Ottilienkapelle (Eppingen)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Kirchmühle

ID: 174680243918  /  Datum: 15.04.2016
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Mühlgartenstraße
Hausnummer: 11
Postleitzahl: 77781
Stadt-Teilort: Biberach

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8317011002
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Kirchmühle ist eine von vier Mühlen, die 1802 in Biberach verzeichnet wurden. Sie ist seit 1760 urkundlich fassbar, das bestehende Wohnhaus der Mühle ist am südöstlichen Eckständer inschriftlich in das Jahr 1725(i) datiert.
Auf einer Darstellung des Ortes aus der Mitte des 18.Jh. ist die Mühle als eingeschossiger Baukörper mit Satteldach zu erkennen. 1869 (a) sie wurde mit zwei Wasserrädern betrieben; enthielt drei Mahlgänge mit Putzmaschine, eine Hanfreibe und eine Schleife.
1902 wurde die Leistung der Energieerzeugung mit 5,9 PS angegeben. In diesem Jahr übernahmen Vorfahren des heutigen Besitzers den Betrieb. Sie erweiterten das Betriebsgebäude im Dachbereich. Der Mühle wurde eine Bäckerei angegliedert.


1. Bauphase:
(1725)
Errichtung des Wohnhauses (i)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)

2. Bauphase:
(1760)
Die Mühle ist seit 1760 urkundlich fassbar.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1869)
1869 (a) wurde sie mit zwei Wasserrädern betrieben; sie enthielt drei Mahlgänge mit Putzmaschine, eine Hanfreibe und eine Schleife
Betroffene Gebäudeteile:
keine

4. Bauphase:
(1902)
1902 (a), Übergabe der Mühle an die Vorfahren der heutigen Besitzer;
Erweiterung des Betriebsgebäudes im Dachbereich und Angliederung einer Bäckerei.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Kirchmühle in 77781 Biberach (15.04.2016)
Kirchmühle in 77781 Biberach (15.04.2016)
Kirchmühle in 77781 Biberach (15.04.2016)
Kirchmühle in 77781 Biberach (15.04.2016)
Kirchmühle in 77781 Biberach (15.04.2016)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dokumentation des Gesamtbaus

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Kirchenmühle lag der Kirche gegenüber, an einem hervorgehobenen Standort innerhalb des Ortes. Heute finden wir anstelle des Kirchhofes eine Grünanlage mit mittelalterlichem Kirchturm vor.
Neben der Kirchmühle führt die Brauereistraße über den Mühlbach. Sie verbindet die beiden wichtigen Längsstraßen des historischen Ortskerns, die Friedenstraße mit der Kirche und dem Pfarrhaus und die Hauptstraße, an der unter anderem das Rathaus und das Ketterer-Haus (heute Heimatmuseum) liegen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Mühle
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Die Kirchenmühle setzt sich aus einem zur Straße liegenden Wohngebäude, dem sich daran anschließenden Mühlengebäude mit Energieerzeugungsanlage und Mühleneinrichtung, der gedeckten Bachüberbauung sowie den wasserbaulichen Anlagen für die Wasserkraft zusammen.
Das Wohngebäude ist eingeschossig mit Krüppelwalm errichtet.
Das anschließende Mühlengebäude ist zweigeschossig, wohl noch im 19Jh. in Backstein errichtet, mit einer späteren Erhöhung im Dachbereich.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Im Inneren des Wohnhauses befindet sich ein balkengedeckter Keller, in den Wohnräumen sind noch die historischen Türen und Wandtäfer sowie Reste der historischen Bäckerladeneinrichtung (Verkaufstheke) erhalten geblieben. Im rückwärtigen Bereich befinden sich Wirtschaftsräume, zum Teil für die Mühle genutzt.
Im Inneren des Mühlengebäudes befindet sich eine Wasserturbine mit Energieerzeugung und Antriebsvorrichtungen. Ursprünglich wurde die Wasserkraft mittels eines Wasserrades zum Antrieb der Mühle genutzt. Anfang des 20. Jh. ersetzte man diese Antriebsart durch eine Francis-Schatturbine der Firma Scheller & Ruch, Oberkirch. Im Erdgeschoss befindet sich der Antrieb mit Metall-und Holzrädern, bzw. - Zahnrädern und ledernen Transmissionsriemen. Ebenfalls im EG eine Abfüllvorrichtung, darüber der Mischer mit Schnecke. Im OG der sogenannte Walzboden mit zwei Steinmahlgängen und drei Walzenstühlen. Die Steinmahlgänge stammen aus dem späten 18./ frühen 19.Jh. Im 1. DG ursprünglich wohl der Sichtboden, finden sich Trommel- oder auch Zentrifugalsichter. Sie waren seit ca. 1860 in Betrieb. Parallel, bzw. die Trommelsichter ablösend, kamen um 1900 die sogenannten Sechskanter auf. Ein solcher befindet sich im nachträglich eingerichteten 2. DG der Mühle. Dort ist auch der zuletzt in Betrieb befindliche Plansichter, der erst im 20.Jh. eingesetzt wurde.
Bestand/Ausstattung:
In der Mühle erhalten geblieben sind auch die Mehltransportsysteme, Sackaufzug etc. An Zubehör sind unter anderem Ersatzwalzen, Siebe, Waagen, verschiedene Werkzeuge und Ersatzteile vorhanden. Es finden sich Maschinen mit unterschiedlichem technischem Stand nebeneinander, veraltete Technik wurde nicht entfernt, sondern innerhalb des Mühlengebäudes aufbewahrt.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Lambris/Täfer
  • Dachform
    • Satteldach mit Drittelwalm
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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