Objekt(7318): Alte Apotheke Alte Apotheke

ID: 321311079174
Datum: 09.11.2008
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(7318): Alte Apotheke Objektdaten

Straße: Mömpelgardgasse
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 72348
Stadt: Rosenfeld
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Zollernalbkreis (Landkreis)
Gemeinde: Rosenfeld
Wohnplatz: Rosenfeld
Wohnplatzschlüssel: 8417054026
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
einblenden

Objektverknüpfungen(7318): Alte Apotheke Objektbeziehungen

keinekeine
einblenden

Objekt(7318): Alte Apotheke Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(7318): Alte Apotheke Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

ausblenden

Bauphasen(7318): Alte Apotheke Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Laut Datierung der Deckenbalken über dem Erd- und ersten Obergeschoss wurde der Bau 1245 (1244/45 d) errichtet und könnte als einer der drei Eckpfeiler der ursprünglich dreieckigen Stadtgrundfläche in engem Zusammenhang mit der Stadtgründung Rosenfelds um die Mitte des 13. Jahrhunderts stehen. Das ursprüngliche Gebäude hatte wenigstens drei gemauerte Geschosse ohne Unterkellerung. Weitere Aussagen über das ehemalige Dach oder eventuelle hölzerne Aufbauten und vor allem auch über die ursprüngliche Nutzung können nicht getroffen werden.
Die Balkenlage über dem zweiten Obergeschoss datiert zwischen Winter 1342 und Frühjahr 1343 (d). Ein Jahr später wurde das Holz für eine zusätzliche innere Lastabtragung - Unterzüge und eine Stütze - geschlagen. Mutmaßlich im Zuge dieser Umbauten, spätestens aber im frühen 15. Jahrhundert wurden im zweiten Obergeschoss Wohnräume eingerichtet. Schwellhölzer, die in das JAhr 1436/37 (d) datieren könnten ein Nachweis für einen Wehrgang oder eine überdachte Wehrplattform, die Unterkonstruktion eines Daches oder ein zusätzliches Stockwerk sein.
Im 16. Jahrhundert wurde die Alte Apotheke an die Herzöge von Württemberg verkauft. Dies war vielleicht der Anlass, dem steinernen Unterbau ein völlig neues Stockwerk in Fachwerk mit Satteldach aufzusetzen. Hier befanden sich zunächst wohl nur Kammern oder Speicherräume und ein Wehrgang, 1580 wurde dann im südwesltichen Eckraum eine Stube eingerichtet. Ausserdem wurde im 16. Jahrhundert der heutige Eingang im Erdgeschoss von der Südseite her eingebrochen und der alte Zugang im Osten verschlossen.
1805 wurden große Teile des Mauerwerks durch Fachwerk ersetzt und das Gebäude vollständig verputzt. Dennoch hat sich an dem äußeren Erscheinungsbild, wie es auf dem Merianstich zu sehen ist, bis heute nichts Grundlegendes mehr verändert. 1951 wurde der Westgiebel größtenteils neu aufgemauert. 1987 verlieh der Schwäbische Heimatbund der Alten Apotheke nach der gründlichen Sanierung den Peter-Haag-Preis.


1. Bauphase:
(1244 - 1245)
(d) Errichtung
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1342 - 1343)
(d) Einbau einer neuen Decke über dem zweiten Obergeschoss und Konstruktionen zur zusätzlichen Lastabtragung im Innern (Unterzüge, Stütze)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1400 - 1500)
Im Zuge der Umbauten von Phase 2, spätestens aber im 15. Jahrhundert wurden im zweiten Obergeschoss Wohnräume eingerichtet.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1436 - 1437)
(d) eventuell Nachweis für einen Wehrgang oder eine Wehrplattform, die Unterkonstruktion eines Daches oder ein zusätzliches Stockwerk durch erhaltene Schwellhölzer
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1554)
Aufsetzen eines neuen Stockwerks aus Fachwerk (drittes Obergeschoss) mit Satteldach
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst

6. Bauphase:
(1580)
Einrichtung einer Stube im dritten Obergeschoss
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Bauphase:
(1805)
Ersetzen großer Teile des Mauerwerks durch Fachwerk
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

8. Bauphase:
(1951)
Westgiebel wird größtenteils neu aufgemauert
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

9. Bauphase:
(1982 - 1986)
Sanierung
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(7318): Alte Apotheke Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Fotos

Alte Apotheke, Ansicht von Süden (von: www.schwaebischer-heimatbund.de) / Alte Apotheke in 72348 Rosenfeld

ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Die Alte Apotheke in Rosenfeld - Ein Steinbau des 13. Jahrhunderts und seine Erforschung. Von Stefan King. (Artikel aus: Arbeitskreis für Hausforschung Baden-Württemberg (Hrsg.): Südwestdeutsche Beiträge zur historischen Bauforschung, Band I, Freiburg i. Br. 1992, S.115-125.)
ausblenden

Beschreibung(7318): Alte Apotheke Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Gebäude steht im Bereich der nordwestlichen Ecke des mittelalterlichen Stadtkerns von Rosenfeld.
Lagedetail: keine Angabenkeine Angaben
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Viergeschossiger Bau mit traufständigem Satteldach auf annähernd quadratischem Grundriss von zehn auf elf Metern.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Die ursprüngliche Grundrissteilung der unteren drei Massivgeschosse konnte nicht nachgewiesen werden. Zum Zeitpunkt der Untersuchung war das Erdgeschoss in zwei Zonen gegliedert, die östliche in zwei Räume unterteilt. Das erste Obergeschoss ist annähernd zweizonig und zweischiffig. Mittig ist ein Ständer und parallel zum First ein Unterzug angeordnet. Das zweite Oberschoss, das spätestens im 15. Jahrhundert zu Wohnräumen umgebaut wurde, war auch zweizonig und zweischiffig gegliedert. Im Norden befand sich die Küche, im OSten der Flur, darunter eine KAmmer und im Westen die Stube. Der Unterzug verläuft hier mittig quer zum First. Das dritte Oberschoss war im 16. Jahrhundert dreizonig gegliedert, zwei Schiffe und ein schmaler, abgetrennter Wehrgang teilten die Fläche in der Breite.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Das Gebäude hat sich zum Teil original, zum Teil mit Elementen aus den verschiedenen nachfolgenden Bauphasen gut erhalten.
Bestand/Ausstattung: Im Gebäude sind viele Farbfassungsreste erhalten. Beachtenswert ist auch der südliche Eingang mit dem breiten, rundbogigen Steingewände mit dem württembergischen Wappen.
ausblenden

Konstruktionen(7318): Alte Apotheke Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Detail (Ausstattung)
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Holzbau
  • Mischbau
    • Steinbau mit Gebäudeteilen aus Holz
  • Verwendete Materialien
    • Holz
    • Stein
Konstruktion/Material: Das Gebäude besteht aus drei Massivgeschossen, von denen große Teile in Fachwerk ersetzt sind, und darüber einem im Osten bis ca. 1,5 Meter auskragenden Fachwerkobergeschoss. Die nördliche Außenwand des Gebäudes ist in den Verlauf der Stadtmauer eingebunden. Das Dachwerk besitzt in zwei Stockwerken einen doppelt liegenden und im ersten Dachstock zusätzlich einen mittig stehenden Stuhl. Die Gefügeverbindungen sind mehrheitlich verblattet.