Objekt(617): Wohnhaus mit Scheune Wohnhaus mit Scheune

ID: 161213409273
Datum: 25.09.2007
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(617): Wohnhaus mit Scheune Objektdaten

Straße: Bachweg
Hausnummer: 25
Postleitzahl: 72160
Stadt: Horb am Neckar, Untertalheim
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Freudenstadt (Landkreis)
Gemeinde: Horb am Neckar
Wohnplatz: Untertalheim
Wohnplatzschlüssel: 8237040062
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(617): Wohnhaus mit Scheune Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(617): Wohnhaus mit Scheune Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(617): Wohnhaus mit Scheune Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keinekeine
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Bauphasen(617): Wohnhaus mit Scheune Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Entgegen dem ersten Augenschein stammt die Grundsubstanz des Hauses nicht von einer einheitlich abgebundenen Konstruktion. Einheitlich abgebunden und später nicht mehr grundsätzlich verändert ist nur das Dachwerk, aus dem zwei Hölzer auf Winter 1797/98d datiert werden konnten. Das Wohngeschoss hat hingegen mindestens zweimal grundlegende Eingriffe in Substanz und Struktur erfahren, von denen der frühere, offenbar hauptsächlich die Umfassungswände betreffend, in die Zeit um 1816d zu setzten ist. Kaum zeitlich einordnen lässt sich das Mauerwerk der Wände im Untergeschoss.
Leider ist aus keiner Bauperiode genug Substanz erhalten, um die jeweilige Grundrissgestalt rekonstruieren zu können.


1. Bauphase:
(1798)
Eine dendrochronologische Untersuchung ergab ein Baujahr des Gebäudes (Probe aus dem Dachwerk) im Jahr 1798 (d, Winterfällung 1797/98).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl

2. Bauphase:
(1816)
Nur knapp 20 Jahre nach dem Erbauen, im Jahr 1816, wurden die Außenwände sukzessive erneuert (d, Winterfällung 1815/16).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1850 - 1900)
Umstrukturierung des Grundrisse, zeitlich nicht genauer belegbar ist eine Umbauphase in der der heutige Zustand des Gebäudes hergestellt wurde.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
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Besitzer(617): Wohnhaus mit Scheune Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Ansicht Nord-Ost / Wohnhaus mit Scheune in 72160 Horb am Neckar, Untertalheim
Bauphasenplan Erdgeschoss / Wohnhaus mit Scheune in 72160 Horb am Neckar, Untertalheim

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Abbruchdokumentation des Wohnhauses
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Beschreibung(617): Wohnhaus mit Scheune Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Wohnhaus mit integriertem Wirtschaftsteil liegt mit nord-südlicher Firstrichtung am recht steilen Nordhang eines tief eingeschnittenen Bachtales. Unterhalb, d.h. südlich fließt in geringem Abstand der Bach vorbei. In den drei übrigen Richtungen ist das Haus von weiteren Anwesen mit meist unregelmäßig gruppierter Bebauung umgeben, die sich nach Norden den Hang hinauf staffelt. Unmittelbare Nachbarbebauung, getrennt nur durch einen schmalen Bauwich, schließt sich aber nur im Osten an das Haus an, während im Norden und Süden Straßen bzw. Wege vorbeiführen und im Westen ein kleiner Hausgarten liegt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Die Hanglage bedingt, dass der Keller des eingeschossigen Hauses im Süden als ebenerdiges Untergeschoss erscheint, dass den Wirtschaftsteil (Stall, Scheunentenne) aufnimmt. Die Grundfläche des von Norden her zugänglichen Wohngeschosses beträgt ca. 14.5m auf 7m. Im südlichen Drittel wurde die westliche Traufwand in neuerer Zeit um 1.2m herausgerückt, um den dahinter liegenden Wohnraum zu vergrößern. Der östlichen Traufseite ist im Wohngeschoss ein Aborterker vorgebaut. Das zweigeschossig unterteilte, mit 56° Neigung recht steile Satteldach ist über den Erker wie über den Ausbau auf der Westseite abgeschleppt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Grundriss des Wohngeschosses wird durch eine exakte in der Mitte durch das ganze Haus laufende Längswand in zwei Schiffe geteilt, während die unregelmäßig verteilten Querwände keine klare Zonengliederung ergeben. Die Haustür in der Nordfassade führt in einen nur 0.9m breiten Längsflur westlich der Mittellängswand, der beidseitig von einem gleich tiefen Raum flankiert wird. Im Süden mündet der Flur nach 4.5m in einen dritten Wohnraum, an den sich nach Süden ein weiterer, bis zur Südwand reichender anschließt. Vor seinem südlichen Ende steht der Flur über eine dreieckige Zwickelfläche mit dem Treppenhaus im östlichen Schiff in Verbindung. Vom Treppenhaus ist auch der Aborterker zugänglich. Nach Süden schließt sich der Luftraum über der Tenne im Untergeschoss an.
Das Untergeschoss ist in seiner Grundstruktur ähnlich wie das Wohngeschoss aufgeteilt.
Das Dach wird in beiden Geschossen durch eine Querwand geteilt, die über der Wand zwischen Treppenhaus und Tenne steht.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: Haustür, Fensterflügel und Klappläden gehören verschiedenen Ausbauphasen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts an.
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Konstruktionen(617): Wohnhaus mit Scheune Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Mischbau
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
Konstruktion/Material: Das massive Mauerwerk des Untergeschosses liegt an den beiden nur teilweise aus dem Boden ragenden Längsseiten frei. Das Wohngeschoss und das Dachwerk zeigen freiliegendes Fachwerkgefüge und sehr schadhaften Gefachputz, unter dem an vielen Stellen die Bruchsteinausmauerung zutage tritt.
Das Dach ist als Sparrendach mit einer Kehlbalkenlage konstruiert. Die Kehlbalken werden von einem doppelten stehenden Stuhl unterstützt. Von den vier Bindern sind drei in Querwände integriert. die vierte steht frei in der südlichen Hälfte des ersten Dachgeschosses. Die Längsaussteifung erfolgt durch halbhohe Kopfstreben zwischen den Stuhlsäulen und den Stuhlrähmen.