Objekt(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche

ID: 291319089070
Datum: 12.03.2009
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Objektdaten

Straße: Pfarrgasse
Hausnummer: 11
Postleitzahl: 74354
Stadt: Besigheim
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Gemeinde: Besigheim
Wohnplatz: Besigheim
Wohnplatzschlüssel: 8118007001
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Umbauzuordnung

keinekeine
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Bauphasen(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Weihung der Kirche erfolgte im Jahr 1448.
Bedingt durch das stete Anwachsen der Gemeinde war ein entscheidender baulicher Eingriff der Durchbruch der zwei Seitenportale im Jahr 1791 und die Erhöhung des Daches und die damit einhergehende Erweiterung um eine Empore im Jahr 1847.
All das wurde 1966 im Sinne rekonstruktiver Maßnahmen rückgängig gemacht.


1. Bauphase:
(1279)
Erste urkundliche Erwähnung.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1448 - 1508)
Für das Langhaus gibt der noch immer an der Westfassade befindliche Inschriftenstein das Jahr der Chorweihung an, 1448. Ca. 65 Jahre nach dessen Fertigstellung wurde die Kirche vom Speyerer Bischof den Heiligen Martin, Nikolaus und Katharina geweiht; die Zuordnung des Heiligen Cyriakus als Schutzpatron ist seit 1484 überliefert.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ausstattungsgegenstände, Architekturglieder
    • Altar
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

3. Bauphase:
(1500 - 1791)
Im Jahr 1545 wurden Um- und Anbauten an Sakristei und Kapelle vorgenommen, jedoch betrafen die weiteren baulichen Veränderungen des 16. Jahrhunderts, soweit ersichtlich, einzig das Kircheninnere. Sie stehen im Zusammenhang mit den Folgen der Reformation, im Zuge derer die Besigheimer Kirche zur Predigtkirche mit Empore – zur so genannten Borkirche– umgewandelt wurde. Neben dieser prägte ein seit spätestens mit Kirchweihung bestehender Lettner, der dem französischen Einfall im Jahr 1693 anscheinend nicht wie vieles andere zum Opfer fiel, das Gesamtgefüge im Innern.
Seit 1601 befand sich das Orgelwerk auf dem Lettner. Es war zugänglich über eine kleine Tür, deren Gewände noch heute in der linken Scheidwand neben dem Chorportal ersichtlich ist. Sie war erreichbar über enen steinernen runden Treppenturm, der noch heute im Chor erhalten ist.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

4. Bauphase:
(1791 - 1795)
Einbruch von zwei das Hauptportal flankierenden Seitenportalen im Zuge des Anwachsens der Gemeinde im Jahr 1791.
Als vorerst letzte den äußeren Eindruck bis heute aber entscheidend prägende Maßnahme wurde im Jahr 1795 das ursprüngliche Zeltdach des Turmes durch eine niedrigere Welsche Haube, mit Kugel, Kreuz und Wetterhahn als Turmzier ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

5. Bauphase:
(1847 - 1966)
Im Jahr 1847 wurde eine Erhöhung des Langhauses vorgenommen, die den Einbau einer zweiten, die Süd-, West- und Nordseite umlaufenden Empore möglich machte. Für deren Belichtung sorgten nachträglich in die seitlichen Mauern, unterhalb der Traufe, in einer Linie mit den langen Maßwerkfenstern eingepasste Okuli. Ein wesentliches Merkmal dieser Veränderungen war die nunmehr flachere Dachneigung, die bislang dem spitzen Verlauf, des wenn auch wenig aber immer schon höheren Chordaches angepasst war; im Inneren wurde erneut eine Flachdecke eingezogen und die Rosette im Fassadengiebel geschlossen.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach

6. Bauphase:
(1966 - 2009)
Rekonstruktive Maßnahmen, die jene von 1847 negierten: entscheidend für den ursprünglichen äußeren Eindruck war die wieder dem Chordach angepasste steilere Neigung des Langhausdaches, sowie die Zumauerung der seitlichen Portaltüren und die Putzabnahme bis auf eine das Bruchsteinmauerwerk nicht länger leugnende Putzhaut. Auch wurde ein 1922 in die Nordwestecke der Kirche eingepasstes Gefallenendenkmal abgenommen und darauf verweisende Mauerbrüche kaschiert.

Die Flachdecke im Innern wurde entfernt und durch eine aus der Länge nach angebrachten Holzdielen bestehende Spitztonne ersetzt.

Auch wurden die Langhausfenster in ihrer Länge vereinheitlicht und an das umlaufendes Sohlbankgesims angepasst; die Okuli wurden geschlossen.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
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Besitzer(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Zugeordnetes Objekt

keineskeines
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Fotos

Querschnitt durch den Kirchensaal, erstellt von Prof. Heim im Jahr 1966; Blick auf den Hochaltar. Umbauplan. Quelle Amt für Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung und Umwelt Besigheim. / St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche in 74354 Besigheim
Längsschnitt durch die Kirche, erstellt von Prof. Heim im Jahr 1966. Umbauplan. Quelle Amt für Stadtentwicklung, Wohnungsbau, Wirtschaftsförderung und Umwelt Besigheim. / St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche in 74354 Besigheim

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
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Beschreibung(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Beschreibung

Umgebung, Lage: Die Besigheimer Stadtpfarrkirche befindet sich am oberen Bergsporn, benachbart zu dem sie an Höhe und Monumentalität zwar überragenden, ihr Mitwirken auf das malerische Gesamtbild der Stadt aber seit jeher jedoch nicht einschränkenden, so genannten Schochenturm. Im südöstlichen Anschluss befindet sich der Pfarrgarten, der von der inneren, steil abfallenden Befestigungsmauer eingegrenzt wird; im Norden schließt der ehemalige Kirchhof an, der sich heute als gepflasterter Platz präsentiert.
Lagedetail: keine Angabenkeine Angaben
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Pfarrkirche
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Einschiffige Saalkirche mit Satteldach, Einturmanlage, sowie einer Sakristei und per definitonem eingezogenem Chor im Nordosten errichtet wurde.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Längsrechteckiger Grundriss auf den im Nordosten die lang gezogene Apsis mit 3/8 Chorschluss folgt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Bedingt durch neuzeitliche Sanierungsarbeiten (1960-er Jahre) ist der Erhaltungszustand sehr gut.
Bestand/Ausstattung: Saal mit zwei Emporen, wovon die obere die große Orgel trägt.

Fresken an den Scheidwänden seitlich des rundbogigen Chorportals sowie an den Längsseiten des Chorraumes selbst; jeweils gotischer Manier.

Außergewöhnlich großer, aus Holz geschnitzer Hochaltar von herausragendem Erhaltungszustand, der dem Bad Uracher Meister zugeschrieben wird und zwischen 1520 und 1529 aufgestellt wurde. Die Höhe beträgt rund 13 m, die Breite, bei geschlossenen Flügeltüren, 4 m, bei geöffneten Türen 7 m.
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Konstruktionen(7414): St. Cyriakus, evangelische Pfarrkirche Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
    • Welsche Haube
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
  • Verwendete Materialien
    • Holz
    • Stein
Konstruktion/Material: Der gesamte Baukörper, Saal, Chor und Turm, wurde in Bruchsteinmauerwerk, geschlemmt, errichtet.