Hauptstrasse 13 (Mosbach)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 107636450314  /  Datum: 10.12.2015
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Rebgasse
Hausnummer: 5/7/9
Postleitzahl: 79540
Stadt-Teilort: Lörrach-Stetten

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Lörrach (Landkreis)
Gemeinde: Lörrach
Wohnplatz: Lörrach
Wohnplatzschlüssel: 8336050008
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 47,6006° nördliche Breite, 7,6645° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

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Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Den Kern des parallel zum First geteilten und später in den Bereichen mehrfach veränderten und erweiterten Gebäudes bildet ein giebelständig zur Rebgasse ausgerichteter Massivbau.
Darauf ist ein stark gestörtes, aber in seinen Ausmaßen und in seiner Gesatltung klar zu beschreibendes Dachwerk erhalten. Es stammt aus dem Jahre 1439 (d) und datiert damit den Unterbau zumindest in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts.


1. Bauphase:
(1438 - 1439)
Abzimmerung des Dachwerkes (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

Besitzer

keine Angaben

Zugeordnetes Objekt

keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorsiche Kutzanalyse

Beschreibung

Umgebung, Lage:
keine Angaben
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
keine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Verwendete Materialien
    • Holz
Konstruktion/Material:
Den Kern des parallel zum First geteilten und später in den Bereichen mehrfach veränderten und erweiterten Gebäudes bildet ein giebelständig zur Rebgasse ausgerichteter Massivbau.
Darauf ist ein stark gestörtes, aber in seinen Ausmaßen und in seiner Gesataltung klar zu beschreibendes Dachwerk erhalten. Es stammt aus dem Jahre 1439 (d) und datiert damit den Unterbau zumindest in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Das tragende Gerüst des ganz in Eichenholz abgezimmerten Daches bilden drei innere Binderquerachsen. Sie sind prinzipiell gleich ausgeführt und bestehen aus drei dem Binderdachbalken aufgezapften Stuhlständern. Die Ständer tragen die First- und die beiden Stuhlpfetten. Erstere ist nicht mehr erhalten. Auf den Pfetten lagern die aufgenagelten Rofen.
Lediglich in den Binderquerachsen sind Sparrenpaare verbaut. Sie überblatten die zwei auf den Stuhlpfetten und Mauerhölzern aufgelegten Binderbalken. Zwischen den Binderquerachsen sind bis auf eine Ausnahme keine Kehlbalken verbaut.
Die Ausnahme bezieht sich auf den gassenseitigen Dachabschluss. Hier ist vor der ersten inneren Binderquerachse ein weiterer oberer Binderbalken verlegt. Er bildet die Gründungsebene für einen sogenannten Walmständer. In der Nähe seines Firstpunktes setzte ein Halbwalm an. Seine gassenseitigen Ständer waren dem massiven Giebel vorgestellt.
Anders am rückwärtigen Giebel. Hier ist der Rest eines Vollwalmes erhalten. Er setzte am First der letzten, wohl im 20. Jh. gekürzten Innenquerachse an.
Die Aussteifung des Dachwerkes erfolgte über die beiden Walme und über die Winkelsicherung des Gerüstes. In Querrichtung sind es hauptsächlich die vom Bundbalken bis zum Dachfirstständer aufsteigenden Scherbänder. In Firstrichtung übernahmen tief ansetzende Kopfbänder die Winkelsicherung. Bis auf zwei Hölzer sind sie heute alle verschwunden. Offensichtlich ein Grund für die Schiefstellung des Daches.
Aussagen zum ursprünglichen Bestand des Unterbaus sind z. Z. kaum möglich. Zum Kern gehören die massiven Umfassungswände. Aber schon bei der Einschätzung der firstparallelen, etwas seitlich zur Firstachse angeordneten Massivwand bestehen Unsicherheiten. Dies gilt auch hinsichtlich der massiven Mauerstrukturern innerhalb der modernisierten und nicht untersuchten Haushälfte.
Sicher ist, dass die gassenseitige Zone zu einem späteren Zeitpunkt umgreifend verändert wurde. Dies erfolgte wohl im 17. / 18.Jh. und bezog sich auf den Einbau der heute vorhandenen Vertikalstruktur.
Die Veränderung umfasst des Einbau einer Zwischendecke und damit die Ausführung einer zweiten Nutzungsebene darüber.
Dies beinhaltete die Zerschneidung der beiden vorderen Bundbalken. Vor dem Giebel wurde er vollständig entfernt und durch einen neuen, höher verlegten Balken ersetzt. Im Zuge der zweiten Binderquerachse wurde er lediglich im Bereich der neu angelegten Türe ausgeschnitten.
Bei diesen Veränderungen handelt es sich um den Einbau einer kleinen auf die gassenseitige Zone begrenzten Wohneinheit. In Anlehnung an die firstparallele Massivwand lag und liegt im EG die Küche, während daneben die Stube zu vermuten ist. Darüber liegen die in den Dachraum reichenden Kammern. Eine mit Kaminabdruck. Bis auf die späteren Erweiterungen und den modernen Wohnungseinbau im rückwärtigen Hausbereich ist kein weiterer Wohnbereich nachweisbar.
Ohne an dieser Stelle endeutige Belege anführen zu können, wird für den Kernbau eine ursprünglich rein wirtschaftliche Funktion angenommen. Dabei kommen in erster Linie Scheune oder Kelter in Betracht, wobei der Kelternutzung nicht zuletzt der Rebgasse wegen der Vorzug gegeben wird.

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