Kloster Bebenhausen (ehem. Holz- und Chaisenremise)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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abgegangenes Wohn- und Geschäftshaus (A 164/ Münsterplatz 37)

ID: 123225410914  /  Datum: 05.02.2018
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Neue Straße
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 89073
Stadt-Teilort: Ulm

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ulm (Stadtkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8421000028
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: Münsterplatz
Historische Gebäudenummer: 37; A 164
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: Ehemalige Bebauung auf dem Gebiet der Neuen Straße in Ulm

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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abgegangenes Wohnhaus (A 145/ Sattlergasse 7), Neue Straße (89073 Ulm)
abgegangenes Wohnhaus (A 163/ Münsterplatz 36), Neue Straße (89073 Ulm)
abgegangenes Wohnhaus (A 168/ Münsterplatz 41), Neue Straße (89073 Ulm)
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12345

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Im Bau- und Feuergeschworenen- Amtsprotokoll von 1760 wurde der bereits bei A 163 erwähnte Spruchbrief von 1537 genannt, was einen terminus ante quem von 1537 für die Entstehtung des Gebäudes ergibt. Eine Bauzeit noch im 15. Jh. ist nicht ausgeschlossen, zumal Besitzernamen für dieses Gebäude auch schon in einem bei Schwaiger Nr. 12 aufgeführten Salbuch von 1522 erwähnt wurden.
Das Gebäude ging bei den Luftangriffen während des Zweiten Weltkrieges verloren.


1. Bauphase:
(1400 - 1537)
Entstehung des Gebäudes
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1944)
Zerstörung des Gebäudes
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus

Besitzer

1. Besitzer:
(1857 - 1858)
Jacob, Staehlen, Marners Witwe
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
besitzt A 164, A 164a und A 164b

Angabe laut Gebäudeschätzungsprotokoll von 1857; Beginn und Ende der Besitzphase damit nicht belegt.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Besitzer:
(1858 - 1877)
Stählen, Theodor August
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
besitzt A 164, A 164a und A 164b

Angabe laut Ergänzungsprotokoll des Gebäudeschätzungsprotokolls von 1858-77; Beginn und Ende der Besitzphase damit nicht belegt.
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
keiner
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurzbeschreibung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Wohn- und Geschäftshaus befand sich in giebelständiger Ausrichtung an der Südseite des Münsterplatzes.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Vordergebäude (A 164) war viergeschosssig, mit gewölbtem Keller, giebelständig errichtet. Daran anschließend befand sich nach Südwesten hin das dreigeschossige Hintergebäude (A 164b).

Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877:

A 164:
Beschreibung: ein freistehendes vierstokiges massives und geriegeltes Wohnhaus am oberen Münsterplatz mit 20' hohem Platten- und Hohlzgldach [Hohlziegel]
Maße: 47' lang, 26,5' breit, 42' hoch

A 164a:
Beschreibung: ein an obiges A 164 und an 165b angebautes dreistokiges mass. u. ger. Hintergebäude mit 16' hohem Plattendach
Maße: 31' lang,18' v. breit, 32' hoch

A 164b
Beschreibung: eine einstokige Waschktüche mit 6' hohem Platten-Pultdach auf 3(?) Freipfosten an 141a und 163b.
Maße: 10' lang, 10' breit,6` hoch
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877:

A 164:
Räume: 2 heizbare Zimmer, 2 unheizbare Zimmer u. geypste Kammern, 5 gewöhnliche Kammem, 3 Küchen, 1 gewölbter Keller, 1 dto Holzlege, 1 Laden und 1 Speiskammer.

Ergänzungsband S. 139/ 140:
Das Wohnhaus ,,wurde wesentlich verbessert u. verändert". Es enthält nun 3 heizbare Zimmer, 6 unheizbare Zimmer u. geypste Kammern, 4 gewöhnliche Kammern, 3 Küchen, 1 gewölbten Keller, 1 Holzlege, 2 Speiskammern, 1 geipsten Laden, 3 Dachkammern.

A 164a:
Räume: 3 gewöhnliche Kammern, 1 Werkstätte

Ergänzungsband S. 139/ 140:
Das Hintergebäude wurde ebenfalls wesentlich verbessert und verändert. Es enthielt dann: 3 heizbare Zimmer

A 164b:
Räume: mit 1 Waschkessel, Vorkamin und Kamin
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
„Viergeschossiges, giebelständiges, massives und geriegeltes" Vordergebäude A 164 (s. Gebäudeschätzungsprotokoll von I 857.)
Das vierte Geschoss und die beiden Dachgeschosse kragten jeweils leicht vor. Daran nach Südwesten anschließend, stand ein dreigeschossiges Hintergebäude A 164b. Die Wand gegen A 165b wurde als gemeinschaftlich bezeichnet.
1735 wurde von einer vorderen Stube und einer hinteren Stube, ,,wo er (der Besitzer ,,Cartenmahler" Lutz) seine Werkstatt hat" gesprochen.
Im Hof befanden sich nahe der Mauer gegen das Anwesen A 141 im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Hintergebäude, die sich in den Archivalien greifen lassen:
- 1685 wurde in den Bau- und Feuergeschworenen- Amtsprotokollen von einem abgebrochenen Haus gesprochen, das sich in dem Gärtlein von A 164 befunden haben soll.
- 1708 wurde in einer Beschwerde des Besitzers lron A 141 von einer Hütte im Hof von A 164 und von einer die Grundstücke trennenden Mauer gesprochen.
- 1725 wurde die Errichtung eines Stalles in der "Behausung auf dem Scheffienplatz" erlaubt.
Gegen Fries [A 141] wollte man einen Winkel freilassen und es sollte eine eigene Dolle zum Abführen des Urins eingerichtet werden.
- 1760 wurde die Bad- und Waschstuben- Gerechtigkeit auf dem Anwesen reserviert, die 1775 angeführt wurde, als man die Badstube neu errichten wollte.
- Ebenfalls 1760 wurde eine Hofmauer genannt, die vom Anbau von A 165 bis zum Gebäude A 141 eingezogen werden sollte. Möglicherweise handelte es sich um die auf der Südwestansicht in den Bauakten von 1939 (s. u.) zu sehende Hofmauer.
- 1774 wird eine Kegelbahn im Zusammenhang mit A 164 und dem Wasserablauf durch einen Winkel erwähnt.
- 1872 sollte im Hof ein Schuppen erstellt werden (s. Bauakten).
- 1929 wollte man an der Stelle einer Waschküche und eines Schuppens ein Hinterhaus erstellen.
- Eine Ansicht der hofseitigen Fassaden von A164 und A 164a sowie A 165 samt Rückgebäude liegt den Bauakten von 1939 bei.

Keller
Unter dem Vordergebäude befand sich ein gewölbter Keller mit Stirnseite zur Straße (s. auch Bauakten von 1939).

Auszug aus dem Gebäudeschätzungsprotokoll 1857, Ergänzungsband von 1858 bis 1877 :

A 164
Dachdeckung: Platten, auch Hohl- u. Oberziegel, nun durchaus Platten
Umfassungs- und Giebelwände: massiv u. geriegelt. mit gerieg. Giebeln
Keine feuergefährlichen Einrichtungen
Als unzerstörbar angesehen: der gew. Keller

Ergänzungsband S. 139/ 140:
Feuergefährliche Einrichtungen: gemeinsame Wand mit dem gezäunten Nachbarhause
Als unzerstörbar angesehen: Fundation, Sokel, Keller, Part.-Pflaster

A 164a
Dachdeckung: Platten
Umfassungs- und Giebelwände: mit 2 eigenen, u. 1 gemeinschaftl. Seite an 165b massiv, geriegelt
Keine feuergefährlichen Einrichtungen
Als unzerstörbar angesehen: keine

Ergänzungsband S. 139/ 140:
Als unzerstörbar angesehen: Fundation, Part.-Pflaster

A 164b
Dachdeckung: Platten
Umfassungs- und Giebelwände: offen
Keine feuergefährlichen Einrichtungen
Als unzerstörbar angesehen: keine

Ergänzungsband S. 139/ 140:
Die Waschküche wurde auch wesentlich verbessert und verändert.
Als unzerstörbar angesehen: Fundation, Pflaster

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