Objekt(7929): Franziskanerkloster Franziskanerkloster

ID: 391310139085
Datum: 02.12.2009
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(7929): Franziskanerkloster Objektdaten

Straße: keinekeine
Hausnummer: keinekeine
Postleitzahl: 68723
Stadt: Schwetzingen
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Rhein-Neckar-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Schwetzingen
Wohnplatz: Schwetzingen
Wohnplatzschlüssel: 8226084005
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(7929): Franziskanerkloster Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(7929): Franziskanerkloster Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(7929): Franziskanerkloster Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungMoschee im Schlossgarten, Wandelgang (68723 Schwetzingen)
BauforschungWohnhaus, Hebelstraße 19 (68723 Schwetzingen)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Karlsruher Straße 2 (68723 Schwetzingen)
BauforschungWohnhaus, Heidelberger Straße 12 (68723 Schwetzingen)
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Bauphasen(7929): Franziskanerkloster Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

1767 stellte die rheinische Provinz des Franziskanerordens, unterstützt von den Katholiken Schwetzingens und deren Filialen, bei der Regierung den Antrag auf Genehmigung einer kleinen Ordensniederlassung. Trotz mancher Widerstände gab der Kurfürst seine Zustimmung. 1769 war der Klosterbau soweit beendet, 1770 wurde er eingeweiht und im Anschluss bezogen, 1773 wurde der Kreuzgang als Begräbnisstätte geweiht. 1802 wurden die Franziskaner durch Erlass der pfälzisch-bayerischen Regierung ins Heidelberger Kapuzinerkloster verlegt, ihr Haus versteigert und 1907 abgebrochen.
Aus historisch-archivalischen Planunterlagen geht die beachtliche Ausdehnung des ehem. Klosters hervor, das die Gründstücke Bahnhofanlage 2-16, Carl-Theodor-Str. 14-20 sowie Marstallstr. 9 und 15 erschloss (Flst. 506/1 u. 2, 507/8 u.9, 508, 509/1, 510, 510/2 u. 3, 510/1, 511, 511/1, 505/6, 510/4). Dieser Bereich wurde von der ehem. Klostermauer umschlossen, von der sich beträchtliche oberirdische Reste erhalten haben; insbesondere auf den Gründstücken Flst. 510 und 511. Mit archäologischer Substanz muss aber nicht nur im eigentlichen Klosterbereich gerechnet werden, sondern auch in den Grenzbereichen der anstoßenden Gründstücke und Straßen (Bahnhofanlage 18, Carl-Theodor-Str. 12, Marstallstr. 3 -23). In diesem Bereich muss ebenso unter der Erde wie in den bestehenden Baulichkeiten mit Resten bauhistorisch relevanter Substanz gerechnet werden.


1. Bauphase:
(1767 - 1769)
Errichtung des Franziskanerklosters. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein

2. Bauphase:
(1907)
Abbruch des Klosters. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1907 - 2009)
Oberidische Reste der ehem. Klostermauer blieben erhalten.(a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Element der Befestigungsarchitektur
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Besitzer(7929): Franziskanerkloster Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Mauerreste des Franziskanerklosters, Bahnhofanlage 16, südliche Umfriedung nach Westen
Quelle: Kleinert und Partner, Atelier für wissenschaftliche Restaurierung, Karlsruhe / Franziskanerkloster in 68723 Schwetzingen
Lageplan  Franziskanerkloster
Quelle: Kleinert und Partner, Atelier für wissenschaftliche Restaurierung, Karlsruhe / Franziskanerkloster in 68723 Schwetzingen

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Untersuchungsbericht
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Beschreibung(7929): Franziskanerkloster Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Areal des Klosters befand sich – bezogen auf die heutige Stadt – in der nördlichen Hälfte des Bereiches zwischen Bahnhofanlage und Marstallstraße.
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Befestigung- und Verteidigungsanlagen
    • Element der Befestigungsarchitektur
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Es handelt sich sowohl um Mauerzüge aus Reihen nach innen gerichteter gleichförmiger Blendarkaden, Bruchmauerstücken wie auch um Mauerzüge mit offenen Arkaden. Ein Kellerraum befindet sich unter dem Innenhof des Grundstückes Carl-Theodor-Str. 18 (Flst. 507/9).
1) Bahnhofanlage 16 (Flst. Nr. 511) und angrenzende Grundstücke: Es handelt sich um 16 gleichförmige Blendarkaden an der Süd- und 6 an der Westseite (= innen). Nach außen ist die Mauer glatt und entsprechend der Nutzung der relativ klein parzellierten Nachbargrundstücke unterschiedlichen Zustandes.
Breite der Pfeiler ca. 0,9 m, der Nischen ca. 2,9 m. Nischensohle ca. 35 cm über der Fundamentoberkante (entspricht 5 Backsteinenschichten). Nischenhöhe ca. 1,6 m (Kämpfer) bzw. 2,1 m (Scheitel).
Fundamentoberkante = ursprüngliche Geländehöhe; Fundamentvorsprung beiderseits ca. 15 cm, Gesamtbreite ca. 73 cm. Tiefe des Fundaments nicht ermittelt.
Die alte Mauerkrone mit Abdeckung ist nicht mehr vorhanden; ursprüngliche Höhe wohl ähnlich der heutigen: ca. 2,9 m. Gesamtstärke der Mauer (= Pfeiler) ca. 43 cm, an den Binnenflächen ca. 25 cm; Tiefe der Nische ca. 17 cm.
2) Marstallstraße 15 (Flst. 510): es sind sechs Arkaden vorhanden, die beiden südlichen geschlossen, die anderen offen. Die Mauer ist in die Gesamtanlage Haus/Garten integriert.
3) Carl-Theodor-Straße 14 (Flst. 506/1) und angrenzende Grundstücke: Es handelt sich um ein Bruchsteinmauerstück, das ca. 5 m lang und ca. 1,4 m hoch ist.
4) Carl-Theodor-Straße 18 (Flst. 507/9)
Es handelt sich um ein Kellerraum unter dem Innenhof des Grundstückes. Dieser Kellerraum wird vom Keller des Hauses her erschlossen. Die Gesamtlänge des Raumes beträgt ca. 9 m, die gesamte Breite ca. 5,9 m, bei einer Scheitelhöhe von ca. 2,4 m. Die Kämpferhöhe war nicht ganz eindeutig zu ermitteln und wurde auf ca. 0,85 m geschätzt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Die Bruchsteinmauer (Carl-Theodor-Straße 14) könnte ein Überrest der einstigen Kirchensüdwand sein, oder auch der Umfriedung, welche den Hof südlich der Kirche gegenüber dem Klostergarten begrenzt hat.

Der Bestand des Gewölbekellers (Carl-Theodor-Straße 18) ist im nördlichen Drittel durch Umbauten gestört. In der Mitte der Südwand befindet sich ein rundbogiger Durchgang, der mit modernem Material vermauert ist. Die drei Öffnungen in der Westwand sind teils mehrfach nachträglich verändert und zuletzt mit modernem Material verschlossen.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(7929): Franziskanerkloster Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • besondere Bodenbeläge
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Verwendete Materialien
    • Backstein
    • Stein
Konstruktion/Material: Die Umfriedungsmauer mit Blendarkaden (Bahnhofstr. 16 und angrenzende Grundstücke und Martstallstr. 15) ist ein reines Backsteinmauerwerk im Läufer-Binder-System – nur im Bereich der Pfeiler einigermaßen exakt durchgehalten – mit durchlaufenden schichten über beiderseits leicht vorspringendem Fundament aus Bruchsteinen (roter Bundstein). Die Ausgleichschichten, meist in Kämpferhöhe oder kurz über dem Scheitel, bestehen aus Dachziegeln bzw. Bruchstücken.

Die Umfriedungsmauer mit offenen Arkaden (Marstallstraße 15) ist nach gleichen System wie die Umfriedungsmauer mit Blendarkaden erbaut worden.

Die Bruchsteinmauer (Carl-Theodor-Straße 14) ist aus grob mit dem Hammer zurechtgerichteten Bruchsteinen von relativ kleinem Format erbaut.

Der Gewölbekeller (Carl-Theodor-Straße 18) weist eine auffällige Konstruktion auf, denn es handelt sich um ein extrem weitgespanntes Tonnengewölbe, genau genommen in der Form einer liegenden halben Ellipse. Die Fußbodenkante ist zugleich der Kämpferpunkt; von da an steigen die Wände in kontinuierlicher Rundung bis zum äußerst flachen Scheitel an.
Der Fußboden besteht aus exakt verlegten Reihen von großformatigen Platten quer zur Längsachse. Bei den Platten handelt es sich um roten Bundsandstein. Die Längswände sowie Gewölbe bestehen aus Backsteinen, die südliche Stirnwand besteht aus Bruchsteinen.