Objekt(409): Franziskanerkirche Franziskanerkirche

ID: 221220389265
Datum: 19.02.2007
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(409): Franziskanerkirche Objektdaten

Straße: Franziskanergasse
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 73728
Stadt: Esslingen am Neckar
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Esslingen (Landkreis)
Gemeinde: Esslingen am Neckar
Wohnplatz: Esslingen am Neckar
Wohnplatzschlüssel: 8116019003
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
ausblenden

Objektverknüpfungen(409): Franziskanerkirche Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Bauforschungehem. Franziskanerkloster

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
einblenden

Objekt(409): Franziskanerkirche Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(409): Franziskanerkirche Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungAltenpflegeheim Obertor, ehemaliges Klarissenkloster (73728 Esslingen am Neckar, Hindenburgstraße 08)
Bauforschung und RestaurierungBlaubeurer Pfleghof (73728 Esslingen am Neckar, Mittlere Beutau 11)
Bauforschungehem. Franziskanerkloster (73728 Esslingen am Neckar, Blarerplatz 01)
Bauforschung und RestaurierungEhem. Pfarr- und Zehnthof (Speyerer Pfleghof, Kesslerhaus), Marktplatz 22 (73728 Esslingen am Neckar)
Bauforschung und RestaurierungEsslingen, Kesslerareal (73728 Esslingen am Neckar, Marktplatz)
Bauforschungev. Stadtkirche St. Dionys (73728 Esslingen am Neckar, Marktplatz 17)
BauforschungGelbes Haus (heute Stadtmuseum) , Hafenmarkt 7/9 (73728 Esslingen am Neckar)
BauforschungHandwerkerhaus (73728 Esslingen am Neckar, Apothekergasse 9/11)
BauforschungSchelztorturm, Schelztorstraße 02 (73728 Esslingen am Neckar)
Bauforschung und RestaurierungTorgebäude mit Wohnhaus (73728 Esslingen am Neckar, Obertorstraße 21/23)
BauforschungWohn- und Geschäftshaus (73728 Esslingen am Neckar, Kupfergasse 15)
BauforschungWohn- und Geschäftshaus, Hafenmarkt 5 (73728 Esslingen am Neckar)
Bauforschung und RestaurierungWohn- und Geschäftshaus (73278 Esslingen am Neckar, Webergasse 15)
BauforschungWohngebäude (73728 Esslingen am Neckar, Apothekergasse 13)
BauforschungWohngebäude (73728 Esslingen am Neckar, Apothekergasse 05)
BauforschungWohnhaus, Küferstraße 54 (73728 Esslingen am Neckar)
BauforschungWohnhaus, Ehnisgasse 16 (73728 Esslingen am Neckar)
BauforschungWohnhaus, Ehnisgasse 18 (73728 Esslingen am Neckar)
BauforschungWohnhaus, Ehnisgasse 20 (73728 Esslingen am Neckar)
BauforschungWohnhäuser (73728 Esslingen am Neckar, Oberer Metzgerbach 12-18)
ausblenden

Bauphasen(409): Franziskanerkirche Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Fußboden im Langchor der Esslinger Franziskanerkirche lag deutlich über dem jetzigen Bodenniveau. Seit der Erbauung des Langchores im 13. Jahrhundert war der Altarraum L-förmig bis vor die Sediliennische gezogen und lag 10 cm höher als der aktuelle Bodenbelag des Chorpolygons.
Im 14. Jahrhundert wurden verschiedene Veränderungen vorgenommen. Zu dieser Umgestaltungsphase gehört wohl auch die mit Wandmalerei gestaltete östliche Tabernakelnische. Die unterste Farbschicht des Chors in Rosa gehörte entweder zu diesem Wandgemälde oder zeigt den Rest einer mittelalterlichen Fassung der Kirche. Diese kann jedoch irgendwann zwischen der Entstehung und dem 16. Jahrhundert angebracht worden sein.
Um 1400 wurde die westliche Tabernakelnische eingebaut, ein Franziskusaltar errichtet und ein zu diesem Zweck angefertigtes Wandgemälde darüber angebracht. Wofür wohl das Chorgestühl gekürzt werden musste.
Später im 15. Jahrhundert wurde eine kleine Tür zur neu gebauten Georgskapelle in die Nordwand gebrochen. Nur bei einer Abstufung des alten Chorbodens im ersten Joch wäre dieser Zugang für den Priester ebenerdig gewesen. Denn zog sich das alte Bodenniveau des Chors bis an die Westwand, hätte diese Tür lediglich durch zwei Stufen nach unten erreichbar sein können.
Etwa im 17. Jahrhundert wurde der inzwischen nicht mehr klösterliche Chorraum weiß getüncht. Eine braune Fassung mit weißem Fugenstrich wurde vermutlich für die Nutzung des Chores durch die Katholiken 1860 angebracht. Die Sockel und Konsolen waren alternierend braun und blau gefasst. Dementsprechend dürften auch die Fassungen der Kapitelle und Gewölbescheitel aus dieser Zeit stammen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war der Boden auf das heutige Niveau abgesenkt worden. Die verdübelten Einbauten sind bis zu dieser Phase alle verschwunden und die Löcher in den Wänden mit dunklem Mörtel zugesetzt worden.
Im 20. Jahrhundert wurden bei einer Restaurierung des Langchors die Farbfassungen abgenommen, um die mittelalterlichen Malereien freizulegen. Einige Restspuren blieben jedoch erhalten. Das Langhaus der Kirche wurde im 19. Jahrhundert abgerissen. An seiner statt wurde 1930 ein Gemeindehaus erbaut, das den ehem. Lettner der Klosterkirche aufnimmt.


1. Bauphase:
(1276 - 1277)
Errichtung des Chordachwerkes 1276/77 (d).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1300 - 1399)
Im 14. Jahrhundert wurden verschiedene Veränderungen vorgenommen. Zu dieser
Umgestaltungsphase gehört wohl auch die mit Wandmalerei gestaltete östliche
Tabernakelnische (s).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1390 - 1420)
Um 1400 (s) wurde die westliche Tabernakelnische eingebaut, ein Franziskusaltar errichtet
und ein zu diesem Zweck angefertigtes Wandgemälde darüber angebracht (a).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1506 - 1507)
Errichtung des Dachreiters 1506/07 (d).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1900 - 1930)
Abnahme der Farbfassungen im 20. Jh. (a).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(409): Franziskanerkirche Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Fotos

Ansicht des Chores von SO / Franziskanerkirche in 73728 Esslingen am Neckar
Joh. Braungart, Die Franziskanerkirche, um 1840,  Stadtmuseum Esslingen / Franziskanerkirche in 73728 Esslingen am Neckar (Stadtmuseum Esslingen)

Blick in den Chor / Franziskanerkirche in 73728 Esslingen am Neckar (http://www.ev-kirche-esslingen.de)

ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Gefügekundliche Analyse und dendrochronologische Untersuchung
  • Bauhistorische Kurzuntersuchung im Langchor - Ostteile: Nord- und Südwand
ausblenden

Beschreibung(409): Franziskanerkirche Beschreibung

Umgebung, Lage: Im südöstlichen Bereich der Esslinger Altstadt liegt am Blarerplatz die sog. Franziskaner- oder auch Hintere Kirche. Von der gotischen Klosterkirche blieb lediglich der Chor parallel zur Franziskanergasse erhalten.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kirche, allgemein
    • Kloster, allgemein
    • Klosterkirche
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Langchor der ehemaligen Klosterkirche; vom Langhaus blieb noch im direkten Anschluss zum Chor der siebenjochige Lettner erhalten (integriert in das 1930 erbaute Gemeindehaus).
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Langchor besteht aus drei kreuzrippenüberwölbten Jochen mit 5/8 Schluss. Der im Westen anschließende Lettner besitzt sieben kreuzrippengewölbte Joche. Die mittleren drei Jochen des Lettners liegen direkt vor dem Langchor, womit das Mittelschiff der Klosterkirche genau in einer Flucht mit dem Langchor lag und von Seitenschiffen flankiert wurde, die 2/3 der Breite aufwiesen.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Langchor: Zusetzung der beiden Türen in der Nordwand; moderner Fussboden: Altarraum wie Altar sind aus Stein, während der übrige Raum mit Parkett ausgelegt wurde.
Bestand/Ausstattung: Steinerne Einbauten an der Nordwand in Form von zwei Tabernakelnischen; an der Südwand des Altarraumes: Piscina und Sediliennische.
ausblenden

Konstruktionen(409): Franziskanerkirche Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit Abstrebung
  • Gewölbe
    • Rippengewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Die Dienste des Langchors werden lediglich im Chorpolygon über den Sockel bis auf den Boden gezogen und ansonsten von Konsolen unterhalb der Fenster abgefangen.