Objekt(298): Münster Unserer Lieben Frau Münster Unserer Lieben Frau

ID: 281211379354
Datum: 13.11.2006
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(298): Münster Unserer Lieben Frau Objektdaten

Straße: Münsterplatz
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 78462
Stadt: Konstanz
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Gemeinde: Konstanz
Wohnplatz: Konstanz
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(298): Münster Unserer Lieben Frau Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(298): Münster Unserer Lieben Frau Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(298): Münster Unserer Lieben Frau Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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BauforschungEhem. Domherrenhof (78462 Konstanz, Münsterplatz 11)
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BauforschungWohn- und Geschäftshaus (78462 Konstanz, Hussenstraße 26)
BauforschungWohnhaus, Gerichtsgasse 4 (78462 Konstanz)
BauforschungWohnhaus, Sankt-Stephans-Platz 27 (78462 Konstanz)
BauforschungWohnhaus, Neugasse 11 (78642 Konstanz)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Zollernstrasse 12 (78462 Konstanz)
BauforschungWohnhaus (Hauskomplex), Sankt-Stephans-Platz 31 (78462 Konstanz)
BauforschungZum Goldnen Schaf, Haus zur Reuschen, ehem. zum Goldnen Kreuz, Rheingasse 15 (78462 Konstanz)
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Bauphasen(298): Münster Unserer Lieben Frau Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die sehr umfassende Baugeschichte ist mehrfach publiziert, eine Publikation aktueller Bauforschungsergebnisse ist in Bearbeitung. Die Baugeschichte des Konstanzer Münsters wurde von vielen Veränderungsprozessen geprägt. Nach einem verheerenden Turmbrand 1511 begann man in Kürze mit dem Wiederaufbau der Westtürme unter Lorenz Reder. Am Ende dieser Baumaßnahmen erhielt das Münster zwei Maßwerkhauben als oberen Abschluss von Nord- und Südturm. Der Mittelturm blieb unvollendet, auf ihm stand ein hölzernes Wäch-terhaus. Erst im 19. Jahrhundert bekam der Mittelturm unter Heinrich Hübsch seine heutige Gestalt, dabei wurden auch die Seitenturmhauben entfernt.
Der weiche Sandstein zwang die Münsterverwaltung schon früh zu Restaurierungsmaßnahmen an der Kirche, bei der sich auch ihr Erscheinungsbild durch unterschiedliche Auffassungen der frühen Denkmal-pflege änderte. So sind schon im 18. Jahrhundert Arbeiten zum Unterhalt des Münsters erwähnt und im 19. Jahrhundert intensivieren sich die denkmalpflegerischen Tätigkeiten zunehmend. Seit 1989 finden an den beiden Westtürmen des Münsters umfangreiche Restaurierungsmaßnahmen statt, bei denen schadhafte Steinschichten bis zu den Glockengeschossen abgetragen wurden.
Bei den Abbaumaßnahmen fand man immer wieder Bruchstücke, sog. Spolien von alten Bauteilen, die sicherlich vom Münster stammen und Hinweise auf die Gestalt der Westturmanlage vor dem Brand geben können. Beim Abbau der Mittelturmfialen fand man ebenfalls große Bruchstücke, die im Lapidarium des Bauamtes eingelagert worden sind.

siehe Literatur:
Heribert Reiners: Das Münster Unserer Lieben Frau zu Konstanz. (Die Kunstdenkmäler Badens, Bd. 1). Konstanz: Thorbecke 1955

Remigius Bäumer u.a.: Konstanz. Das Münster Unserer Lieben Frau. Schnell & Steiner, Stuttgart 1989.

Markus Bauer: Der Münsterbezirk von Konstanz. Domherrenhöfe und Pfründhäuder der Münsterkapläne im Mittelalter. Thorbecke, Sigmaringen 1995.

Hermann Brommer, Emanuel Frey u. a.: Das Konstanzer Münster. Schnell & Steiner, Regensburg 2005.

Finanzministerium Baden-Württemberg (Hrsg.): Instandsetzungen am Münster Unserer Lieben Frau zu Konstanz. Zabel, Radolfzell 2002.

Norbert Hasler u. a. (Hrsg.): Im Schutze mächtiger Mauern - Spätrömische Kastelle im Bodenseeraum. Huber, Frauenfeld 2005.

Albert Knoepfli: Kunstgeschichte des Bodenseeraums. Thorbecke, Stuttgart 1961, 2002.

Mathias Köhler: Das Münster Unserer Lieben Frau. Kunstverlag Fink, Lindenberg 1998.

Kurt Kramer (Hrsg.): Die Glocke und ihr Geläute, S. 40-41, Deutscher Kunstverlag. Die deutschen Glockenlandschaften; Baden-Hohenzollern, S. 58/79-80, Deutscher Kunstverlag. Die Konstanzer Glockengießer, S. 10-12/20-21, Städtische Museen Konstanz/Rosgartenmuseum.

Frank T. Leusch: Der Konstanzer Münsterturm. Der badische Beitrag zu den Turmvollendungen des 19. Jahrhunderts in Deutschland. in: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Nachrichtenblatt des LDA Baden-Württemberg. Stuttgart 2003,3 (PDF).

Christine Maurer: Die Winkelgangkrypten im Bistum Konstanz. in: Esslinger Studien. Stadtarchiv, Esslingen 30.1991, S. 1-86.

Helmut Maurer (Hrsg.): Die Konstanzer Münsterweihe von 1089 in ihrem historischen Umfeld. Herder, Freiburg i. Br. 1989.

Heribert Reiners: Das Münster Unserer Lieben Frau zu Konstanz. Die Kunstdenkmäler Badens. Bd 1. Thorbecke, Konstanz 1955. (Umfassendes Standardwerk, teilweise veraltet)

Elisabeth Reiners-Ernst (Red.): Regesten zur Bau- und Kunstgeschichte des Münsters zu Konstanz. Thorbecke, Konstanz 1956. (Quellensammlung)

Olaf Struck (Red.): Dokumentation, Internationale Tagung der Dombaumeister, Münsterbaumeister und Hüttenmeister, Bamberg 10. September - 14. September 1996. Hrsg. v. Bau- und Denkmalamt Konstanz. Staatl. Hochbauamt, Bamberg 1997.

Elisabeth von Gleichenstein, Björn R. Kommer: Glanz der Kathedrale - 900 Jahre Konstanzer Münster. Städtische Museen Konstanz/Rosgartenmuseum. Konstanz 1989. ISBN 3-9801501-5-1 (Ausstellungskatalog mit Abrissen zur Geschichte)

Peter Wollkopf (Hrsg.): Im Schatten des Münsters. Geschichte eines Quartiers im Zentrum der Konstanzer Altstadt. Städtische Museen Konstanz/Rosgartenmuseum. Konstanz 1999.


1. Bauphase:
(950 - 1050)
Aus der Zeit um 1000 stammen die heute ältesten oberirdischen Bauzeugnisse des Münsters. Dieser Bauabschnitt unter Bischof Lambert (995?-1018) gilt zugleich als bedeutendster romanischer Sakralbau in Südwestdeutschland, unter anderem deshalb, weil sie unmittelbares Vorbild für die monumentale Kirche St. Peter und Paul im Kloster Hirsau war. Der Ostteil des karolingischen Münsters wurde unter Lambert durch ein Querhaus und einen Hochchor (Apsis) zur Kreuzform erweitert, während das karolingische Langhaus bestehen blieb. Die Querarme des Baus waren nach dem Geschmack der Ottonik noch etwa um die Hälfte niedriger als das Langhaus. Links und rechts der quadratischen Vierung entstanden so quadratische Sakralräume (Thomaschor und Mariä-End-Chor).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1054 - 1089)
Ab 1054 entstand unter den Bischöfen Rumold (1051-1069) und Otto I. (1071-1080) ein neues, wiederum dreischiffiges Langhaus, in das das wenig beschädigte Querhaus des Lambertbaus übernommen wurde. Die Baumaßnahmen setzten sich nur schleppend fort, da die Konstanzer Bischöfe in den Zeit und Energie raubenden Investiturstreit verwickelt waren. Im Jahr 1089 schließlich weihte Bischof Gebhard III. von Zähringen (1084-1110) die neu errichtete Kathedralkirche.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1239)
1238/39 d
Ein neuer Dachstuhl über Lang-, Querhaus und Chor wurde aufgeschlagen und die Mauerkronen erhöht.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1260)
Um 1260
Gotischer Heiliggrab-Bau in der Mauritiusrotunde.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1290 - 1300)
Um 1290-1300 Errichtung des Kreuzgang Südflügels
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Bauphase:
(1310 - 1320)
Um 1310-1320 wird der Kreuzgang Ostflügel errichtet.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Bauphase:
(1511 - 1526)
Nachdem verheerenden Turmbrand wurden die Türme bis auf die Glockengeschosse abgebaut und unter Lorenz reder neu errichtet. Um 1523 sind die Seitentürme mit den durchbrochenen Maßwerkhauben versehen. Auf dem Mittelturm steht bis ins 19.Jh. ein Turmwächterhaus.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

8. Bauphase:
(1550 - 1600)
Errichtung der Südkapellen im späten 15.Jahrhundert unter Vincenz Ensinger
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

9. Bauphase:
(1623 - 1628)
Errichtung der Nordkapellen
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

10. Bauphase:
(1775 - 1776)
Pierre Michel dIxnard entwarf für die Konstanzer Kathedrale einen neuen Hochaltar (1774) und eine Gesamtgestaltung des Altarraums, der Vierung und der Querhausarme im klassizistischen Stil.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

11. Bauphase:
(1812 - 1815)
Neuanfertigung der Maßwerkhauben auf den Seitentürmen
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

12. Bauphase:
(1853)
Der Mittelturm wird unter Heinrich Hübsch vollendet
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

13. Bauphase:
(1856 - 1900)
Umfangreiche Sanierungsarbeiten unter Heinrich Hübsch, dabei werden wesentliche spätgotische Gestaltungselemente an den Fassaden entfernt und das Münster regotisierend überformt.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

14. Bauphase:
(1979 - 1988)
Rekonstruktion der Welserkapelle
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

15. Bauphase:
(1985 - 2003)
Sanierung der Westturmgruppe mit teilweisem Ab- und anschließendem Wiederaufbau der Türme.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(298): Münster Unserer Lieben Frau Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Lageplan der Umgebung um 1880 / Münster Unserer Lieben Frau in 78462 Konstanz
Das Münster von der Westseite im Jahre 1856. Kurze Zeit später wurden die Maßwerkhauben auf den Seitentürmen entfernt und durch Fialen ersetzt. / Münster Unserer Lieben Frau in 78462 Konstanz

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Zugeordnete Dokumentationen

  • ehemalige Seitenturmhauben: Archivrecherche und Bauforschung (archäologische Rekonstrukion) anhand von Spolien
  • Baugeschichtliche Untersuchung (Kartierung) und Dokumentation der Südkapellen
  • Bauhistorische Kartierung und Kurzbericht zur denkmalschutzrechtlichen Genehmigung
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Beschreibung(298): Münster Unserer Lieben Frau Beschreibung

Umgebung, Lage: In stadtbildprägender Lage am höchsten Punkt der Altstadt auf den Ruinen einer römischen Grenzbefestigung.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Dom, Münster
    • Kirche, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bischofskirche mit hohem Lang- und Querhaus mit Satteldächern. Die Seitenschiffe sind etwas niedriger und schließen mit einem Pultdach an das Langhaus an. An der Westfassade ein mächtiger Unterbau mit hohem durchbrochenem Maßwerkhelm. Im Osten und Süden Kapellenanbauten und zwei Kreuzgangflügel.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Dreischiffige Säulenbasilika mit rechteckigem Chorschluss im Osten, Einsatzkapellen zwischen den Strebepfeilern und Dreiturmfassade im Westen. Am Chor angebaute Kapellengruppe, zwei Flügel des zweigeschossigen Kreuzganges mit darinliegenden Funktionsräumen erhalten.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Romanisches Langhaus mit gotischen Umbauten. Am Aussenbau besonders prägnant die in der MItte des 19. Jh. erfolgte Änderung der Turmgruppe. Das Münster ist wichtiges Zeugnis der frühen Entwicklung der Denkmalpflege.
Bestand/Ausstattung: Der Innenbau repräsentiert den Gesamteindruck der frühbarocken Umbauten. Nahezu alle Bauphasen sind an Bauwerk und Innenausstattung ablesbar.
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Konstruktionen(298): Münster Unserer Lieben Frau Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Pultdach
    • Satteldach
  • Gewölbe
    • Kraggewölbe (Unechtes Gewölbe)
    • Rippengewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Massivbau, zu wesentlichen Teilen aus Rorschacher Sandstein. Teilweise Rekonstruktionen aus Kunststein.