Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 109146655518  /  Datum: 28.12.2025
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Vorstadt
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 78234
Stadt-Teilort: Engen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8335022009
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Errichtung des Wohnhauses erfolgte im Jahr 1585/86 (d) über einem mittelalterlichem Keller. Um 1800 (d) fanden umfangreiche Umbauten statt, die die weitgehende Erneuerung der nördlichen, mit Haus Nr. 5 gemeinsam genutzten Fachwerkwand und die Errichtung eines neuen Dachwerks unter Beibehaltung der neuzeitlichen Raumstrukturen darunter betrafen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Erdgeschoss fast vollständig erneuert.


1. Bauphase:
(1585 - 1586)
Auf mittelalterlichen Massivbauteilen im Kellerbereich wird in den Jahren 1585/86 (d) ein dreigeschossiger Massivbau mit traufständig ausgerichtetem Satteldach erbaut.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

2. Bauphase:
(1800)
Um 1800 (d) erfolgten gravierende Umbauten. Sie betrafen die weitgehende Erneuerung der nördlichen, mit Haus Nr. 5 gemeinsam genutzten Fachwerkwand und die Errichtung eines neuen Dachwerks unter Beibehaltung der neuzeitlichen Raumstrukturen darunter.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

3. Bauphase:
(1900 - 1950)
In die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts datiert die Modernisierung des Gebäudes, die sich neben dem fast vollständig erneuerten Erdgeschoss in erster Linie auf die Anlage eines neuen Treppenhauses bezog.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht Peterstraße von Norden, Ecke Am Obertor / Wohnhaus in 78234 Engen (2023 - Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation
  • Kartierung Ausstattung und Schäden

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Eingebunden in die städtische Reihenbebauung, handelt es sich um einen traufseitig ausgerichteten Baukörper, der von West nach Ost ein stark ansteigendes Gelände ausgleicht. So ist über die Peterstraße im Westen die untere Ebene des zweigeschossigen Kellerbereiches erreichbar, während das Erdgeschoss über die Vorstadtstraße im Osten, annähernd auf Straßenniveau, zugänglich ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Im Osten besitzt das Gebäude dann auch einen dreigeschossigen Aufbau, auf dem ein Satteldach mit drei Nutzungsebenen aufgeschlagen ist. Mit dem Gebäude Vorstadt 5 teilt das untersuchte Gebäude eine gemeinsame Fachwerkwand.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Während das Erdgeschoss im Innern weitgehend erneuert ist, hat sich aus der Bauzeit das 1. und 2. Obergeschoss mit zugehörigen Raumstrukturen sowie das südliche Giebeldreieck erhalten.
An der östlichen Straßenseite liegen die Stube und benachbarte Schlafkammer, wobei die gemeinsame Trennwand mit ehemaliger Türöffnung heute erneuert ist. Beide Räume besitzen noch die alte Deckengestaltung. An die Stube grenzte der ehemals mittig im Haus liegende Herdraum an. Der an die Schlafkammer angrenzende Raum diente als Kammer bzw. Lagerraum (zur Küche wurde der Raum erst später).
Nicht nur die im 1. Obergeschoss angetroffene Bau- und Raumstruktur wiederholt sich im 2. Obergeschoss, auch die späteren Umbauten sind deutlich ablesbar, obwohl auf dieser Ebene mehr bauzeitliche Substanz beibehalten wurde. Dies betrifft neben der erhaltenen Trennwand zwischen Stube und Kammer auch die Zuordnung des heutigen Treppenhauses, da dessen ursprüngliche Funktion als ehemaliger Herdraum in diesem Fall deutlicher ablesbar ist.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
An der östlichen Außenwand sind Reste einer Fassadenmalerei aus den Jahren 1925/26 erhalten.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
Konstruktion/Material:
Unter Beibehaltung des bauzeitlichen Südgiebels wurde um das Jahr 1800 (d), gemeinsam mit der Trennwand zu Haus-Nr. 5, das heute vorhandene Dachwerk abgezimmert.
Errichtet wurde ein dreigeschossiges Satteldach, dessen Sparren in die oben erwähnten Stiche zapfen.
Das tragende Gerüst für die Sparrenpaare bilden stehende Quer- und Längsbünde im 1. und 2. Dachgeschoss, die mehr oder weniger wirksam durch kopfzonige Büge ausgesteift wurden.
So bestand zum Beispiel die Schwierigkeit den belassenen Giebel kraftschlüssig mit den neuen Rähmhölzern der Längsbünde zu verbinden, während infolge der zwischenzeitlich eingetretenen Verformung viele der Büge aus den Zapfenlöchern ausgewandert sind.
Bezogen auf seine Funktion diente auch das neue Dachwerk als Lagerraum, wobei das Lagergut über die oben erwähnten Aufzugsöffnungen eingebracht wurde.
In jüngster Zeit wurden im 2. Dachgeschoss neben einer neuen kräftigen Dielung moderne Dachlegefenster eingebaut.

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