Objekt(9709): Ottilienkapelle Ottilienkapelle

ID: 117567914820
Datum: 24.06.2014
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(9709): Ottilienkapelle Objektdaten

Straße: Ottilienberg
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 75031
Stadt: Eppingen
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Heilbronn (Landkreis)
Gemeinde: Eppingen
Wohnplatz: Ottilienberg
Wohnplatzschlüssel: 8125026013
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Geo-Koordinaten: 49,1154° nördliche Breite, 8,9310° östliche Länge
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(9709): Ottilienkapelle Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabekeine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: RestaurierungEinfriedungsmauer der Ottilienkapelle
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Objekt(9709): Ottilienkapelle Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(9709): Ottilienkapelle Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

RestaurierungEinfriedungsmauer der Ottilienkapelle (75031 Eppingen, Ottilienberg 2)
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Bauphasen(9709): Ottilienkapelle Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Ottilienkapelle auf dem Ottilienberg nahe Eppingen im Landkreis Heilbronn wurde vom Adelsgeschlecht von Gemmingen gestiftet und laut Bauinschrift begann die Errichtung der ehemaligen Wallfahrtskirche im Jahre 1473. Eine Kopie dieser Tafel findet sich an der nördlichen Seite des Chores. Das Original der Bautafel kann im Stadtmuseum Eppingen besichtigt werden. Das Gebäude erfuhr in den Wirren des 30-jährigen Krieges schwere Beschädigungen. Dabei wurde ein Großteil des Langhauses zerstört. Im 19. Jahrhundert wurde der Ottilienberg zu einem beliebten Ausflugsziel. 1945, kurz vor Kriegsende, wurde die Kappelle beschossen und brannte aus. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Kapelle notdürftig saniert und erhielt einen Treppenturm an der Nordseite.


1. Bauphase:
(1473)
Baubeginn der Kapelle 1473 (a)
Bautafel (Kopie) mit Inschrift der Jahreszahl 1473 am Chor belegt Beginn der Bauphase
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Anbau
  • Ausstattung
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Zeltdach/Pyramidendach/-helm
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • Buckelquader
    • Quader
    • Werkstein
  • Verwendete Materialien
    • Eisen
    • Glas
    • Holz
    • Putz
    • Stein
    • Ziegel
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Besitzer(9709): Ottilienkapelle Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(9709): Ottilienkapelle Zugeordnetes Objekt

Restaurierung (Archiv)Wallfahrtskapelle St. Ottilien, Teilruine (Eppingen, Ottilienberg 1)
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Fotos

Ansicht der Ottilienkapelle von Nordost / Ottilienkapelle in 75031 Eppingen, Ottilienberg (22.10.2013 - strebewer. Riegler Läpple, Partnerschaft Diplom-Ingenieure)
Ehemaliges Hauptportal an der Westseite der Überreste des Langhauses / Ottilienkapelle in 75031 Eppingen, Ottilienberg (20.11.2013 - strrebewerk. Riegler Läpple, Partnerschaft Diplom-Ingenieure)

Ansicht der Ottilienkapelle von Südwest mit Einfriedungsmauer, Westportal und Turm / Ottilienkapelle in 75031 Eppingen, Ottilienberg (14.01.2014 - strebewerk. Riegler Läpple, Partnerschaft Diplom-Ingenieure)
Aufnahme des Sterngewölbes im Chorbereich / Ottilienkapelle in 75031 Eppingen, Ottilienberg (30.10.2013 - strebewerk. Riegler Läpple, Partnerschaft Diplom-Ingenieure)
Gotischr Spitzbogen mit Maßwerkfenster an der Nordostseite des Chores / Ottilienkapelle in 75031 Eppingen, Ottilienberg (30.10.2013 - strebewerk. Riegler Läpple, Partnerschaft Diplom-Ingenieure)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensgutachten und Maßnahmenkonzept zur Restaurierung/Konservierung der Natusteinoberflächen
  • Schadensbericht und Maßnahmenkonzept
  • Befunduntersuchung
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Beschreibung(9709): Ottilienkapelle Beschreibung

Umgebung, Lage: Der Ottilienberg befindet sich ca. drei Kilometer südöstlich von Eppingen, welches auf halber Strecke zwischen Heilbronn und Bruchsal liegt. Die 310 Meter hohe Erhebung ist umgeben vom Hardtwald. Die gerodete, etwa zwei Hektar große Kuppe des Ottilienbergs ist ein landschaftlich markanter, ovaler Berg aus Schilfsandstein der Keuper-Formation.
Auf dem Gelände der Kapelle finden sich die Überreste des Langhauses sowie des dazugehörigen Portals und ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude, das heute von einem ansässigen Wanderverein genutzt wird. Das Areal rund um die Kapelle ist von einer Einfriedungsmauer umgeben.
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Die Kirche zeigt sich als einschiffiger Kirchenbau der europäischen Gotik. Die Profilierungen der Werksteine, der Maßwerkfenster, der Spitzbögen sowie das Sterngewölbe im Chor geben, neben der Inschrift der Bautafel, Hinweis darauf.
Durch die Zerstörung der Kirche während des 30-jährigen Krieges, klafft eine große Lücke zwischen Chor und den Überresten des Langhauses. Der ehemalige Durchgang vom Chor zum Langhaus bildet nun den Eingang der Kapelle. Unterhalb der Westseite des Turmschaftes ist der ehemalige Anschluss des Langhausesdaches an den Turm deutlich zu erkennen.
Der aus Schilfsandstein bestehende Schaft des Turmes trägt ein mit Schieferplatten gedecktes Zeltdach. Die Kapelle besitzt ein Satteldach, das nach Osten dem Grundriss des Chores entsprechend abschließt. Die Sakristei stößt mit ihrem ziegelgedeckten Pultdach an die Kapellenwand.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Grundriss der Kapelle weist ebenfalls eine gotische Formensprache auf. Das einschiffige Langhaus erstreckt sich von West nach Ost.
Durch die Zerstörung des Langhauses im 30-jährigen Krieg, wurden Chor, Turm und Sakristei vom Hauptportal getrennt, sodass das Joch vor dem Chor zum Haupteingang der Kapelle wurde.
Im Süden schließt die Sakristei an das abschließende Joch des Langhauses vor dem polygonalen 5/8-Schluss des Chores an.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Die Dachhaut ist in weiten Teilen schadhaft. Ungenügende Dachüberstände und fehlende Regenrinnen begünstigen die Schäden durch Feuchtigkeit am Mauerwerk zusätzlich. Die Gläser der Maßwerkfenster sind ebenfalls beschädigt.
An den Natursteinflächen im Außenbereich lassen sich mehrere Schadensbilder erfassen. Im Sockelbereich der Kapelle liegen Rückwitterungen und Fehlstellen vor, am Chor abschuppende Werksteine sowie Risse in den Fassadenflächen aus Naturstein. Weiterhin sind auch ein Großteil der Fugen schadhaft oder offen.
Bestand/Ausstattung: Die Ottilienkapelle verfügt über einen großen Bestand bauzeitlicher Natursteinoberflächen.
Dieser erstreckt sich von der Fassade, über das Portal, bis hin zum Sterngewölbe im Chor. Diese Befunde erfordern ein Sanierungskonzept, das ein konservatorisches Vorgehen erfordert, um die Erhaltung der historischen Bausubstanz zu sichern.
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Konstruktionen(9709): Ottilienkapelle Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Mischbau
    • Außenwand aus Stein
    • Fassade aus Naturstein
    • Innenwand aus Stein
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
    • hammerrechtes Schichtenmauerwerk
    • Quader
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Der konstruktive Aufbau der Ottilienkapelle gliedert sich in Stein- und Holzbau. Der gesamte Wandaufbau ist in massivem Natursteinmauerwerk erbaut. Bruchsteinmauerwerk und Werksteine finden sich in der Fassade. In Bereichen des Chores, des ehemaligen Hauptportales sowie im Innenbereich und an der Langhausfassade finden sich handwerklich bearbeitete Werksteine. Die Mauerflächen sind als Bruchstein- oder Quadermauerwerk errichtet. Die Dachkonstruktion des Turmes ist als schiefergedecktes Zeltdach errichtet worden. Im Innenraum des Chores fängt ein Sterngewölbe die Lasten ab.
Als Hauptbaumaterial lässt sich vor allem der noch immer im Abbau befindliche, grünliche Mühlbacher Schilfsandstein nachweisen, der durch seine starke Schichtung (Lagerung) auffällt.