Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Haus „Zum Torkelbaum“

ID: 114720938121  /  Datum: 05.10.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Kanzleistraße
Hausnummer: 19
Postleitzahl: 78426
Stadt-Teilort: Konstanz

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Haus „zum Torkelbaum“ liegt im Kern der Konstanzer Altstadt zwischen dem hochmittelalterlichen und dem spätmittelalterlichen Markt (Obermarkt und Marktstätte). Die prominente Lage spricht für eine Bebauung des Areals seit dem Mittelalter. Tatsächlich dürften der Steinsockel des Hauses und der Gewölbekeller noch aus dieser Zeit stammen. Im 17. Jahrhundert kam das Haus in den Besitz der Ratsfamilie Welz, denen bereits das westliche Nachbarhaus „zum Buben“ (Hussenstr. 1) gehörte. Nach Umbau dieses Eckhauses im Jahr 1690 erfolgte 1706 der weitgehende Neubau des „Torkelbaums“. Dieser Bau hat sich trotz verschiedener Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert weitgehend erhalten. Der Brand des Nachbarhauses am 23.12.2010 hat vor allem das Dach beschädigt, während die Obergeschosse weitgehend erhalten blieben.


1. Bauphase:
(1705 - 1706)
Neubau des heutigen "Torkelbaumes" (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1800 - 1900)
Im 19. und 20. Jahrhundert fanden verschiedene Umbauten statt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(2010)
Ein Brand am Nachbarhaus im Jahr 2010 beschädigte das Dach des Hauses.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Haus „Zum Torkelbaum“ in 78426 Konstanz (05.10.2016 - Frank Löbbecke)
Abbildungsnachweis
Haus „Zum Torkelbaum“ in 78426 Konstanz (05.10.2016 - Frank Löbbecke)
Abbildungsnachweis
Kanzleistraße nach Osten, das Haus Nr. 19 nach dem Brand abgestützt (Aufnahme 26.2.2011). / Haus „Zum Torkelbaum“ in 78426 Konstanz (05.10.2016 - Frank Löbbecke)
Abbildungsnachweis
Haus „Zum Torkelbaum“ in 78426 Konstanz (05.10.2016 - Frank Löbbecke)
Abbildungsnachweis
Haus „Zum Torkelbaum“ in 78426 Konstanz (05.10.2016 - Frank Löbbecke)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Haus Kanzleistraße 19 liegt nahe dem Obermarkt auf der Südseite der Straße, die die Verbindung zwischen Obermarkt und Marktstätte bildet. Das Haus befindet sich damit in prominenter Lage im Kern der hochmittelalterlichen Stadterweiterung.
Das westliche Nachbarhaus Hussenstr. 1 bildet das Eckhaus zur ehemaligen St. Pauls Gasse (heute Hussenstraße). Obermarkt und Hussenstraße sind Teil der alten, auf dem Kamm des Moränenzugs in Nord-Süd-Richtung ziehenden Hauptstraße der Altstadt. Sie wurde schon in römischer Zeit genutzt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das schmale, vierstöckige und traufständige Gebäude weist rückseitig einen kleinen Hof auf, an dessen Westmauer ein dreistöckiger, hölzerner Laubengang stand. Der 1,40 m über Straßenniveau liegende Hof besitzt eine Binnenfläche von 3,30 x 5,60 m. Das 19,30 m hohe Haus ist etwa 6 m breit und 15,30 m tief.
Der hohe Sockel (OK 1 m über Straßenniveau) und die Straßenfassade des Hauses bestehen aus Mauerwerk, die übrigen Außen- und die meisten Innenwände wurden in Fachwerk mit Steingefachen errichtet. Vom westlichen Nachbarhaus Hussenstraße 1 ist keine eigene Wand vorhanden. Hier stützt lediglich eine aus jeweils drei Ständern mit Kopfbändern und Unterzug bestehende Holzkonstruktion die Balkenlagen. Außerdem ist hier eine Bohlenwand der Stube im 1.Obergeschoss des Nachbarhauses in die Konstruktion einbezogen worden. Die Straßenfassade weist drei Fensterachsen auf, verunklärt durch die Schaufensterfront im Erdgeschoss. Die Hoffassade ist zweiachsig angelegt mit jeweils zwei Fenstern bzw. Fenster und Laubenzugang und wurde durch moderne Türeinbrüche verunklärt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Inneren ist das Untergeschoss zweigeteilt. Straßenseitig ist lediglich ein Kriechkeller mit Betondecke vorhanden, während hofseitig ein Gewölbekeller liegt (Raumhöhe bis 2,50 m). Das in Richtung Nord-Süd ausgerichtete Tonnengewölbe reicht bis zu 1,10 m über das Straßenniveau. Das Erdgeschoss ist entsprechend der Kellerhöhen ebenfalls zweigeteilt, in einen vorderen Teil auf Straßenniveau mit weit in das Hausinnere zurückspringendem Schaufensterbereich und erhöhtem Bereich über dem Gewölbekeller. Im Nordwesten führt eine Betontreppe ins 1.Obergeschoss. Die drei Obergeschosse sind jeweils dreigeteilt: Im südwestlichen Drittel liegt die Treppe, im südöstlichen eine Kammer und straßenseitig ein großer Raum, der ehemals durch eine dünne Trennwand in zwei unterschiedlich große Zimmer geteilt wurde. Das zweigeschossige Dach mit stehendem Stuhl ist bis in die Dachspitze für Wohnzwecke ausgebaut worden.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
Konstruktion/Material:
Mehrgeschossiger Fachwerkbau mit straßenseitiger Mauerwerkswand über massivem Sockelgeschoss. Zweigeschossiger Dachstuhl mit stehendem Stuhl.

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