Objekt(7162): Refektorium Refektorium

ID: 401314069118
Datum: 01.08.2008
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(7162): Refektorium Objektdaten

Straße: Bronnbach
Hausnummer: 9
Postleitzahl: 97877
Stadt: Bronnbach
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Main-Tauber-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Wertheim
Wohnplatz: Bronnbach
Wohnplatzschlüssel: 8128131005
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(7162): Refektorium Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Bauforschungehemaliges Zisterzienserkloster

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
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Objekt(7162): Refektorium Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(7162): Refektorium Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschungehemaliges Zisterzienserkloster (97877 Bronnbach, Bronnbach 19)
BauforschungOrangerie Bronnbach (97877 Wertheim - Bronnbach)
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Bauphasen(7162): Refektorium Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Refektorium entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. In der Barockzeit wurde es nach Süden verlängert und umgebaut.


1. Bauphase:
(1150 - 1250)
Hochmittelalter:
Nordwand des Refektoriums: In der Nordwestecke des Refektoriums ist ein quadratisches Fundament vorhanden. Über diesem muss sich ursprünglich ein Gewölbeauflager aus Basis, Säule und Kapitell befunden haben, ähnlich einem in der Nordostecke noch erhaltenen.
Weitere Fundamente oder Reste der zugehörigen Gewölbekonstruktion konnten in den südlich anschließenden Mauerwerken nicht beobachtet werden. Das Auflager in der Nordostecke zeigt ebenfalls nicht eindeutig, ob die Einwölbung des Reflektoriums in dieser Form jemals durchgeführt worden war.
Daraus folgt - als Hypothese: Das Refektorium war bis 1200 lediglich mit der Nordwand angelegt und ist erst später, ohne dem ursprünglichen Plan zu folgen, vollständig errichtet worden. In diesem Zusammenhang können eine Baufuge in der Westwand bzw. eine mögliche Baufuge in der Ostwand gehören. (gk)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1250 - 1500)
Mittelalter:
Errichtung des Refektoriums. Der ursprüngliche Westschluss ist im Fundamentbereich noch vorhanden. (Der Bau wurde erst in der Barockzeit um ca. 6m nach Süden verlängert.) Im Erdgeschossbereich der West- und Ostwand des Refektoriums sind noch aufgehende Teile des originalen Mauerwerks vorhanden.
Der ursprüngliche Fußboden, im Süden offenbar lediglich ein Lehmstrich, fiel nach Norden um ca. 60 cm ab.
In der Nordwestecke ist eine Tür vorhanden. Auf Schwellhöhe dieser Tür lag ein Plattenboden (nur noch als Negativabdruck festgestellt).
In Sondage 3 konnten Befunde (Feuerstelle?) angeschnitten werden, die in den anstehenden Boden eingetieft sind und wohl aus der Bauzeit des Refektoriums stammen.
Mittelalter/ frühe Neuzeit:
Die Tür in der Nordwestecke wird bis auf eine kleine Durchreiche vermauert. Das Fußbodenniveau bleibt unverändert. Veränderungen im Zuge der Umbauten 1409-11 (?)
(gk)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1575 - 1770)
Barockzeit:
Umbau des Refektoriums.
- Erweiterung nach Süden um ca. 6m.
- Einbau eines Gewölbes.
Von dem neu eingebauten Plattenboden konnten an verschiedenen Stellen Reste bzw. weitgehend vollständig das ehemalige Mörtelbett beobachtet werden. Der Boden wurde im Norden um ca. 30cm erhöht. Dagegen wurde im Süden das mittelalterliche Niveau beibehalten. Dadurch war ein geringes Süd-Nord-Gefälle von ca. 30cm erreicht.
Einbau der Treppenkonstruktion in der Nordostecke und vor der Tür zum Kreuzgang. Dabei sind alle älteren Befunde in diesem Bereich gestört worden.
Der nord-süd-gerichtete Kanal zur Brunnenkapelle bezieht sich auf das barocke Niveau. In diesem Kanal dürfte sich ehemals eine Druckleitung befunden haben. Der südliche Anschluss dieser Leitung konnte nicht beobachtet werden, bzw. ist durch jüngere Kanäle gestört.
Vor der Südwand wurde im Zusammenhang mit der barocken Erweiterung ein Abwasserkanal eingebaut. Er ist durch die West- bzw. Ostwand geführt und entwässert durch eine fallende Rinne in der Mauerstärke der Südwand auch das Außenwasser. (gk)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1900 - 1994)
Neuzeit:
- Einbau einer west-ost-gerichteten Trennwand.
- Türdurchbrüche in der West- und Ostwand.
- Verschiedene Entwässerungskanäle.
- Nochmalige Fußbodenerhöhung im nördlichen Bereich um ca. 25cm.

Brunnenkapelle:
In der Brunnenkapelle sind noch Reste der Bodenplatte eines mehreckigen Trogbrunnens vorhanden. Zu dieser Brunnenkonstruktion gehört offensichtlich eine Abwasserleitung, die durch die westliche Außenwand der Brunnenkapelle geführt ist. Die Leitung ist aus einem größeren Sandsteinblock herausgebohrt. Eine Serviceöffnung unmittelbar beim ehem. Brunnen erlaubt in dieser Form eine Verwendung als Druckleitung nicht.
Zu dieser Abwasserleitung gehört ein Fußboden aus Sandsteinplatten (ca. 15cm tiefer als der heutige), der noch in Resten angetroffen wurde. Auf diesem Boden liegt ein weiterer Fußboden aus Sandstein oder Backsteinen. (gk)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(7162): Refektorium Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Refektorium, Ostwand. / Refektorium in 97877 Bronnbach
Refektorium, nach Absenkung auf das barocke Niveau. Von Norden. / Refektorium in 97877 Bronnbach

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bericht über archäologische Sondagen im Refektorium und in der Brunnenkapelle des Klosters Bronnbach
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Beschreibung(7162): Refektorium Beschreibung

Umgebung, Lage: Das ehemalige Zisterzienserkloster befindet sich in Bronnbach. Noch heute teilt
sich das Klosterareal, optisch verstärkt durch die im 19. Jh.mitten durch das Klostergelände
geführte Taubertalstraße, in zwei Teile – einen nahe der Tauber gelegenen Wirtschaftsbereich mit Mühle, Viehställen und Scheunen sowie das etwas erhöht liegende Klosterareal mit der Kirche und den Klausurgebäuden.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): keine Angabenkeine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Innerhalb des Refektoriums sind verschiedene Fundamente erhalten, die einer Zeit vor 1200, vor der Errichtung des Refektoriums, zuzuordnen sind.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(7162): Refektorium Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben