Objekt(716): Haus zum Steinböckle Haus zum Steinböckle

ID: 271221419172
Datum: 14.01.2008
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(716): Haus zum Steinböckle Objektdaten

Straße: Rosgartenstraße
Hausnummer: 24/26
Postleitzahl: 78642
Stadt: Konstanz
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Gemeinde: Konstanz
Wohnplatz: Konstanz
Wohnplatzschlüssel: 8335043012
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(716): Haus zum Steinböckle Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(716): Haus zum Steinböckle Umbauzuordnung

keinekeine
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Bauphasen(716): Haus zum Steinböckle Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Nach dem Stadtbrand von 1398 werden auf den Grundstücken Nr. 24 und 26 jeweils eigenständige Häuser errichtet. Nr. 26 wird in eine Baulücke hereingesetzt und nutzt die seitlich bestehenden Giebelwände der Nachbargebäude mit. Im 19. Jh. wird eine Fassade durch Stein ersetzt, das andere Haus (Nr. 24) - unter Belassung der gemeinsam genutzten Giebelwand neu errichtet. 1915 werden beide Häuser durch einen Ladeneinbau verbunden. Nächster tiefgreifender Umbau ist die Überbauung der Lammgasse 1957. Hierbei wird das EG von Nr. 24 fast vollständig durch eine Passage ersetzt, das OG dafür über die ehemalige Gasse bis zum Nachbarhaus verbreitert. 2006/2007 wird das Ensemble aus völlig unverständlichen Gründen abgebrochen.


1. Bauphase:
(1398)
Großer Stadtbrand. Das Gelände von der südlichen Stadtmauer bis zur Markstätte wird weitgehend verwüstet. Einzelne (Stein-)Bauten haben dem Feuer widerstanden. Auf der Parzelle Rosgartenstraße 24/26 sind keine Reste, die vor dem Stadtbrand datieren erhalten.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1398 - 1401)
Das Haus Nr. 24 wird nach dem Stadtbrand 1398 und vor dem Bau von Haus Nr. 26 im Jahre 1401 (d) errichtet. Die südliche Giebelwand bleibt bis zum Abriss erhalten.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Holzgerüstbau
    • Hochfirstständergerüst
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Flechtwerk

3. Bauphase:
(1401)
1401 (d) wird das Haus Nr. 26 errichtet. Zu diesem Zeitpunkt stehen auf beiden Nachbargrundstücken schon Gebäude. Im Zuge dieser Baumaßnahme wird auch der Steinanbau auf der Hofseite miterrichtet.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1794)
In klassizistischer Manier wird 1794 (d) Haus Nr. 24 als Mischbau aus Back- und Bruchsteinen neu errichtet. Die von beiden Häusern genutzte Südgiebelwand bleibt bestehen.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Backstein
    • Bruchstein

5. Bauphase:
(1800 - 1825)
Im frühen 19. Jh. (s) wird die Straßenfassade von Nr. 26 in Stein neu aufgeführt. Die Konstruktionshölzer werden im Wesentlichen beibehalten und legen daher nahe, dass die Innenaufteilung kaum verändert wurde.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Bauphase:
(1891)
Einbau eines Schaufensters 1891 (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Bauphase:
(1915 - 1916)
In dieser Umbauphase werden 1915/16 (a) beide Häuser durch den Ladeneinbau vereinigt. In Haus Nr. 26 wird die Decke zwischen 1. OG und EG entfernt, die Ständer werden teilweise gekürzt und eine Eisenkonstruktion zum Lastabtrag eingebaut.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

8. Bauphase:
(1925)
Nur noch aus Plänen nachvollzogen werden konnte zum Zeitpunkt der Bauuntersuchung, dass 1925 (a) ein Metzgereianbau im Hof von Nr. 26 errichtet wurde. Gleichzeitig werden die beiden Vorderhäuser u.a. durch neue Toiletten und einen neugestalteten Verkaufsraum modernisiert.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

9. Bauphase:
(1957)
1957 (a) wird die ehemals 1,8om breite Lammgasse zu einer 4,8om breiten Passage umgebaut. Dieser Maßnahme fallen sämtliche Hofbauten von Nr. 24 zum Opfer. Durch die Überbauung der Gasser ergibt sich nun eine geschlossene Straßenfront.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(716): Haus zum Steinböckle Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Ansicht von der Rosgartenstraße. Zustand 2000 / Haus zum Steinböckle in 78642 Konstanz
Lageplan 2000 / Haus zum Steinböckle in 78642 Konstanz

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Konstanz, Rosgartenstraße 24/26, Haus zum Steinböckle: Bauhistorische Abbruchuntersuchung.
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Beschreibung(716): Haus zum Steinböckle Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Gebäude lag an einer der beiden Nord-Süd-verlaufenden Hauptstraßen Konstanz, schräg gegenüber des ehemaligen Augustiner-Eremiten-Klosters.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Durch ein gemeinsames Treppenhaus vereinigt standen die beiden Baukörper traufständig zur Rosgartenstraße. Die Erdgeschosse wurden durch einen einheitlichen Ladeneinbau und eine 4,5om breite Passage eingenommen. Die Obergeschosse mit ihren jeweils vier Achsen waren dagegen noch als eigenständige Bauten zu erkennen. Durch die unterschiedlichen Geschosshöhen in beiden Bauten verlief der First ebenfalls auf unterschiedlichen Höhen.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der vordere Bereich des EG wird in beiden Häusern von einem Verkaufsraum eingenommen. Nach hinten, seitlich an der Passage gelegen das Treppenhaus, schließen sich Nebenräume an. Auffällig ist hier ein etwa quadratischer Einbau mit erheblicher Mauerstärke.
Im Obergeschoss prägt ebenfalls der Ladeneinbau den Grundriss, da durch die Deckenanhebung des Verkaufsraumes darüber nur noch ein Restgeschosshöhe von 1,65m verbleibt. Ein weiterer Raum befindet sich in dem stark gemauerten Bereich. Zwischen diesem und Nr. 28 befindet sich ein weiterer Raum. Im Hausteil Nr. 24 liegen zur Straßen hin zwei kleine Räume, nach hinten Küche und WC. Diese Gliederung wiederholt sich im 2.OG mit Ausnahme des vorderen Teils von Nr. 26. Hier befinden sich auf der Fläche, die im EG vom Verkaufsraum eingenommen wird drei Räume unterschiedlicher Größe.
Der Dachraum ist ungegliedert.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Vollständiger Abbruch 2007, bis dahin hoher Anteil mittelalterlicher Bausubstanz erhalten.
Bestand/Ausstattung: Als Besonderheit wies Haus Nr. 26 im hofseitigen Bereich einen steinernen Massivbaukörper auf, der aufgrund seiner Dreigeschossigkeit an einen Turm denken läßt. Jedoch handelt es sich - im Spätmittelalter in KN einmalig - um einen feuersicheren Anbau in der Tradition der mittelalterlichen Steinwerke und Kemenaten der älteren Teile der Altstadt.
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Konstruktionen(716): Haus zum Steinböckle Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Balkendach mit Rofen und stehendem Stuhl
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben