Bandhaus (Schloß Presteneck)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Rulfinger Stark Mühle

ID: 154238376512  /  Datum: 09.03.2020
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Brühlstraße
Hausnummer: 50
Postleitzahl: 88512
Stadt-Teilort: Mengen-Rulfingen

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Sigmaringen (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8437076016
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes
Geo-Koordinaten: 48,0342° nördliche Breite, 9,2930° östliche Länge

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Mühle soll nach mündlichen Aussagen in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet worden sein und befand sich ursprünglich wohl im Besitz der Herrschaft Sigmaringen. Um 1911/12 wurde westlich an das Mühlengebäude ein kleines Elektrizitätswerk angebaut. In den 1930er Jahren wurde das Elektrizitätswerk nach Westen um das sog. Motorenhaus erweitert. Anstelle des ehemaligen Wasserrades bzw. der Wasserstube am Mühlkanal wurde um 1948 ein Turbinenhaus aus Stahlbeton erbaut. Nach mündlicher Aussage wurde der Mühlenbetrieb 1983 eingestellt.
Strom wurde noch bis um 2000 produziert.


1. Bauphase:
(1750)
Die vorgefundenen gefügekundlichen Details am Fachwerkbau verweisen ebenfalls darauf, dass die Mühle im 18. Jahrhundert erbaut wurde.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Mühle
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • allgemein

2. Bauphase:
(1911)
Um 1911/12 wurde westlich an das Mühlengebäude ein kleines Elektrizitätswerk angebaut. Dieses produzierte von 1912-1942 Gleichstrom für das Dorf Rulfingen. Von 1942-1964 wurde Gleichstrom nur noch für die Mühle produziert und ab 1964 wurde auf Wechselstrom umgestellt.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Ver- und Entsorgung
    • Energieanlage

3. Bauphase:
(1930)
In den 1930er Jahren wurde das Elektrizitätswerk nach Westen um das sog. Motorenhaus erweitert. Hier befand sich ursprünglich ein Dieselmotor, der aber inzwischen ausgebaut wurde. Vom ehemaligen Motorbetrieb haben sich nur der Dieseltank sowie drei Manometer für die einstigen Druckluftflaschen zum Start des Motors erhalten.
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Bergwerksgebäude, -anlage

4. Bauphase:
(1948)
An Stelle des ehemaligen Wasserrades bzw. der Wasserstube am Mühlkanal wurde um 1948 ein Turbinenhaus aus Stahlbeton erbaut.
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Bauten für Ver- und Entsorgung
    • Energieanlage
Konstruktionsdetail:
  • Skelettbau
    • Eisen- und Stahlbetonskelett

5. Bauphase:
(1950)
Die heutige Mühlentechnik mit Plansichter, Rohrboden, Elevatoren und Walzenstuhl stammt überwiegend aus der Mitte des 20. Jahrhunderts (wohl 1930er - 1950er Jahre). Älter dürften nur noch Teile des Hauptbodengetriebes (im EG), der Gleichstromgenerator samt Schaltschrank im Elektrizitätswerk sowie eventuell der Schwarzgang sein.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

6. Bauphase:
(1983)
Nach mündlicher Aussage wurde der Mühlenbetrieb 1983 eingestellt.
Strom wurde noch bis um 2000 produziert.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Ansicht Süd / Rulfinger Stark Mühle in 88512 Mengen-Rulfingen (2015 - Markus Numberger)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bestandsdokumentation der technischen Ausstattung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Die Mühle befindet sich nördlich, außerhalb des Ortes Rulfingen an einem Mühlkanal, der von der sog. Ablach abgeleitet wird. Das Mühlengebäude steht südlich dieses Mühlkanals. Östlich der Mühle schließt sich eine Scheune an. Westlich der Mühle wurde um 1911 ein Elektrizitätswerk, das sog. Maschinenhaus, angebaut, welches um 1930 nach Westen um das sog. Motorenhaus erweitert wurde.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Mühle
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist zweigeschossig ausgeführt, wobei die Erdgeschosszone massiv gemauert und das Obergeschoss als Fachwerkkonstruktion errichtet wurden. Das gesamte Gebäude zeigt nach außen einen flächigen Verputz, der nur im Giebeldreieck des 2. und 3. Dachgeschosses durch eine Holzverbretterung abgelöst wird. Nach oben schließt das Gebäude mit drei Dachgeschossebenen unter einem Satteldach ab.
Das kleine Elektrizitätswerk zeigt sich als zweigeschossiger, verputzter Massivbau mit symmetrischer Fassadengliederung.
Das noch kleinere Motorenhaus ist ebenfalls zweigeschossig ausgebildet, erreicht jedoch nicht die Traufhöhe des Elektrizitätswerks. Hier handelt es sich um einen unverputzten Backsteinbau mit ebenfalls symmetrischer Fassadengliederung.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die Nutzung des Gebäudes ist mühlentypisch nach den Abläufen des Mahlvorgangs gegliedert. Im 2. Dachgeschoss befindet sich der Plansichter, der das gemahlene Korn entsprechend des gewünschten Mahlgrades aussiebt. Im 1. Dachgeschoss befindet sich der Rohrboden, der für die Verteilung das Mahlgutes auf die entsprechende Mahlvorrichtung zuständig ist. Zudem wurden hier die Apparaturen für die Vorreinigung des Getreides untergebracht. Im Obergeschoss befindet sich der eigentliche Mahlboden (über dem Biet). Hier sind die Mahlvorrichtungen (Schrotgang, Schwarzgang, Gerbgang sowie ein Walzenstuhl für das Weißmehl) untergebracht. Im Erdgeschoss (unter dem Biet) befindet sich der Getrieberaum mit der Antriebstechnik (Getriebewellen und Transmissionen).
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Der Antrieb der Mühle wurde um 1948 von einem ehemaligen Wasserrad auf eine Turbine umgestellt. Das über dem Mühlkanal errichtete Turbinenhaus betrieb von diesem Zeitpunkt an sowohl die Mahlmühle als auch das Elektrizitätswerk mit der notwendigen Energie.

Die im Osten stehende Scheune ist eingestürzt.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
  • Dachform
    • Satteldach
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Holzverschalung
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
    • Backstein
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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