Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Burgruine Dietfurt (Mauerwerk) (Flstnr. 1-9/1, 1-9/2)

ID: 176734271918  /  Datum: 23.10.2019
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: keine
Hausnummer: keine
Postleitzahl: 72514
Stadt-Teilort: Inzigkofen-Dietfurth

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437059002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,0782° nördliche Breite, 9,1392° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Eine erstmalige Erwähnung der Burg Dietfurt ist aus dem Jahr 1274 überliefert. 1468 wird beim Schutz-und Trutzbündnis des Hochadels gegen die Rauf- und Fehdelust mancher Edelleute Dietfurth als feste Burg bezeichnet. 1534 geht nach dem Aussterben der Grafen von Werdegang die Burg an das Haus Fürstenberg über. Bereits 1593 wird die Burg als Ruine bezeichnet. Ab 1806 befindet sich die Burg im Besitz der Hohenzollern-Sigmaringen. 1924 erwirbt der Neutempler- Orden die Ruine. 1928/ 29 erfolgt der Ausbau der Höhle zum Sakralraum. Seit 2005 gehen Burg und Burghöhle in den Besitz der Bergwacht Sigmaringen, die in der Folge die Anlage sicherung und renovieren.


1. Bauphase:
(1468)
Beim Schutz-und Trutzbündnis des Hochadels gegen die Rauf- und Fehdelust mancher Edelleute wird Dietfurth als feste Burg bezeichnet. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Burganlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Burg, allgemein

2. Bauphase:
(1534)
Nach dem Aussterben der Grafen von Werdenberg Übergang an das Haus Fürstenberg (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1806)
Übergang an Hohenzollern-Sigmaringen (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1924 - 1933)
Erwerb der Ruine durch die "Neutempler". (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

5. Bauphase:
(1928 - 1929)
Ausbau der Höhle zum Sakralraum. (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1933)
Verbot der "Neutempler" (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

7. Bauphase:
(1959)
Die Bergwacht Sigmaringen wird Pächter (a)
Betroffene Gebäudeteile:
keine

8. Bauphase:
(2005)
Bergwacht Sigmaringen wird Eigentümer, sichert und renoviert das Gelände mit Burg und Höhle.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

keine

Zugeordnete Dokumentationen

  • Schadensbeschreibung östliche Ringmauer

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Burgruine liegt in erhöhter Lage auf einem freistehenden Felsen westlich des Weilers Dietfurt bzw. südlich der Donau. Etwas unterhalb befindet sich die Burghöhle Dietfurt.
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
keine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Als sichtbarer Rest erhebt sich auf dem Felsen der ehem. Bergfried der Burganlage; das Mauerwerk zeigt kleine schießschartenartige Öffnungen zu allen vier Seiten des Mauerwerks..

Die Burghöhle durchquert als Durchgangshöhle den Kalkfelsen und besitzt auf beiden Seiten ein Portal.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Mauerabschnitt A
Im unteren Bereich des etwa 6 m langen Mauerstücks hat sich bis etwa zur halben Wandhöhe hinauf die historische Mauerschale noch umfangreich erhalten. Lediglich an einzelnen Stellen sind die Schalensteine ausgebrochen. Fast vollständig ausgewittert ist hingegen der historische Fugenmörtel, so dass die Steine momentan fast nur noch trocken aufeinandergeschichtet sind.
Im oberen Wandbereich fehlt die historische Mauerschale praktisch vollständig. Hier liegt das historische Kernmauerwerk ungeschützt zutage. Der Mauermörtel ist stark verwittert, der Steinverband deshalb stark aufgelöst und in den Kronenbereichen desolat.

Mauerabschnitt B
Bei diesem etwa 6 m langen, gut 3,5 m hohen Mauerstück fehlt die historische Mauerschale vollständig. Das Kernmauerwerk liegt über die ganze Mauerfläche offen zutage. Der Mauermörtel ist teilweise noch hart und fest, in größeren Partien aber auch stark verwittert. Einzelne größere Steine sowie einige Kernmauerwerkspartien stehen weit und frei vor und sind vom Absturz bedroht.

Mauerabschnitt C
Bei diesem etwa 30 m langen, stellenweise noch bis zu 4 m hohen Mauerstück, das sich unmittelbar nördlich an den 2009 gesicherten mittleren Abschnitt der östlichen Ringmauer anschließt, fehlt die historische Mauerschale vollständig. Das Kernmauerwerk liegt über die ganze Mauerfläche offen zutage. Im Kernmauerwerk bestehen mehrere große und tiefe Ausbrüche und der Kronenbereich der Mauer ist ebenfalls sehr stark und unterschiedlich tief ausgebrochen. Der Mauermörtel ist etwa im halben Teil der Mauerfläche noch hart und fest, in den anderen etwa hälftigen Partien hingegen teils sehr stark bis vollständig verwittert, so dass die Steine des Kernmauerwerks in vielen Bereichen nur noch lose aufeinander liegen. Einige Einzelsteine und einige Kernmauerwerkspartien stehen weit und frei vor, so dass ihr Absturz zu befürchten ist. Insbesondere im südlichen Wandteil (im Anschluss an die bereits gesicherten Partien) ist der obere Mauerteil stark unterhöhlt.

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