Siedlung Rotenbergstraße
Bauforschung
Objektdaten
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Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Die Siedlung Rotenbergstraße ist im Kontext zahlreicher Kleinwohnung-Siedlungen nach dem Ersten Weltkrieg entstanden. Sie spiegelt die dringende Notwendigkeit dieser Zeit wider, in der möglichst kostengünstig Wohnraum für möglichst viele Menschen geschaffen werden sollte. Dennoch wurden bei all diesen Kleinwohnung-Siedlung die Bedürfnisse nach Freiraum und Ruhezonen im Außenbereich nicht vernachlässigt. |
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1. Bauphase:
(1918 - 1920) |
Auf August 1918 datieren die ersten Baugesuchspläne von Eugen Steigleder für die Siedlung Rotenbergstraße. Da Eugen Steigleder in einer Bürogemeinschaft mit Albert Eitel arbeitete ist auch verständlich, dass Eugen Steigleder zahlreiche Ideen und Erfahrungen von Eitel aufgriff und in seinen Entwurf für die Siedlung Rotenbergstraße einfließen ließ. Vom März 1919 liegen Baugesuche für jedes einzelne Reihenhaus vor. Die eigentliche Bauausführung der Siedlung erfolgte schließlich in den Jahren 1919 und 1920. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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2. Bauphase:
(1948 - 1952) |
In Folge von Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs wurden ab 1948 die beschädigten bzw. zerstörten Gebäude saniert bzw. wiederaufgebaut. Vom Mai 1948 liegt ein Baugesuch für Instandsetzungsmaßnahmen am Gebäude Rotenbergstraße 65 vor. Neben zumeist kleineren baulichen Eingriffen in den Vollgeschossen wurde dabei der gesamte Dachstock neu aufgerichtet. Vom März 1950 liegt ein Baugesuch für den Wiederaufbau der Gebäude 65A und 67A vor. Dabei wurde die gesamte westliche Hälfte des nördlichen Reihenhauses 65A-71A - mit den vorspringenden Eckhäusern - neu erbaut. Noch heute ist dieser Neubau an den andersartigen Haustürgewänden und am rechtwinkligen Eckhaus zu erkennen. Die gravierendste Zerstörung erlitt allerdings der östliche Flügel entlang der Ostendstraße. Dieses Gebäude (Hausnr. 77-81B) wurde weitestgehend zerstört und 1952 mit anderer Grundrissgliederung und einem Geschoss mehr als zuvor neu erbaut. Die Pläne für den Wiederaufbau des Gebäudes 77-81B stammen von dem Stuttgarter Regierungsbaumeister Rudolf Burkhard. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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3. Bauphase:
(1977 - 1978) |
Erhebliche Modernisierungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1977-1978 an den Gebäuden der Siedlung Rotenbergstraße durchgeführt. In allen Wohnungen wurden zeitgemäße Badezimmer eingerichtet, wodurch die ehemaligen Veranden verschwanden. Zudem wurden nahezu alle Innentüren sowie alle Fenster erneuert. Im Zuge dieser Maßnahmen wurden auch ganz allgemein die Oberflächen (Böden, Wände, Decken) erneuert, so dass von der ehemaligen Ausstattung in den Wohnungen nichts mehr zu sehen ist. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Dokumentation mit archivalischen Forschungen und Erstellung von Bauphasenplänen
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Die Siedlung Rotenbergstraße liegt in Stuttgart-Ost und grenzt nördlich unmittelbar an den Bergfriedhof an. Die aus insgesamt acht Reihenhäusern bestehende Siedlung ist um einen Innenhof in Form einer offenen Blockrandbebauung gruppiert. Östlich der Siedlung verläuft die Ostendstraße in Nord-Süd-Richtung. Südlich verläuft die Rotenbergstraße, welche die Siedlung von der gegenüber liegenden Siedlung Ostheim trennt. Die Siedlung Rotenbergstraße umfasst die Hausnummern: 55, 57, 59, 61, 61A, 63, 63A, 65, 65A, 67, 67A, 69, 69A, 71, 71A, 73, 73A, 75, 75A, 77, 79, 81A, 81B. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Die Siedlung Rotenbergstraße besteht aus achten Reihenhäusern, die symmetrisch um einen Innenhof gruppiert sind. Auf der Südseite, zur Rotenbergstraße hin, steht mittig ein 16 Fensterachsen aufweisendes, dreigeschossiges Reihenhaus. Rechts und links wird dieses Gebäude jeweils von einem kleineren, nur sechs Fensterachsen aufweisenden Reihenhaus gleicher Höhe flankiert. An der Nordseite der Siedlung wird die dreiteilige Gebäudeanordnung wiederholt. Jedoch sind die nördlichen Gebäude aufgrund der ansteigenden Hanglage nur zweigeschossig ausgebildet. Der zentrale, 16-achsige Baukörper hebt sich zudem durch pavillonartig vorspringende Eckhäuser hervor. Östlich und westlich wird der Innenhof schließlich durch zwölfachsige Reihenhäuser abgeschlossen. Zwischen den einzelnen Gebäuden verlaufen Hofdurchgänge, die den Innenhof allseitig erschließen. Diese Durchgänge war ursprünglich überall durch Rundbogentore akzentuiert, von denen heute allerdings nur noch die straßenseitigen vorhanden sind. Ursprünglich wurden 141 Wohnungen geschaffen, wobei fast ausschließlich nur ein Grundrisstypus zur Anwendung kam. Vorwiegend besitzen die einzelnen Gebäude ein mittig stehendes Treppenhaus, von welchem aus in jeder Etage zwei Wohnungen erschlossen werden. Zunächst folgt ein kleiner Flur, der zwei Zimmer, die Wohnküche und ein WC erschließt. Von der Wohnküche aus konnte man ursprünglich eine Veranda betreten, welche heute ausnahmslos zu Badezimmern umgebaut wurde. Nur die vorspringenden Eckhäuser bei Hausnr. 65A und 71A sowie die Wohnungen im 1952 wiederaufgebauten Reihenhaus Hausnr. 77-81B zeigen geringfügig andere Grundrissstrukturen. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: |
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| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): |
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| Bestand / Ausstattung: | An einstiger Ausstattung, die wohl ohnehin nie sonderlich prächtig gewesen sein dürfte, hat sich neben den Treppenhäusern und Hauseingängen leider nur sehr wenig erhalten. Dennoch ist die Grundstruktur der Siedlung, das äußere Erscheinungsbild sowie die Konstruktion und Grundrissgliederung der bauzeitlichen Gebäude noch weitestgehend im Original überliefert. |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
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