Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Schule, ehem. Volksschule

ID: 128783261017  /  Datum: 30.06.2026
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Bergstraße
Hausnummer: 25
Postleitzahl: 74376
Stadt-Teilort: Gemmrigheim

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8118018001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

1. Bauphase:
(1950 - 1959)
Das erste vollwertige Schulhaus entsteht in Gemmrigheim im Jahr 1950 in der Alten Kelter des Ortes, die so genannte Kelterschule (heute Gemeindebücherei, Hauptstraße 14, 74376 Gemmrigheim). Das Gebäude löst verschiedenen Provisorien wie Scheunen oder Wohnhäuser ab, die im Laufe der Jahre zu klein geworden sind.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten

2. Bauphase:
(1965 - 1967)
Für den Schulbau wird ein Bauwettbewerb ausgerufen und eine Entscheidung zwischen 23 Entwurfseinsendungen notwendig. Am 10. Juli 1964 geht der Planungsauftrag an die Architekten Claus und Renate Weisbach aus Stuttgart; am 01. Mai 1965 erfolgt der Spatenstich. Nach zwei Jahren Bauzeit wird die Schuleinweihung vom 21. bis 23. Juli 1967 gefeiert.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten

3. Bauphase:
(1971 - 1972)
Bau der Turnhalle
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

4. Bauphase:
(1987)
Errichtung des Schulgartens
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Garten

5. Bauphase:
(1994)
Anlegen eines Biotops
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Garten

6. Bauphase:
(1995 - 1996)
Die Maßnahmen von 1995/96 sind heute im Bereich des Schulgebäudes deutlich vom bauzeitlichen Bestand abgehoben. Es handelt sich archivalisch belegt um eine Betonsanierung, die Ertüchtigung der Sanitärbereiche, Fensteranstriche, Erneuerung von Fensterflügeln und Beleuchtungen sowie Jalousien, und eine grundlegende Modernisierung der Innenräume.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)

7. Bauphase:
(1997 - 1998)
Das zu Beginn als Volksschule errichtete Gebäude wird im Zuge der Entwicklung des heutigen mehrgliedrigen Schulsystems zwischenzeitlich als Grund- und Hauptschule sowie Werkrealschule genutzt. Für diese Nutzungsänderung ist eine Erweiterung des Gebäudes notwendig, um genug Räumlichkeiten bereitstellen zu können. Aus diesem Grund wird 1997/98 ein weiterer Gebäudeabschnitt im Norden an den Bestandsbau angegliedert. Dieser erhält auf Ebene des Schulhofs Funktionsräume wie Außentoiletten und Lagerräume. In der oberen Ebene sind weitere Klassenräume integriert. Für das Projekt wird der Architekt Claus Weisbach aus Stuttgart noch einmal beauftragt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

8. Bauphase:
(2005)
Neugestaltung des Schulhofs
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht von Westen / Schule, ehem. Volksschule in 74376 Gemmrigheim (08.04.2026 - strebewerk. Architekten GmbH)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung mit Befundkatalog und Baualterskartierung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Schule wurde am östlichen Stadtrand in Hanglage erbaut, nördlich des historischen Stadtkerns von Gemmrigheim. Aufgrund der Hanglage ist das Gebäude in übereinander asymmetrisch gestaffelten Gebäudeebenen unterteilt und kann sich so der natürlichen Umgebung besser anpassen. Zur Erbauungszeit war die Schule noch weitestgehend freistehend. Über die Jahre wurde die Gemeinde nach Norden vergrößert und die Schule ist heute Teil des Wohnbaugebietes
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist durch die einzelnen Baukörper und deren um einen Innenhof zentrierten Raumausrichtungen sowie die unterschiedliche Höhenlage der Gebäudeteile auf allen vier Seiten durch verschiedene Vor- und Rücksprünge strukturiert. Dabei wechseln sich massive Bereiche aus Beton mit stark durchfensterten Wandbereichen ab und bilden einen deutlichen Kontrast zueinander.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Schulbau besteht aus drei Gebäudeteilen, die im Inneren durch Flurabschnitte und Treppenläufe in den einzelnen Geschossen und Gebäudeabschnitten miteinander verbunden sind. Die drei Gebäudebereiche sind in ihrem Aufbau ähnlich strukturiert. Um einen Lichthof sind Flure und Klassenräume gruppiert sowie einzelne Funktionsräume wie Lager oder Sanitärbereiche gesetzt. Durch die zentrierte Gruppierung der einzelnen Räume entstehen Baukörper mit armartigen Raumabweichungen und keine starren rechteckigen Formen. Jeder Gebäudeteil für sich ist mehrgeschossig. Bauteil A im Norden ist dreigeschossig, der mittlere und der südliche Baukörper B und C sind jeweils zweigeschossig. Durch die Hanglage sind die einzelnen Gebäudeteile in ihrer Lage versetzt zueinander errichtet und nicht alle Ebenen auf ein und derselben Höhe. So ergibt sich über die Gesamtlänge des Gebäudes von Nord nach Süd eine Geschossigkeit über vier Ebenen. Die Treppen sind in jedem Bauteil nördlich des Lichthofs gesetzt und verbinden die Bauteilebenen untereinander.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
Die Oberflächen und Ausstattung im Innen- und Außenraum entsprechen weitgehend noch der bauzeitlichen Struktur. Das Gebäude wurde in Sichtbeton errichtet und erhielt im deutlichen Kontrast zur hellgrauen Grundfarbe des Betons dunkle Holzbekleidungen und große Festverglasungen.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Beton
    • Holz
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Holzverschalung
  • Mischbau
    • Beton und Stahl
Konstruktion/Material:
Die Hauptkonstruktion des Gebäudes besteht aus Stahlbeton. Das Gebäude ist auf Betonfundamenten errichtet und die Außenwände, Böden und Decken aus Stahlbeton und Stahlbetonmassivplatten errichtet. Im Außenbereich und in den Fluren wurde mit Sichtbeton gearbeitet, sodass die eigentliche Konstruktion gleichzeitig auch die Oberflächengestaltung definierte. Die schalungsraue Oberfläche und Strukturen der Schalungsbretter sind weiterhin erkennbar.
Die Flachdächer wurde als Kiespressdächer mit Bitumenabdichtungen und Kiesschüttungen mit Abläufen konzipiert.

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