Domturm (Rottenburg)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnwirtschaftsgebäude

ID: 115706088815  /  Datum: 10.11.2025
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Alemannenstraße
Hausnummer: 28
Postleitzahl: 78187
Stadt-Teilort: Geisingen-Gutmadingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Tuttlingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8327018005
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Kath. Pfarrkirche St. Konrad, Schulstraße 4 (78187 Geisingen-Gutmadingen)

Bauphasen

1. Bauphase:
(1529)
Wirtschafsteil, zunächst als Holzgerüstbau errichtet. Davon erhalten drei Unterzüge auf Höhe der Tenne. Diente womöglich zunächst nur als Scheune
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

2. Bauphase:
(1585)
Anbau des Wohnteils. Anpassung der bestehenden Scheune an den neuen Wohnteil.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus

3. Bauphase:
(1880 - 1950)
Spätere, zeitliche unklare Erweiterung der Scheune auf der Westseite mit Erneuerung von Futterwand und Stalldecke
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologisches Gutachten
  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Haus steht mit der südlichen Schmalseite giebelständig an der Durchgangsstraße. Dass das Gebäude heute auffällig verschwenkt an der Straße steht, dürfte dadurch entstanden sein, dass sich der genaue Verlauf der Fahrbahn erst mit der Zeit definiert hat, als immer weitere Gebäude entlang der Straße zum stehen kamen und schließlich Ausbau und Befestigung folgten.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Wirtschaftsgebäude
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude setzt sich aus einem straßenseitigen Wohnteil und einem nach hinten anstoßenden Wirtschaftsteil zusammen, die hier aber keinen kontinuierlichen Baukörper bilden, sondern der Wirtschaftsteil ist etwas schmaler und niedriger ausgebildet. In Verlängerung ist an ihn ein nochmal schmaler und niedriger bemessener Anbau angeschlossen. Die Erschließung erfolgt von der östlichen Längsseite.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude umfasst zwei Vollgeschosse und drei Dachgeschosse. Das Erdgeschoss nimmt einen gewölbten Kellerraum auf, weshalb auf eine Unterkellerung verzichtet werden konnte. Die Wohnräume liegen im Obergeschoss, ergänzt um weitere Kammern im 1. Dachgeschoss.
Im Erdgeschoss lässt sich das Gebäude in drei Zonen unterteilen: die straßenseitige Zone mit dem Keller und dem Lagerraum, der Flur und eine dritte wohl ebenfalls als Lager genutzte Zone.
Im Obergeschoss befinden sich in der ersten Zone Küche und Stube. Der anschließende Flur knickt in der Hausmitte rechtwinklig ab. An der Ostseite befinden sich zwei Zimmer, während in der nordwestlichen Ecke heute ein weiterer Lagerraum und ein Badezimmer zu finden sind.
Im 1. Dachgeschoss sind giebelseitig zwei weitere Zimmer, daran schließen der Flur und ein weiteres Zimmer an. An der rückwärtigen Giebelseite sind eine Dachkammer und ein Zimmer untergebracht.
Der Wirtschaftsteil umfasst eine hohe Tenne, Stallzeile und Heulager sowie einen angebauten Schopfbereich.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
In beiden Dachgeschossen ist an der Nordwestecke eine starke Absenkung des Holzwerks zu beobachten. Unter der östlichen Dachfläche sind die Stuhlrähme zur Mitte hin abgesunken.
Bestand/Ausstattung:
Der 1585 errichtete Wohnteil weist noch einige markante Bestandteile der baufesten Ausstattung auf. Im Erdgeschoss sind es werksteinerne Türgewände, ein Kellerraum mit vierteiligem Kreuzgratgewölbe und einer zentraler Werksteinstütze sowie ein einst freistehender Eichenständer. Der obergeschossige Stubenraum besaß mehrteilige Werksteingewände mit einer innenliegenden Fenstersäule.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Gestaltungselemente
    • Staffelgiebel
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Lambris/Täfer
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
  • Gewölbe
    • Kreuzgratgewölbe
Konstruktion/Material:
Das Dachwerk des Wohnteils gliedert sich in drei Geschosse. Es ist als Sparrendach mit eingestelltem liegendem Stuhl in zwei Ebenen ausgebildet. Den Abschluss bilden nach Süden und Norden gemauerte Giebelwände mit Staffeln. Charakteristische Merkmale der Stuhlkonstruktion sind die Gründung auf den Dachbalken ohne Stuhlschwellen, orthogonal ausgerichtete Stuhlrähme, mit Versatz verzapfte Kopfstreben in der Querrichtung und eine Längsaussteifung aus langen, zumeist überkreuzten Kopfstreben zusammen mit einer einfachen Verriegelung.
Das Dachwerk des Wirtschaftsteils ist eine Ingenieurskonstruktion des späten 19. Jahrhunderts mit Kniestock, steiler gestellten Sprengstreben, Zangen und Hochrähm. Vor der Erweiterung des Wirtschaftsteils bestand es aus einem stehenden Stuhl mit verblatteter Aussteifung und einer Rofenlage.

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