Objekt(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim

ID: 291312129058
Datum: 12.10.2009
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Objektdaten

Straße: Härtsfeld
Hausnummer: 35
Postleitzahl: 73441
Stadt: Bopfingen
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ostalbkreis (Landkreis)
Gemeinde: Bopfingen
Wohnplatz: Bopfingen
Wohnplatzschlüssel: 8136010005
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
einblenden

Objektverknüpfungen(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Objektbeziehungen

keinekeine
einblenden

Objekt(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und Restaurierung"Seelhaus" (73441 Bopfingen, Spitalhof 1)
BauforschungAltes Rathaus (73441 Bopfingen, Marktplatz 1)
BauforschungEhemaliges Amtshaus, Bopfingen (Bopfingen, Marktplatz 1)
BauforschungWohnhaus, Härtsfeld 33 (73441 Bopfingen)
BauforschungWohnhaus, Härtsfeldstraße 33 (73441 Bopfingen)
BauforschungWohnhaus, Marktplatz 3 (73441 Bopfingen, Marktplatz 3)
ausblenden

Bauphasen(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

1283 übergaben der zu Kirchheim gesessene Eckehard von Tunis und seine Ehefrau Hadewig von Durn dem Kloster Kirchheim ihr Steinhaus in Bopfingen und das zugehörige Gut. Von Kirchheim gelangte das Anwesen zu einem unbekannten Zeitpunkt an das Kloster Neresheim, welches hier seinen Bopfinger Stadthof errichtete. Das heutige Gebäude bzw. dessen hölzerne Konstruktion und das Dachtragwerk stammen von 1489 (d). Von Neresheim kurzfristig verkauft und 1531 wieder erworben, gelangte das Gebäude 1566 durch Kauf an die Stadt Bopfingen. Vor 1556 und wieder 1564 wurden Ausbesserungsarbeiten großen Ausmaßes, 1564 mit Neueindeckung des Daches, durchgeführt. Seit 1532 diente das Gebäude als Mietshaus; u. a. wohnte hier der resignierte Neresheimer Abt Johannes III. Schweikhofer von 1566 bis zu seinem Tod 1572. Der Beschluss der Ratsherren vom 22. März 1585, das Steinhaus zum Rathaus umzubauen, wurde nicht realisiert, doch wies man es 1591 dem Stadtschreiber als Wohnung zu. 1611 veräußerte die Stadt das Haus und denn dazugehörigen Besitzkomplex an den Bopfinger Bürgermeister Hans Jäcker. Seither befindet es sich in privaten Händen.


1. Bauphase:
(1489)
Errichtung des Dachtragwerkes und wohl auch des hölzernen Innengerüstes 1488/89 (d)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1550 - 1564)
Bauliches Ausbesserungsmaßnahmen und Neueindeckung des Daches 1550-1564 (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1850 - 1930)
Bauliche Änderungen (Innenwände im EG) im 19./20. Jahrhundert
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
einblenden

Fotos

keinekeine
ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Dokumentation und dendrochronologische Datierung des Dachtragwerkes
  • Dendrochronologische Datierung
ausblenden

Beschreibung(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Gebäude liegt im westlichen Bereich des historischen Stadtkerns von Bopfingen.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Pfleghof
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Es handelt sich um ein zweigeschossiges, verputztes Gebäude, welches in den Umfassungswänden massiv erbaut wurde und nach oben mit einem Satteldach über drei Dachgeschossebenen abschließt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Orientiert man sich an den mächtigen, mit kopfzonigen Bügen ausgesteifte Holzständer, so muss davon ausgegangen werden, dass das Erdgeschoss ehemals als hohe ungeteilte Halle konzipiert war.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Bei dem untersuchten Gebäude ist nahezu nichts mehr ursprünglich. Bis auf das Gebälk, das Dachwerk und die massiven Umfassungswände sind nur noch wenige Bauteile aus der Erbauungszeit erhalten.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Konstruktionen(7802): Steinhaus, ehem. Stadthaus des Klosters Neresheim Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Decken
    • Balkendecke
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
    • bemerkenswerte Türen
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst
  • Steinbau Mauerwerk
    • Bruchstein
Konstruktion/Material: Das tragende Dachgerüst bildet eine liegende, verblattete Stuhlkonstruktion in Kombination mit einem mittig stehenden Stuhlständer im 1. Dachstock. Abgezimmert sind insgesamt 7 Binderquerachsen, von denen die drei rückwärtigen Stuhlquerachsen noch weitgehend vollständig erhalten sind.
Die eigentliche Besonderheit bildet die hier vorliegende Konstruktionsausführung. So sind die liegenden Stuhlständer nicht stockwerksweise abgebunden. Anders als die mittigen Ständer reichen sie in einer Länge über zwei Dachstockwerke. Aus diesem Grund zapfen sowohl die Stuhlpfetten, wie auch die Kehlbalken in den Binderquerachsen in die liegenden Stuhlständer ein.