Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus mit Bäckerei

ID: 128905104611  /  Datum: 04.04.2011
Datenbestand: Bauforschung und Restaurierung
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Objektdaten

Straße: Weingarter Straße
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 88255
Stadt-Teilort: Baienfurt

Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Ravensburg (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8436011001
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

1. Bauphase:
(1789 - 1790)
Errichtung des Gebäudes als zweistöckiges Wohnhaus mit seitlicher Tenne (d)
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Eindachhof
Konstruktionsdetail:
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm

2. Bauphase:
(1904 - 1905)
Umbau der Tenne in Wohnräume (d).
Betroffene Gebäudeteile:
keine
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Bäckerei, Backhaus
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm

Besitzer

keine Angaben

Weiterer Datenbestand LAD

Die im Landesamt für Denkmalpflege vorhandenen Datenbestände der Restaurierung sind mit dem vorangestellten braunen Kästchen gekennzeichnet. Mit lila Kästchen versehene Objekte verweisen auf vorhandene Datenbestände der Bauforschung.
keines

Fotos

Abbildungsnachweis
Nordansicht / Wohnhaus mit Bäckerei in 88255 Baienfurt (04.05.2009 - Michael Hermann)
Abbildungsnachweis
Nordansicht (Baugesuch von 1880) / Wohnhaus mit Bäckerei in 88255 Baienfurt (04.04.1880 - Gemeindearchiv Baienfurt)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung und Bauaufnahme

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude Weingarter Straße 2 in Baienfurt steht traufständig an der platzartig erweiterten Einmündung der Weingarter Straße in die Ravensburger Straße vor der Brücke über die Wolfegger Ach.
Das Gebäude war bis vor einigen Jahren als Bäckerei und Wohnhaus in Benutzung und steht seit dem leer.
Die Ravensburger Straße stellt die mittelalterliche Straße von Ravensburg zum Kloster Baindt dar, die vor Errichtung der Brücke und der heutigen Staustufe an einer Furt den Bach überquerte, woraus sich wohl der Ortsname Baienfurt ableitet. Das Gebäude stand also bereits bauzeitlich an repräsentativer Stelle an einer stark frequentierten Straße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Bäckerei, Backhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das zweigeschossige Gebäude mit Satteldach und Halbwalm auf der Ostseite ist als Fachwerkbau über massivem Erdgeschoss aus Ziegelmauerwerk errichtet. Unter dem Gebäude finden sich zwei Keller mit Eisenträgerdecken, von denen der westliche Keller sicher und der östliche Keller wahrscheinlich nachträglich abgegraben wurde.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist durch die Fachwerkbundwände im Inneren in vier Querzonen und drei Längsschiffe unterteilt. Die westlichste Querzone war ursprünglich als Tenne ausgebildet. Dies lässt sich an einer Baugesuchszeichnung von 1880 (siehe Abb. 2) noch gut erkennen. Auf dieser Zeichnung der Nordfassade ist das Gebäude auch noch mit Halbwalm auf beiden Giebelseiten dargestellt.
Die Beschriftung “Längeansicht” und “zue errichten” könnten sich auf einen nachträglichen Kamineinbau beziehen.
Die zweite Querzone von Osten ist als schmaler Querflur durch die ganze Gebäudebreite ausgebildet. Ob es sich dabei aber um die ursprüngliche Konstruktion oder einen Umbau von 1880 handelt ist unsicher.
Die östlichste Querzone nimmt im OG in der nördlichen Hälfte die Stube ein. Die Beheizung erfolgte im angetroffenen Zustand durch einen Vorderladerofen, der in einen geschlossenen engen Kamin im südlich angrenzenden Raum mündete, wie er in der Abbildung von 1880 noch dargestellt ist.
Die Rauchabführung der Stube in einem Kamin und die Anordnung der Küche jenseits des Querflurs fällt auf und erscheint für ein landwirtschaftliches Wohngebäude des späten 18. Jahrhunderts noch ungewöhnlich und würde besser auf einen Umbau 1880 passen.
Die Tennenzone wurde 1904/05d zu weiteren Wohnräumen ausgebaut. Wann die zuletzt noch ablesbare Bäckereinutzung in das Gebäude kam konnte bisher nicht ermittelt werden.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Seit einigen Jahren steht das Gebäude leer.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
keine Angaben
Konstruktion/Material:
keine Angaben

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