Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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ehem. Synagoge

ID: 120387611120  /  Datum: 25.11.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Neustetterstraße
Hausnummer: 29
Postleitzahl: 74523
Stadt-Teilort: Schwäbisch Hall

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Schwäbisch Hall (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8127076056
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das verputzte Gebäude steht traufständig zur Neustetterstraße. Auf dem zweistöckigen Unterbau ist ein Satteldach aufgeschlagen. Das Kerngerüst des Fachwerkgebäudes stammt wohl aus dem frühen 16. Jh. Offensichtlich wurde es um das Jahr 1716 (d) verlängert und mit einem neuen, dem vorhandenen Dachwerk versehen. In diesem Dachwerk haben sich verschiedene Brettereinbauten erhalten.
Nach den vorliegenden Befunden und den schriftlichen Nachrichten (Andreas Maisch, Mayer Seligmann, Judt zu Unterlimburg (Schw.-Hall, 2001, S.129. Anm.3)) handelt es sich bei den Bretteinbauten um die Reste einer Synagogenvertäfelung. Wie das Dachwerk datieren die Einbauten in das Jahr um 1717 (d).
Der angetroffene Bestand deckt sich mit den schriftlichen Angaben. Danach handelt es sich bei dem Raum westliche der Treppe um die Frauenschule und bei dem daran angrenzenden, ehemals ausgemalten Großraum um die Männerschule.
Die Frauenschule zeigt den umfangreichsten Bestand, während sich die Männerschule außer den wenigen erhaltenen Ausstattungsresten nur noch in seiner Raumprportion zu erkennen gibt.
Darüber hinaus ist jedoch anzufügen, dss auch die übrigen Kammern (wenn auch nur als Hülle) dem Erstzustand des frühern 18. Jh. zuzuordnen sind.


1. Bauphase:
(1716 - 1717)
Abzimmerung des Dachwerkes (d).
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dokumentation Dacheinbauten

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Schule, Kindergarten
  • Sakralbauten
    • Synagoge
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
Das Dachwerk
Das Dachwerk ist dreizonig gegliedert. Abgezimmert ist eine liegende verzapfte Stuhlkonstruktion. Sie ist abgesetzt vom älteren Gebälk des Unterbaus errichtet. Dazu wurden dem Altgebälk die Zugbalken für die beiden inneren Binderkonstruktionen aufgelegt, welche quasi als Schwellen die Gerüstebenen für die quer zum First verlaufenden Bretterwände bilden.
Das Dachwerk stammt nach der denrochronologischen Datierung aus den Jahren um 1716/17 (d).
Dieser Zeitstellung ist auch der Kernbestand der Bretteinbauten zuzuordnen.

Die Bretteinbauten
Mehrere Raumeinheiten sind, bzw. waren durch Bretterwände im Dachraum des 1. DG angelegt.
In Anlehnung an den Südflügel sind zwei Kammern nachweisbar. Erhalten ist die Querwand mit zwei Eingängen. Von der mittigen Trennwand ist nur noch das Schwellholz und das Rähmholz erhalten. Die Kammern zeigen keine besondere Ausstattung. Die Giebelwand zeigt Fachwerk mit verputzten Feldern. Auf den erhaltenen Brettern ist keine Bemalung erkennbar.
Westlich des Treppenaufganges (mit späterem Geländer) ist ein durch Bretter abgetrennter Raum fast vollständig erhalten.
Dies gilt für den Zugang, für die firstparallel verlaufende Wand, für die Wand im Norden und Süden und für die Decke. Der Raum ist voll mit Gerümpel und ausgebauten Holzteilen, so dass der gesamte Raumeindruck nicht darstellbar ist.
In Abstimmung mit dem Treppenlauf ist der größte Dachraum zu erreichen. Teilweise besitzt er mit dem zuvor genannten Raum eine gemeinsame Trennwand. Der Raum liegt, bezogen auf den Kernbau, in dem um 1716 geschaffenen Erweiterungsbereich. Was seine Breite angeht, so übergreift er deutlich die Firstachse.
Zum Kernbestand des Raumes gehört der größte Teil der südlichen Trennwand, einschließlich des Zugangs.
Bemerkenswert ist die südliche Trennwand von Norden gesehen. Hier ist eine ursprüngliche (später verbretterte) Verbindung mit dem südlich angrenzenden Raum erhalten. Der obere Abschluss ist sorgfälltig abgesetzt, der untere Bereich zeigt im Brüstungs- und Randbereich eine Farbfassung. Sie ist zwar überdeckt, lässt aber deutlich eine Rankenmalerei erkennen. Sie zeigt eine zusammenhängende Konzeption und stellt den größten in situ erhaltenen Bestand bemalter Brettflächen des gesamten Dachraumes dar.
Die gleiche Bemalung zeigt auch der Rest eines unter die Pfette gelegten Deckenbrettes.
Die östliche Trennwand ist im Kern wohl noch ursprünglich, ansonsten ist die ehemalige Verbretterung abgängig. Im südlichen Abschnitt sind Bretter mit einer Sternchenbemalung wiederverwendet. Der Nordgiebel ist nicht mehr alt und wurde zu einem späteren Zeitpunkt ausgewechselt.
Östlich des Großraumes, ursprünglich ohne Verbindung mit ihm, ist der letzte zu erwähnende Dachraum angelegt.
Er besitzt noch den alten Zugang.
Im Gegensatz zum Großraum zeigt er innen keine Bemalungen.

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