Rathaus mit Kelter
ID:
108658499814
/
Datum:
04.11.2026
Datenbestand: Bauforschung
Datenbestand: Bauforschung
Objektdaten
| Straße: | Maulbronner Straße |
| Hausnummer: | 1 |
| Postleitzahl: | 75438 |
| Stadt-Teilort: | Knittlingen-Freundenstein |
|
|
|
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe |
| Kreis: | Enzkreis (Landkreis) |
| Wohnplatzschlüssel: | 8236033002 |
| Flurstücknummer: | keine |
| Historischer Straßenname: | keiner |
| Historische Gebäudenummer: | keine |
| Lage des Wohnplatzes: |
|
| Geo-Koordinaten: | 49,0305° nördliche Breite, 8,8224° östliche Länge |
Kartenansicht (OpenStreetMaps)
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Wohnhaus, Maulbronner Straße 11/1 (75438 Knittlingen)
Bauphasen
1. Bauphase:
(1565 - 1566)
(1565 - 1566)
Das Rathaus mit Kelter wurde um 1566 (1565/66 (d)) errichtet.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Kelter/ Trotte/ Torkel
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
2. Bauphase:
(1922 - 1923)
(1922 - 1923)
Um 1923 (1922/23 (d)) wurde der Bereich des Rathauses auf Kosten des Kelterraumes um eine Querzone nach Westen vergrößert.
Betroffene Gebäudeteile:
- Erdgeschoss
- Obergeschoss(e)
- Anbau
Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Kurzdokumentation
- Dendrochronologischer Bericht
Beschreibung
Umgebung, Lage:
Das untersuchte Objekt befindet sich in dem kleinen Dorf Freudenstein, das zur Stadt Knittlingen gehört und im Enzkreis liegt.
Lagedetail:
- Siedlung
- Dorf
Bauwerkstyp:
- Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
- Kelter/ Trotte/ Torkel
- Öffentliche Bauten/ herrschaftliche Einrichtungen
- Rathaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das in Fachwerkbauweise errichtete Gebäude ist giebelständig zur Maulbronner Straße und traufständig zur Kirchstraße orientiert. Während der als Rathaus genutzte Teil in Stockwerksbauweise abgezimmert wurde und über zwei Geschosse verfügt, ist der Kelterbereich als einstöckiges Traufgerüst abgebunden worden. Darüber befindet sich ein dreigeschossiges Satteldach, das über beidseitige Drittelwalme verfügt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Zonierung:
Das Gebäude ist in fünf Querzonen unterteilt, wovon lediglich die vorderste und am größten ausgebildete der Rathausnutzung vorbehalten war. Die übrigen vier Querzonen, die etwa 70 % der Gebäudefläche einnehmen, dienten als Kelter.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben
Konstruktionen
Konstruktionsdetail:
- Dachgerüst Grundsystem
- Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
- Dachform
- Satteldach mit Drittelwalm
- Dachgerüst, verstärkende Einbauten
- Hängewerk
- Holzgerüstbau
- allgemein
Konstruktion/Material:
Der in Stockwerksbauweise konstruierte Rathausbereich wurde in einer mäßig weiten Ständerstellung abgezimmert und ist zweifach verriegelt ausgeführt. Das Fachwerkgefüge wird durch zahlreiche, für die Zeit der Renaissance typische Zierelemente geprägt. Dabei handelt es sich um naturkrumme 2/3-Streben mit Kopfwinkelhölzern sowie Andreaskreuze und S-Streben, die geschweift und genast ausgeführt sind. Besondere Beachtung sollte den Knaggen der Giebelwand geschenkt werden, die eine hohe handwerkliche Qualität aufweisen und maßgeblich zur Außenwirkung des Gebäudes beitragen.
Die Fachwerkwände des einstöckig, eingeschossig konstruierten Kelterbereichs sind deutlich schlichter gestaltet und kommen ohne Zierelemente aus. Sie weisen hohe Bundständer auf, die auf einem Streifenfundament ablasten und über seitlich eingezapfte Schwellriegel verfügen. Die hohen Wandfelder werden durch eine zweifache Verriegelung unterteilt und durch lange Feldstreben ausgesteift.
Das Dachwerk wurde als quergebundenes Sparrendach abgezimmert und wird durch zwei Kehlbalkenlagen in drei Geschosse unterteilt. Es wird von einem liegenden Stuhlgerüst unterstützt, das im Bereich der Kelter mit einem Hängewerk kombiniert ist. Durch das Hängewerk, das die Bunddachbalken gegen Durchbiegung unterstützt, kommt der Basisstock ohne Stützen aus und konnte ungehindert zum Keltern genutzt werden.
Die Fachwerkwände des einstöckig, eingeschossig konstruierten Kelterbereichs sind deutlich schlichter gestaltet und kommen ohne Zierelemente aus. Sie weisen hohe Bundständer auf, die auf einem Streifenfundament ablasten und über seitlich eingezapfte Schwellriegel verfügen. Die hohen Wandfelder werden durch eine zweifache Verriegelung unterteilt und durch lange Feldstreben ausgesteift.
Das Dachwerk wurde als quergebundenes Sparrendach abgezimmert und wird durch zwei Kehlbalkenlagen in drei Geschosse unterteilt. Es wird von einem liegenden Stuhlgerüst unterstützt, das im Bereich der Kelter mit einem Hängewerk kombiniert ist. Durch das Hängewerk, das die Bunddachbalken gegen Durchbiegung unterstützt, kommt der Basisstock ohne Stützen aus und konnte ungehindert zum Keltern genutzt werden.




