Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus

ID: 174898884414  /  Datum: 12.02.2022
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Denkendorfer Weg
Hausnummer: 23
Postleitzahl: 72622
Stadt-Teilort: Nürtingen-Oberensingen

Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Esslingen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8116049005
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Wohnstallhaus (72622 Nürtingen-Oberensingen, Denkendorfer Weg 4)

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die dendrochronologische Altersbestimmung belegt, dass die Bauhölzer des Gebäudes im Winter 1484/85 gefällt wurden. Somit darf von einer Erbauung des Gebäudes im Jahr 1485 (d) ausgegangen werden.


1. Bauphase:
(1485)
Erbauung des Gebäudes um das Jahr 1485.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

Besitzer

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht des Gebäudes von Südosten (2021) / Wohnhaus in 72622 Nürtingen-Oberensingen (08.06.2021 - Markus Numberger, Esslingen)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Altersbestimmung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude steht am nördlichen Rand des historischen Ortskerns von Oberensingen. Ursprünglich bildete das Wohnhaus zusammen mit der westlich dazu liegenden
Scheune ein relativ solitär stehendes Winkelgehöft.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein giebelständiges, eingeschossiges Wohnhaus mit sehr hoher, massiv gemauerter Sockelzone. Darüber erhebt sich ein verputztes Fachwerk-Erdgeschoss, welches an der südlichen Traufseite über eine zweiläufige Freitreppe erschlossen wird. Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen unter einem Satteldach mit östlichem Krüppelwalm ab. Am Westgiebel konnte nun auch ein ehemaliger Krüppelwalm nachgewiesen werden, der inzwischen aber entfernt wurde.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Rahmen dieser Untersuchung wurde nur eine dendrochronologische Altersbestimmung vorgenommen. Detaillierte Aussagen zur Bau- und Nutzungsstruktur sowie zur Besitzgeschichte können daher an dieser Stelle nicht gemacht werden. Anhand älterer Bestandspläne lässt sich jedoch die historische Grundrissgliederung deutlich erkennen. Es handelt sich in allen Geschossen um zwei Längs- und drei Querzonen, wobei die mittlere, schmälere Querzone den Flur bzw. die Treppenerschließung aufnimmt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
keine Angaben
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Flechtwerk
  • Decken
    • Balkendecke
    • untergezogene gewölbte Balken-Bretter-Decke
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Dachform
    • Krüppelwalmdach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
Konstruktion/Material:
Über einem hohen, massiven Sockel erhebt sich ein in Fachwerkbauweise errichtetes Erdgeschoss. Ob der Sockel ehemals einen Keller aufnahm, ließ sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht feststellen. Im erhöht liegenden Erdgeschoss befindet sich in der südöstlichen Gebäudeecke die ehemalige Wohnstube. Hier hat sich eine bauzeitliche gewölbte Balken-Bretter-Decke erhalten.
Das Dachtragwerk wurde im 1. Dachgeschoss als zweifach stehende Stuhlkonstruktion errichtet. Die Queraussteifung erfolgt über Steigbänder, die an die Stuhlständer angeblattet wurden. Leider war das 1. Dachgeschoss zum Zeitpunkt der Untersuchung komplett zu Wohnzwecken ausgebaut, so dass nur über Sondagen kleine Einblicke auf die historische Konstruktion möglich waren. Im 2. Dachgeschoss verlaufen lediglich die Sparrenpaare. Hier ist am Ostgiebel nach wie vor ein bauzeitlicher Krüppelwalm vorhanden. Am Westgiebel befand sich ehemals ebenfalls ein Krüppelwalm, der allerdings inzwischen entfernt wurde.
Nahezu sämtliche Konstruktionsknotenpunkte des rußgeschwärzten Dachstuhls wurden mit Verblattungen gefügt.

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