setzt sich aus einem Wohnteil mit liegender Stuhlkonstruktion und einem Wirtschaftsteil mit Hochgerüst zusammen. Darüber spannte sich ein Vollwalmdach. Von der hangseitigen Längsseite führte eine Hocheinfahrt ins Obergeschoss.
Zu späterer Zeit hat man an allen vier Seiten Erweiterungen mit gemauerten Umfassungswänden vorgenommen, die nur die Stube und die Eingangstür frei ließen. Das Dach nahm die Form eines Satteldachs an. Hangseitig kam ein Querbau hinzu.
1. Bauphase:
(1693)
(1693)
Errichtung des Kernbaues (d)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
- Untergeschoss(e)
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
2. Bauphase:
(1693 - 1824)
(1693 - 1824)
Die Grundfläche des Hauses wurde durch vorgeschobene Umfassungsmauern nach und nach ausgedehnt. Für diese Umfassungsmauern wurde Buntsandstein verwendet. In Teilen war diesem Mauerwerk eine leichte Fachwerkkonstruktion mit Riegeln vorausgegangen. Die Umfassungswände sind also in zwei Phasen entstanden. Die Verlängerung des Gebäudes an der nordwestlichen Schmalseite, welche über eine womöglich vorhandene Schopfzone hinausging, lässt sich über einen nach Angabe des Eigentümers mit der Jahreszahl 1824 (i) versehenen Sturzstein datieren. Damit wäre zumindest die zweite Phase dieser Erweiterung datiert.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
3. Bauphase:
(1834)
(1834)
Datierung des westlich gelegenen neuen Wohnhauses. Danach zumindest Aufgabe der Wohnräume im Obergeschosse des zu untersuchenden Hofes
Betroffene Gebäudeteile:
- Obergeschoss(e)
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
4. Bauphase:
(1937)
(1937)
Datierter Sturzstein in der westlichen Ecke der gemauerten Umfassungswände für einen kleinen Raum für den Hofhund. (i)
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Analyse
- Dendrochronologisches Gutachten
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das frühere Hofgebäude ist heute Teil einer größeren Baugruppe, zusammen mit einem freistehenden Wohnhaus und verschiedenen Wirtschaftsgebäuden. Standort ist eine flache Hügelkuppe (Buck), die wohl namensgebend war. Der Baukörper steht quer zum Hang mit der vorderen Längsseite zur Talseite.
Lagedetail:
- Einzellage
- allgemein
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Eindachhof
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Der Kernbau stellt einen Holzgerüstbau mit zwei Vollgeschossen dar. Ein kleiner Kellerraum unterhalb der Stube ist der Hangneigung wegen nur mit halber Höhe ins Erdreich eingetieft. Nachträglich erfolgten Erweiterungen an allen vier Seiten mit gemauerten Umfassungswänden, die nur den Eckbereich der Stube und die Eingangstür ausgespart haben. Darüber spannt sich aktuell ein Satteldach zusammen mit einem Querdach über dem hangseitigen Anbau.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Anfangs war die Grundfläche in einen Wohnteil nach Südosten und einen Wirtschaftsteil nach Nordwesten geteilt.
Die Haustür an der südwestlichen Längsseite öffnete sich in einen Flur, von dem man in den großen Stubenraum in Ecklage gelangte. Geradeaus führte der Flur in die Küche. Stube und Küche waren zueinander verschoben, damit am gemeinsamen Wandstück der von der Küche her beschickte Stubenofen platziert werden konnte. Hinter der Stube im östlichen Eckbereich lag eine Kammer mit Zugang durch die Stube.
Im Flur konnte man über eine Treppe in einen Flur im Obergeschoss hinaufsteigen, wo sich die Grundrissteilung wiederholte. Vom Flur her betrat man die Stubenkammer oberhalb der Stube. Von dort betrat man die dahinterliegende Kammer an der Ostecke.
Weiterhin hatte der Flur eine Tür, die auf einen Trippel an der südwestlichen Längsseite führte. Er hatte seinen Anfang am Querbund zwischen Stubenkammer und Flur und zog sich mit nicht bestimmbarer Länge entlang des Wirtschaftsteils. Von ihm konnte man eine Kammer betreten, die oberhalb der anschließenden Stallzone lag. Der Küchenraum reichte in der Höhe über beide Geschosse. Ein Kellerraum nimmt die Fläche unterhalb der Stube in gleicher Ausdehnung ein. Der Zugang erfolgte an der südwestlichen Längsseite über eine Außentreppe. In seine Nordwestseite ist eine Nische eingelassen.
Der sich an den Wohnteil anschließende Wirtschaftsteil setzt sich aus drei Querzonen aus Stall, Futtergang und Stall zusammen. Eine sich anschließende weitere schmale Zone mit einer zu vermutenden Nutzung als Schopf kann allein über die frühere Walmform wahrscheinlich gemacht werden. Für die südwestliche Längsseite, wo zur Hauseingangstür eine spätere Treppe hinaufführt, muss davon ausgegangen werden, dass hier ein aufgeständerter Außengang, eine sog. Bruck, auf Höhe des Erdgeschossniveaus entlanggeführt war.
Die Tenne war auf Obergeschossniveau oberhalb des Futtergangs angeordnet und reichte in den Dachraum hinauf. Das Hocheinfahrtstor lag an der rückwärtigen, nordöstlichen Längsseite und war hangseitig über eine Rampe zu erreichen, die einer späteren Erweiterung weichen musste. Die Querzone davor teilten sich eine Trippelkammer an der vorderen Längsseite und dahinter ein dem Wirtschaftsteil als Lagerraum zugehöriger und zum Dachraum hin offener Bereich. Die verbleibende und ebenfalls zum Dachraum offene Fläche jenseits der Tenne war für das Heulager bestimmt.
Die Haustür an der südwestlichen Längsseite öffnete sich in einen Flur, von dem man in den großen Stubenraum in Ecklage gelangte. Geradeaus führte der Flur in die Küche. Stube und Küche waren zueinander verschoben, damit am gemeinsamen Wandstück der von der Küche her beschickte Stubenofen platziert werden konnte. Hinter der Stube im östlichen Eckbereich lag eine Kammer mit Zugang durch die Stube.
Im Flur konnte man über eine Treppe in einen Flur im Obergeschoss hinaufsteigen, wo sich die Grundrissteilung wiederholte. Vom Flur her betrat man die Stubenkammer oberhalb der Stube. Von dort betrat man die dahinterliegende Kammer an der Ostecke.
Weiterhin hatte der Flur eine Tür, die auf einen Trippel an der südwestlichen Längsseite führte. Er hatte seinen Anfang am Querbund zwischen Stubenkammer und Flur und zog sich mit nicht bestimmbarer Länge entlang des Wirtschaftsteils. Von ihm konnte man eine Kammer betreten, die oberhalb der anschließenden Stallzone lag. Der Küchenraum reichte in der Höhe über beide Geschosse. Ein Kellerraum nimmt die Fläche unterhalb der Stube in gleicher Ausdehnung ein. Der Zugang erfolgte an der südwestlichen Längsseite über eine Außentreppe. In seine Nordwestseite ist eine Nische eingelassen.
Der sich an den Wohnteil anschließende Wirtschaftsteil setzt sich aus drei Querzonen aus Stall, Futtergang und Stall zusammen. Eine sich anschließende weitere schmale Zone mit einer zu vermutenden Nutzung als Schopf kann allein über die frühere Walmform wahrscheinlich gemacht werden. Für die südwestliche Längsseite, wo zur Hauseingangstür eine spätere Treppe hinaufführt, muss davon ausgegangen werden, dass hier ein aufgeständerter Außengang, eine sog. Bruck, auf Höhe des Erdgeschossniveaus entlanggeführt war.
Die Tenne war auf Obergeschossniveau oberhalb des Futtergangs angeordnet und reichte in den Dachraum hinauf. Das Hocheinfahrtstor lag an der rückwärtigen, nordöstlichen Längsseite und war hangseitig über eine Rampe zu erreichen, die einer späteren Erweiterung weichen musste. Die Querzone davor teilten sich eine Trippelkammer an der vorderen Längsseite und dahinter ein dem Wirtschaftsteil als Lagerraum zugehöriger und zum Dachraum hin offener Bereich. Die verbleibende und ebenfalls zum Dachraum offene Fläche jenseits der Tenne war für das Heulager bestimmt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die ursprüngliche Bausubstanz ist durch Reparaturen und Umbauten stark reduziert worden, indem das Holzwerk des Wirtschaftsteils im Erdgeschoss ausgedünnt ist, die Wandfüllungen des Obergeschosses weitestgehend fehlen, das Gerüst über die Höhe des 2. Dachgeschosses ersetzt wurde und die Sparrenlagen fast vollständig erneuert worden sind. Doch dafür hat die Stube mit Bohlenfüllungen, Fenstererkern und Türblättern beinahe ihren originalen Zustand bewahrt. Interessante Details bieten die Machart ihrer oberen Abschlusshölzer, die in raffinierter Weise mehrere Bauteile am Stück umfassen und aus Eichenholz hergestellt sind.
Bestand/Ausstattung:
Wie starke Schwärzungen des Holzwerks erkennen lassen, war die Küche mit offenem Rauchabzug ohne Kamin angelegt und besaß ein sog. Gwölm an der Ecke zur Stube, wo der Herd platziert war und der Rauch aus dem Stubenofen austrat.
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachform
- Walmdach
- Dachgerüst Grundsystem
- Balkendach mit Firstständer
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
- Holzgerüstbau
- Hochfirstständergerüst
- Unterbaugerüst, mehrstöckig
Konstruktion/Material:
Dem im leichten Hanggelände platzierten Gebäude diente ein gemauerter Sockel mit darin enthaltenem Kellerraum zur Schaffung einer horizontalen Ebene. Auf diesen wurde ein Schwellenrost gelegt, der mittels Zapfenschlössern zusammengefügt worden ist. Darauf wurden die Bundständer aufgestellt. Sie reichen im Wohnbereich am Stück über beide Geschosse und tragen längslaufende Rähme, auf denen das querlaufende Dachgebälk verlegt ist. Die Aussteifung erfolgt mittels angeblatteter Kopfbänder. Über dem Dachgebälk überspannt eine liegende Stuhlkonstruktion die Grundfläche in ganzer Breite. Ihr dienen angeblattet Kopfbänder der Queraussteifung und ein Verband aus langen, sich überkreuzenden Kopfbändern in Verbindung mit einer Verriegelung als Längsaussteifung. Oberhalb der Kehlbalkenlage trug eine stehende Firstachse ein Firsträhm, wiederum mit einer Aussteifung aus angeblatteten Kopf- und Fußbändern.
Im Unterschied ist im Wirtschaftsteil ein Hochgerüst mit First- und seitlichen Hochständern abgezimmert. Neben Kopfbändern finden sich innerhalb der Querbünde auch angeblattete Steigbänder, die am Fußende in die Dachbalken gezapft sind und mit Überblattungen zum Firstständer verlaufen. Die Rähme der seitlichen Hochständerreihen sind beide in jenem Querbund, der Tenne und Heulager trennt, gestoßen, ausgeführt als einfache, kurze, vernagelte Blattstöße. Die Firstachse wurde später über die Höhe des 2. Dachgeschosses entfernt, doch das Firsträhm konnte an alter Stelle verbleiben.
Im Unterschied ist im Wirtschaftsteil ein Hochgerüst mit First- und seitlichen Hochständern abgezimmert. Neben Kopfbändern finden sich innerhalb der Querbünde auch angeblattete Steigbänder, die am Fußende in die Dachbalken gezapft sind und mit Überblattungen zum Firstständer verlaufen. Die Rähme der seitlichen Hochständerreihen sind beide in jenem Querbund, der Tenne und Heulager trennt, gestoßen, ausgeführt als einfache, kurze, vernagelte Blattstöße. Die Firstachse wurde später über die Höhe des 2. Dachgeschosses entfernt, doch das Firsträhm konnte an alter Stelle verbleiben.

