Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Haus Spiegel

ID: 118684568811  /  Datum: 22.06.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Kronengasse
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 74821
Stadt-Teilort: Mosbach

Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Neckar-Odenwald-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8225058010
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Laut der inschriftlichen Datierung über dem Portal wurde das sog. Haus Spiegel 1542 (i) errichtet. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Gebäude umfassend modernisiert.


1. Bauphase:
(1542)
Erbauung des Gebäudes (i)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1950 - 1999)
Modernisierung
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht / Haus Spiegel in 74821 Mosbach (2019 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Haus Spiegel ist mit dem Nordgiebel zur Kronengasse ausgerichtet.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Über einem nicht zugänglichen Keller errichtet, handelt es sich bei dem untersuchten Gebäude um einen dreigeschossigen Baukörper. Den Abschluss bildet ein Satteldach mit beidseitigem Steilgiebel.
Das Erdgeschoss ist massiv und wird über ein Portal mit der Jahreszahl 1542 (i) erschlossen.
Auf dem massiven Erdgeschoss sind zwei verputzte Fachwerkstockwerke abgezimmert. Sie kragen über Stichgebälk geringfügig aus. Dies gilt auch für das 1. Dachgeschoss, während das Giebeldreieck des ehemals auskragenden Spitzbodens abgebaut und zurückversetzt ist.
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die ehemalige Lücke zum Nachbargebäude dem heutigen Grundriss des untersuchten Gebäudes zugeschlagen wurde.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
Konstruktion/Material:
Der Unterbau
Das Erdgeschoss
Zum bauzeitlichen Bestand gehören auf dieser Ebene das Eingangsportal, die Außenwände und vermutlich ein Großteil des verputzten Deckengebälks. Wie das Treppenhaus sind auch die Innenwände einer umfassenden Modernisierung aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zuzuordnen.

Das 1. Obergeschoss
Auch hier beschränkt sich der älteste Bestand auf die Umfassungswände und den Restbestand des Deckengebälks. Während die Umfassungswände weitgehend verkleidet sind, liegt das Gebälk offen. Hinweise auf die ursprüngliche Gliederung ermöglicht der Restbestand eines alten, am Deckengebälk verschraubten Wandrähmes. Er gehörte zu einer Längswand, die gleichfalls im 20. Jahrhundert abgebrochen wurde und durch den seitlich verlaufenden Längsunterzug ersetzt wurde. Im Zusammenhang mit dem vorhandenen Treppenhaus und der damit in Verbindung zu bringenden Erneuerung der Grundrissgliederung sind keine älteren Innenwände erhalten.

Das 2. Obergeschoss
Gesicherte Aussagen liegen für das 2. Obergeschoss vor. Danach beschränkt sich der bauzeitliche Bestand auf das Dachgebälk, einen kurzen Abschnitt der inneren Längswand und auf drei der vier Umfassungswände. So dehnt sich das massive Treppenhaus des 20. Jahrhunderts wie schon in den Ebenen darunter über die ehemalige Traufwand nahezu bis zur nachbarlichen Längswand aus. Dies trifft auch für den straßenseitigen Bereich zu.

Das Dachwerk
Bei dem Kernbestand der Dachkonstruktion handelt es sich um ein quer eingebundenes, in die Dachbalken zapfendes, durch eine Kehlbalkenlage stabilisiertes und an der Straßenseite über Stichbalken auskragendes Sparrendach. Die Kehlbalken unterteilen die Dachhöhe in zwei Dachgeschosse. Das, die Sparrendreiecke verstärkende Gerüst, besteht aus abgesprengten, in die Dachbalken zapfenden Querbünden, kombiniert mit zwei geneigten Längsbünden unter den Dachseiten (zweifach liegender Stuhl). Angeordnet in vier inneren Querachsen und integriert in die straßenseitige, geringfügig über Stichbalken auskragende Giebelscheibe, bilden die Querbünde einen mehrzonigen Dachgrundriss aus, der nicht auf die unteren Tragachsen abgestimmt ist.
Die Queraussteifung der Querbünde erfolgt durch verzapfte Kopfbüge, während die Längsaussteifung innerhalb den geneigten Längsbünden durch paarweise, sich überkreuzende Streben zwischen den Bundstreben und den Stuhlrähmen übernommen wird.
Die Querbünde besitzen keine eigenständige Markierung, sondern sind in die Abfolge der Sparrenkennzeichnung eingebunden. Zur Anwendung kam die steigende Folge von römischen Zahlzeichen, wobei die Traufenunterscheidung durch die Lage der Abbundzeichen gewährleistet ist. Der Bezugsachsenschnittpunkt liegt in der hofseitigen Stubenecke.
Unzählige kleine Holznägel im Holzwerk weisen auf die Trocknung von Lagergut hin.
Der straßenseitige Spitzgiebel ist zurückgesetzt bzw. erneuert worden.

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