Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

Scheune

ID: 104201084418  /  Datum: 22.08.2026
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
Als PDF herunterladen:
Alle Inhalte dieser Seite: /

Objektdaten

Straße: Türkengasse
Hausnummer: 12
Postleitzahl: 74354
Stadt-Teilort: Besigheim

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8118007001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Durch Ihre Cookie-Auswahl haben Sie die Kartenansicht deaktiviert, die eigentlich hier angezeigt werden würde. Wenn Sie die Kartenansicht nutzen möchten, passen Sie bitte Ihre Cookie-Einstellungen unter Impressum & Datenschutzerklärung an.

Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Wohnhaus mit Scheune, Türkengasse 12

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabe

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1500 - 1599)
Vorgängerbebauung
Die massive Westwand einschließlich des Giebels und der darin eingebundenen Dachstuhlhölzer ist als Relikt einer nachmittelalterlichen Vorgängerbebauung erhalten geblieben. Vermutlich datiert sie ins 16. Jahrhundert. Es handelte sich dabei ebenfalls um eine Scheune mit einer Remise in der westlichen Querzone.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

2. Bauphase:
(1679 - 1680)
Im späten 17. Jahrhundert wurde die Scheune neu gebaut. Lediglich die massive Westwand des Vorgängerbaus blieb erhalten. Das Fälldatum der Hölzer ist Winter 1679/80 (d). Der Neubau wurde im Wesentlichen ohne Verbindungen an die massive Westwand angebaut. Lediglich die Längsrähme des Basisstocks greifen in die Westwand ein. Die neu gebaute Scheune hatte westlich einen Barn, mittig eine Tenne und östlich wohl eine Remise. Der Basisstock und das neue Dachwerk bestanden vollständig aus Fachwerk.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune

3. Bauphase:
(1800 - 1859)
Bauphase 19. Jahrhundert
Bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Scheune deutliche Setzungen und Neigungen in Richtung Osten erfahren. Vermutlich war das Fachwerk der Ostwand beschädigt. Daher wurde die Ostwand und der östliche Teil der Nordwand im Basisstock durch eine massive Mauer ersetzt. In diesem Zuge erfolgte auch der Umbau der östlichen Querzone von einer Remise in einen Stall mit deutlich niedrigerer Zwischendecke und einer weitgehend neuen Fachwerkwand im Querbund 2.
Dieser Umbau war spätestens 1859 abgeschlossen.
Im Querbund 3 wurde zudem die Barnwand des Basisstocks mit Ausnahme der Bundständer entfernt und in die westliche Querzone eine niedrige Zwischendecke eingefügt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Stallscheune

4. Bauphase:
(1900 - 1999)
Bauphase 20. Jahrhundert
Als letzte Baumaßnahme ist der Austausch des mittleren und des westlichen Teils der Fachwerksüdwand durch eine massive Wand aus HLZ-Ziegelsteinen zu erwähnen. Zudem erfolgte im 20. Jahrhundert eine neue Dacheindeckung anstelle der noch 1860 erwähnten Hohlziegeldeckung.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht der Scheune von Norden. Links das zugehörige Wohnhaus Türkengasse 12 / Scheune in 74354 Besigheim (August 2026 - Michael Hermann)
Abbildungsnachweis
Nordfassade
Die massive Wand in der linken Bildhälfte wurde für den Stalleinbau im 19. Jahrhunderts an Stelle einer Fachwerkwand mit Tor eingebaut. / Scheune in 74354 Besigheim (Michael Hermann, Heimerdingen.)
Abbildungsnachweis
Ostfassade
Die massive EG-Bruchsteinwand wurde im 19. Jahrhundert an Stelle einer Fachwerkwand eingebaut. Das Fachwerkgefüge im DG ist bauzeitlich erhalten, jedoch stark beschädigt. / Scheune in 74354 Besigheim (19.08.2026 - Michael Hermann, Heimerdingen.)
Abbildungsnachweis
Südostecke.
Das Fachwerkgefüge im DG ist stark beschädigt und teilweise bereits eingestürzt. Die Südwand ist in der östlichen Zone bauzeitlich erhalten. Daran schließt eine Mauer des 20. Jahrhunderts aus HLZ-Steinen an. / Scheune in 74354 Besigheim (19.08.2026 - Michael Hermann, Heimerdingen.)
Abbildungsnachweis
Stallfenster des 19. Jahrhunderts in der EG- Ostfassade. Horizontalschiebefenster. / Scheune in 74354 Besigheim (Michael Hermann, Heimerdingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrodatierung und Fotodokumentation

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Anwesen Türkengasse 12 liegt am östlichen Rand der historischen Kernstadt Besigheims. Es besteht aus einem Wohnhaus und der Scheune. Das Wohnhaus steht traufständig an der Südseite der Türkengasse, während die Scheune südlich zurückgesetzt vom Wohnhaus liegt. Es steht ebenfalls mittelbar traufständig zur Türkengasse. Östlich angrenzend an das Wohnhaus befand sich das ehemalige Innere Neckartor, das heute nicht mehr vorhanden ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Stallscheune
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Riegelbau mit Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Scheune ist in drei Querzonen und zwei Längszonen gegliedert. Der Basisstock ist in der westlichen und östlichen Querzone zweigeschossig unterteilt, in der mittleren Querzone hat er eine ungeteilte Tenne.
Der Dachstock ist zweigeschossig, wobei das 1. DG mit nur einer Längszone gegliedert ist. Der Dachstuhl ist in Querbund 2 und 3 als liegender Stuhl ausgeführt, während er am Ostgiebel und im Querbund 4 als stehender Stuhl ausgebildet ist. Die Westwand ist einschließlich des Giebels als massive Bruchsteinmauer aus Muschelkalk ausgeführt. Die anderen Umfassungswände sind teilweise massiv und teilweise als Fachwerk ausgeführt. Die Wand zwischen der mittigen Tenne und dem östlich anschließenden Stall ist ebenfalls aus Fachwerk.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die Scheune hat eine deutliche Setzung und Neigung in Richtung Osten und ist aktuell mit einer umfangreichen Stützvorrichtung am Ostgiebel versehen. Speziell im südöstlichen Bereich gibt es größere Feuchtigkeitsschäden bis ins EG hinab, die bereits zu Teileinstürzen geführt hat.
Bestand/Ausstattung:
An historischer Ausstattung sind lediglich die Heulochleiter und die Stalltür aus dem 19. Jahrhundert erwähnenswert.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
Konstruktion/Material:
keine Angaben

Quick-Response-Code

qrCode