Ehemaliges Haalamt, Salinenarchiv
Bauforschung
Objektdaten
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Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Das Gebäude des ehem. Haalamtes ist ein dreigeschossiges Fachwerkhaus, erbaut nach dem Stadtbrand von 1728. Das Haalamt (auch Haalgericht) bestand als Institution seit dem 14. Jh.; 1488 wurde ein Verwaltungsgebäude errichtet. Die Aufgabe des Amtes bestand in der Überwachung der Salzproduktion und des Vertriebs. Der im 18.Jh. neuerrichtete Bau ist ein typischer Vertreter barocker Fachwerkbauweise in Schwäbisch Hall: über dem Sandsteinsockel und dem verputzten Erdgeschoss traufseitig zwei profilierte Vorstöße und das konstruktive Fachwerk der Obergeschosse sowie ein Walmdach. Als Haalamt besitzt das Haus eine wichtige ortsgeschichtliche Bedeututng, da die Salzproduktion auch im 18. Jh. noch den Haupterwerbszweig der Einwohner der Stadt darstellte. - Stadtmauerreste im Sockel der südlichen Außenmauer. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, S. 227). Das Recht, aus der Sole der Haalquelle Salz zu sieden, stand den Siedensberechtigten zu und nicht der Stadt oder ihrem obersten Herrn, dem Kaiser. Die Sieder organisierten sich selber und lösten - allerdings überwacht vom Magistrat - eigenständig ihre Streitigkeiten. Dafür und als Verwaltungssitz der Saline unterhielten sie das Haalamt, das nach dem Stadtbrand 1728 erbaut wurde. Noch heute werden hier die Erbrechte der alten Sieder bewahrt. |
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1. Bauphase:
(1300 - 1499) |
Einzelmauerwerke/ Mauerwerksreste der Stadtmauer. (gk) |
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2. Bauphase:
(1488) |
Neubau als Verwaltungsgebäude um 1488 (?) |
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3. Bauphase:
(1728) |
Gewölbeeinbau (gk) und Neubau (1728a) des Gebäudes nach dem Stadtbrand |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Bauwerkstyp: |
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4. Bauphase:
(1933 - 1993) |
Die heute nur leicht abgetiefte Kellersohle ist Ergebnis einer Kellerverfüllung. (keine Datierung) Besondere Auffälligkeiten sind: - quer zur Kellerlängsachse verlaufender Gewölbescheitel - Gewölbeabbruch gegen die nördliche Kellerstirnwand. Es besteht der Verdacht, dass sich der Kellerraum gegen Norden hin fortgesetzt hat. Zumindest eine weitere Unterkellerung ist in den Baurechtsakten auch im südlichen Anschluss indiziert (Kellerhals an der Nordfassade des Gebäudes, vgl. Lageplan vom 14.Juni 1933 und Darstellung eines kleinen Raumes direkt an der Stadtmauer vom 7. Juli 1938); letzterer Raum wurde nicht begangen. Ob er nachträglich verfüllt wurde oder im Bestand begehbar ist konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, da Schlüssel zu entsprechenden Räumen im Erdgeschoss nicht organisiert werden konnten. (gk) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Bauhistorische Voruntersuchung Areal Judenviertel - Schwäbisch Hall 2. Untersuchungsabschnitt - Untersuchung der Kelleranlage und Analyse der Mauerwerkstrukturen -
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Das Gebäude befindet sich an dem Platz Im Haal. In unmittelbarer Nähe verläuft der Kocher. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Über der Kellerbebauung erhebt sich ein dreigeschossiges Fachwerkgebäude auf trapezförmiger Grundfläche mit massivem Erdgeschoss. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Die Grundrissform ist trapezartig verzogen. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): | Innerhalb der Kellerbebauung sind Einzelmauerwerke/ Mauerwerksreste aus dem 14./ 15. Jahrhundert erhalten. |
| Bestand / Ausstattung: |
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Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
Keller: Der Keller des Gebäudes ist rückversetzt zum Haalplatz angelegt. G1: Tonnengewölbe und G2: Stichkappengewölbe. Das Kellergewölbe mit Scheitellinie ist quer zur Kellerlängsachse angelegt. Innenerschließung des Kellers erfolgt über eine Natursteintreppe. Der Keller wird über den Hausflur des Gebäudes durch einen ebenerdig angelegten Sandstein - Rundbogen betreten. Die Wände a und c sind teilweise verputzt. Mauerwerk: Haustein, Lesestein, Bruchstein. Das Gewölbe G1 ist teilweise überputzt und Gewölbe G2 ist vollständig verputzt. |


