Palais Neukirch
Bauforschung
Objektdaten
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Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Das Barockpalais wurde 1724 als Wohnsitz des kurpfälzischen Hofgerichtsrats und Stadtschultheißes Burkhard Neukirch errichtet. Die Entwürfe werden Johann Jakob Rischer zugeschrieben. |
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1. Bauphase:
(1724) |
Erbauung des Palais (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Bauwerkstyp: |
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2. Bauphase:
(1801 - 1899) |
Während des 19. Jahrhundert werden der Erdgeschosszone Schaufenster eingepasst, die das Gebälk des barocken Portals weiterführen. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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| Bauwerkstyp: |
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3. Bauphase:
(1900) |
Ausbau des Mansarddaches. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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4. Bauphase:
(1980 - 1989) |
Nach häufig wechselnden Privatbesitzern gelangt schließlich die Universität in den Besitz des Palais und führt in den 1980er Jahren eine Sanierung des Komplexes durch. 1989 Instandsetzung und Umbau landeseigenen Wohn- und Geschäftshauses. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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5. Bauphase:
(2006) |
Anbau im Hofbereich |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Dokumentation der Bauuntersuchung im Innern des Hauses
- Fotodokumentation
- Dokumentation zur Restaurierung der Parkettböden (1. OG)
- Bericht zu den Restaurierungsarbeiten
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Das Palais ist an de Hauptstraße der Altstadt gelegen. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Das Palais ist ein traufständiges, dreigeschossiges Gebäude mit einem niedrigen Sockel und einem ausgebauten Mansarddach. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Das Gebäude ist über einem rhomboid verzogenen Grundriss errichtet, wobei die Hoffassade gegenüber der Hauptfassade leicht nach Westen verschoben ist. In der mittleren Achse des Erdgeschosses befindet sich ein Portal, der über eine Durchfahrt in den Hof führt. Im Erdgeschoss mit der Durchfahrt zum Hof dürften sich untergeordnete Räume befunden haben. Das 1. Obergeschoss diente repräsentativen Zwecken. In der repräsentativen Straßenfront folgt das appartment de societé mit salle assemblee, antichambre und chambre de parade, zum Hof orientiert ist das degagement. Im 2. Obergeschoss befanden sich die Wohnräume. Das 3. Obergeschoss stand wahrscheinlich der Dienerschaft zur Verfügung. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): |
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| Bestand / Ausstattung: | Die Fassade zur Hauptstraße umfasst im Erdgeschoss sieben, in den beiden Obergeschossen neun Achsen. Das Erdgeschoss wird seitlich von Pilastern begrenzt und im 1. und 2. Obergeschoss durch genutete Ecklisenen zusammengefasst. Die drei mittleren der insgesamt neun Fensterachsen liegen in einem leichten, risalitartigen Mauervorsprung, der im Erdgeschoss nicht in Erscheinung tritt, um den sich jedoch der untere Teil des Traufgesimses verkröpft. Außer diesem Mauervorsprung gliedern allein die reich profilierten Fenstergewände aus rotem Sandstein die ansonsten glatt verputzte Fassade. Die sprossengeteilten Fenster des ersten Obergeschosses haben eine gerade, glatte Sohlbank, die, vorne abgerundet, auf zwei längsrechteckigen Konsolklötzchen ruht. Die Fenstergewände sind seitlich nach innen, oben nach außen gekröpft. Die Fenster des zweiten, niedrigeren Obergeschosses haben die gleiche Breite wie die des ersten Stockwerks, aber eine geringere Höhe. Das zweite Obergeschoss ist als eine Art, Mezzanin charakterisiert. Der fehlende Achsenbezug zwischen dem unteren und den oberen Geschossen spricht dafür, dass die Gliederung des Erdgeschosses vermutlich nicht aus der Erbauungszeit stammt, abgesehen von dem großen, korbbogigen Portal aus rotem Sandstein. Dieses befindet sich in der mittleren Achse des Erdgeschosses und führt über eine Durchfahrt in den Hof. Es wird von toskanischen Pilastern vor genuteten Rücklagen gerahmt, die ein Gebälk, bestehend aus mehrfach abgestuftem Architrav, glattem Fries und Gesims, und einen Segmentgiebel tragen. Die Verkröpfung des Gebälks über den Pilastern ist dabei durch das Giebelfeld hindurch bis zum segmentbogig geführten Gesims beibehalten, das zudem in der Mitte stufenförmig nach unten gebrochen ist. Im Giebelfeld sitzen zwei glatte, trapezförmige Sandsteinplatten. Die Zwickel des Portalbogens sind diamantiert, sein Scheitelstein ist als Volutenkonsole gearbeitet. Zu beiden Seiten des Portals befinden sich Läden mit je einem Eingang zwischen zwei Schaufenstern. Fenster und Ladeneingänge werden ebenfalls von Pilastern gerahmt, die denen des Portals entsprechen, aber eine flachere, glatte Rücklage haben. Sie tragen das abschließende Gebälk, das über allen Pilastern verkröpft ist. Das zur Durchfahrt offene Treppenhaus zeigt mit Panneaux, reliefierten Stukkaturen und Malerei eine geschlossene Ausstattung im style Luis Seize. Im Vestibül des Obergeschosses haben sich qualitätvolle Supraporten mit zum Teil allegorischen Puttendarstellungen erhalten. Ihr Entwurf geht vermutlich auf Peter Anton von Verschaffelt zurück, der ähnliche Darstellungen für Schloss Benrath vorgesehen hat. Mit der Ausführung wurde Joseph Pozzi betraut, der zur gleichen Zeit im Palais Hundheim-Sacha am Karlsplatz engagiert war. Eine Besonderheit ist die von einer Muschelnische eingenommene Brunnenkammer, in der einst eine Wandbrunnen zur Reinigung der Hände während und nach dem Speisen diente. Der benachbarte Speisesaal nimmt bei drei Achsen Breite die gesamte Tiefe des Gebäudes ein, so dass er von beiden Seiten beleuchtet wird. Zwei Räume der Bel Étage, der Salon und der direkt angrenzende kleinere Salle Assemblé, sind mit historischen Kaminen ausgestattet. Das Stuckrelief über dem Kamin zeigt eine frühklassizistische Opferszene in der Art Canovas. Das Palais ist im 1. OG fast komplett mit Holzböden ausgelegt. Fast alle Parkettböden sind in Eiche hergestellt. Neben Fischgrätparkettböden, finden sich Quadratriemenparkettböden und ein Tafelparkettboden. Als einziger Parkettboden stammt wohl der Tafelparkett aus der Entstehungsphase der Ausstattung. |
Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
Es handelt sich um einen Sandsteinbau mit Mansarddach. |


