Objekt(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Stockwerk-Geschossgerüstbau

ID: 251221359364
Datum: 16.01.2006
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Objektdaten

Straße: Dorfstraße
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 72074
Stadt: Tübingen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Tübingen (Landkreis)
Gemeinde: Tübingen
Wohnplatz: Lustnau
Wohnplatzschlüssel: 8416041013
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungBebenhäuser Klosterhof (72074 Tübingen-Lustnau, Bebenhäuserstraße 15-29)
BauforschungBebenhäuser Klosterhof-Klosterscheune (72074 Tübingen-Lustnau, Bebenhäuser Straße 29)
BauforschungKleinbauernhaus (Scheunenteil) (72074 Tübingen-Lustnau, Dorfstr. 44)
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Bauphasen(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Eventuell war das Gebäude mit der Dorfstrasse 7 zusammen im Besitz des Lustnauer Ortsadels.


1. Bauphase:
(1430)
Bauerrichtung um 1430 (1429/30 d)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1460 - 1470)
Der erste nachweisliche Umbau des Gebäudes bestand im Teilabbruch des Hauses um/nach 1467 (1466/67 d) . Dabei wurde die beiden nördlichen Zonen abgebrochen und anschließend durch das heute noch weitgehend im Ursprungszustand erhaltene Gebäude Dorfstraße 7 ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1700 - 1750)
Umbau des Hauses 1.H.18.Jh. Der Umbau beinhaltete den Einbau des bestehenden, niedrigen Zwischengeschosses im östlichen EG-Schiff. Dazu wurde die bestehende Querbalkenlage über Ebene 0 eingezogen
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1750 - 1800)
Noch im Laufe des 18.Jh. erfolgte ein Umbau des Dachwerks, bei dem die Auskragung des Südgiebels aufgegeben wurde
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1800 - 1850)
Im frühen 19.Jh. wurden die hölzernen Außenwände des Unterbaus fast vollständig ersetzt.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Bauphase:
(1930)
Um 1930 erfolgte die Neugestaltung der im Nordosten des 1.OG gelegenen Stube. Dabei wurde das Wandtäfer aus Bauphase E abgenommen und durch Fensterbezogenes, brüstungshohes Täfer ersetzt. Zugleich erhielt der Raum seine bis heute erhaltene Putzdecke
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Bauphase:
(1968)
Von der Modernisierung des Gebäudes 1968 lag dem Verfasser das zugehörige Baugesuch vor. Damit ist es möglich einige der modernen Einbauten eindeutig zuzuordnen.
Zu den Veränderungen gehören im 1.OG die Trennwand zwischen Flur und südlichem Mittelzimmer, der WC-Einbau in sowie die massiv mit Betonsteinen ausgeführten Wände im UG/EG
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Lageplan (Vorlage Urkataster von 1822-33) / Stockwerk-Geschossgerüstbau in 72074 Tübingen, Lustnau
Südansicht / Stockwerk-Geschossgerüstbau in 72074 Tübingen, Lustnau

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische und Dendrochronologische Untersuchung
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Beschreibung(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Gebäude Dorfstraße 5 liegt am westlichen Rand des historischen Ortskerns von Lustnau, giebelständig an der Dorfstraße. Das in den Hang gebaute Gebäude ist an seiner Talseite westlich, südlich und östlich freigestellt. Nur an der nördlichen Bergseite grenzt es unmittelbar an das spätmittelalterliche Nachbarhaus Dorfstraße 7, dessen nördliche Schauseite in Richtung „Auf der Burg“ heute von einer aus dem 18./19.Jh. stammenden Scheune (Auf der Burg 1/1) verdeckt wird.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bei dem mittelalterliche Kernbau von Dorfstraße 5 handelt es sich um ein giebelständig zur Dorfstraße hin orientiertes Gebäude, das sich, obwohl in den nach Norden verhältnismäßig stark ansteigenden Untergrund gesetzt, ursprünglich über vier Zonen erstreckte.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Gemeinsam ist allen Konstruktionsebenen des Unterbaus die dreischiffige Unterteilung mit einem 3,1 m breiten westlichen, einem ebenso breiten mittlerem un einem 4,1 m breiten östlichen Schiff. Vier Quergebinde unterteilen das EG konstruktiv in eine etwa 5 m lange südliche und zwei kürzere nördliche Zonen. Nördlich mündeten die drei Schiffe im EG an vermutlich massiven Bauteilen: die beiden westlichen Schiffe an einem indirekt rekonstruierbaren Vorgängerbau, das östliche Schiff am bestehenden Gewölbekeller unter Dorfstraße 7. Im OG setzt sich die dreischiffige Gliederung des EG fort. Das Gerüst im OG weist heute zwei etwa gleich breite Zonen auf.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Im Unterbau als auch im Dachwerk das ursprüngliche Holzgerüst noch so umfangreich erhalten, dass eine weitgehende Rekonstruktion des Ursprungszustands möglich erscheint. Die ursprünglichen Wandfüllungen sind dagegen nur noch vereinzelt vorhanden, die meisten an der südlichen OG-Wand. Anhand von Stakungslöchern und keilförmigen Nuten sowie großen Bohlennuten sind jedoch einige ehemalige Wände indirekt belegt.
Bestand/Ausstattung: Zwei Stuben lassen sich nachweisen.
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Konstruktionen(108): Stockwerk-Geschossgerüstbau Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
Konstruktion/Material: Bei dem Kernbau handelt es sich um einen zweigeschossigen Stockwerk-Geschossgerüstbau mit dreigeschossigem Satteldach: während die mittleren Querachsen in Geschossgerüstbauweise mit zweigeschossig durchlaufenden Bundständern abgezimmert sind, weist die südliche Giebelseite zur Bildung einer Vorkragung des OG eine stockwerkweise Abzimmerung auf.
Sämtliche Schräghölzer des Kernbaus sind bzw. waren nach Aussage entsprechender Blattsassen beidendig verblattet ausgeführt.
Die meisten Wände waren – soweit erkennbar – einfach verriegelt. Die Gefachfüllungen bestanden aus Lehmflechtwerk mit kräftigen, am oberen Ende in Bohrlöcher, am Fußpunkt in Keilnuten eingeschobene Staken. Die Stubenwände wurden wie in der Region für die Bauzeit üblich aus liegenden Bohlen gebildet, von denen heute jedoch nur noch Nuten in den Bundständern zeugen.