Altes Rathaus
ID:
212252651020
Datum:
27.01.2011
Datenbestand:
Bauforschung
Bauforschung
Alle Inhalte dieser Seite:
anzeigen / ausblenden
Objektdaten
|
|
Weitere Objekte an diesem Wohnplatz
Bickentor (78050 Villingen)
Brunnenstrasse 18 (78050 Villingen, Brunnenstrasse 18)
Elisabethenturm (78050 Villingen)
Münster Unserer Lieben Frau (78050 Villingen, Münsterplatz 9)
Oberes Tor (78050 Villingen)
Wohnhaus, Brunnenstraße 16 (78050 Villingen, Brunnenstraße 16)
Wohnhaus, Brunnenstrasse 23 (78050 Villingen, Brunnenstrasse 23)
Wohnhaus, Gerberstraße 55 (78050 Villingen, Gerberstraße 55)
Wohnhaus, Gerberstrasse 57 (78050 Villingen, Gerberstrasse 57)
Wohnhaus, Gerberstrasse 74 (78050 Viliingen, Gerberstrasse 74)
Wohnhaus, Goldgrubengasse 3/5 (78050 Villingen, Goldgrubengasse 3/5)
Wohnhaus, Niedere Strasse 13 (78050 Villingen, Niedere Strasse 13)
Wohnhaus, Niedere Strasse 63 (78050 Villingen, Niedere Strasse 63)
Wohnhaus, Obere Straße 37 (78050 Villingen, Obere Straße 37)
Wohnhaus, Rietgasse 10 (78050 Villingen, Rietgasse 10)
Wohnhaus, Rietstraße 11 (78050 Villingen, Rietstraße 11)
Wohnhaus, Rietstraße 26 (78050 Villingen, Rietstraße 26)
Wohnhaus, Rietstraße 28 (78050 Villingen, Rietstraße 28)
Wohnhaus, Rietstraße 6 (78050 Villingen, Rietstraße 6)
Wohnhaus, Zinsergasse 12 (78050 Villingen, Zinsergasse 12)
Bauphasen
|
Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: ausführlich in Dokumentation |
|
|
|
|
|
1. Bauphase:
(1200 - 1300) |
Die älteste bisher exakt datierbare Bausubstanz wurde im mittleren Bauteil des Gesamtkomplexes lokalisiert (d) [1210/12] Sattaldach vor 1300 (Putzreste) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
| Konstruktionsdetail: |
|
|
|
|
|
2. Bauphase:
(1288) |
Umbauten (d) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
3. Bauphase:
(1342) |
Aus der Zeit um 1342 (d) stammt das vollständig erhaltene Dachwerk im Osten. Damit einher ging die Umgestaltung des Unterbaus. Aus der Zeit des Umbaus stammt die große Halle im Erdgeschoss, der zur gleichen Zeit noch der Erdgeschoßraum des Mittelbaus zugeordnet wurde. In die Zeit um 1342 ist wohl auch das Gebälk über dem heutigen Ratsaal und dem im Westen angrenzenden Vorraum zu datieren. Den im 13. Jahrhundert modernisierten Bauten wird um 1342 der nach Osten erweiterte Neubau zugeschlagen. In diesem Zusammenhang wurden die an der Rietstraße aufgereiten Grundstücke im rückwärtigen Bereich gekappt und die dort vorhandenen Nebengebäude in den Neubeu intigriert. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
| Konstruktionsdetail: |
|
|
|
|
|
4. Bauphase:
(1400 - 1600) |
Bis zu den umfassenden Umgestaltungen im 16. Jahrhundert sind nur wenige Baumaßnahmen zu verzeichnen. In erster Linie ist daher auf den Ersatz des Dachwerkes auf dem Mittelbau einzugehen. Wie die Brandspuren an den über dem 2. Obergeschoß verbauten Deckenbalken belegen, ist das alte Dach um das Jahr 1415 (d) abgebrannt und wurde danach durch das vorhandene Dachwerk ersetzt. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
5. Bauphase:
(1511) |
Umbauten am Westbau, darunter die Umgestaltung der Spitzgiebel zu Treppengiebeln |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
6. Bauphase:
(1536) |
Die für den heutigen Komplex wohl nachhaltigste Umbaumaßnahme datiert in die Jahre um 1536 (d). In dieser Zeit wurde in das 1. Obergeschoß des östlichen Lagergebäudes der heute vorhandene Ratsaal eingebaut. Spätestens mit diesem Umbau ist die funktionale und repräsentative Umorientierung des Rathauskomplexes am Münsterplatz abgeschlossen. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
7. Bauphase:
(1612) |
Um das Jahr 1612 (d) wurde ein an der Südtraufe des Ostbaus angrenzendes Pultdach abgebrochen. Der Baukörper wurde erhöht und mit einem neuen, um 90 Grad gedrehten Pultdach versehen. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
| Konstruktionsdetail: |
|
|
|
|
|
8. Bauphase:
(1698) |
In den Jahren um 1698 (d) erfolgte die Sicherung der Ratssaaldecke. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
9. Bauphase:
(1876) |
Nach der Gründung der Altertümersammlung im Jahre 1876 (a) setzte eine rege Bautätigkeit ein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Ostgiebel eine historisierende Giebelbemalung und der alte Torbogen des frühen 16. Jahrhunderts wurde duch zwei neue Türöffnungen ersetzt. Das im Süden angrenzende und auf dem rükwertigen Grundstück von Riedstraße Nr. 14 stehende Gebäude erhielt einem dem Ostgiebel angeglichenen Zinnenaufsatz. |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
|
|
|
|
10. Bauphase:
(1925) |
Während den Umbauten um das Jahr 1925 wurde in die Nordwand des Ostbaus der insgesamt dritte Torbogen eingebrochen. Ferner erfolgte die Umgestaltung der gesamten Ostfassade: Abbruch des Zinnenkranzes am Südbau, Ersetzen der spärlichen Befensterung durch ein neues Fensterband sowie die Vervollständigung der symmetrischen Fenstergestaltung (heutiges Erscheinungsbild) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
|
Zugeordnete Dokumentationen
- Dendrochronologische Datierung
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | im Zentrum |
| Lagedetail: |
|
| Bauwerkstyp: |
|
| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): |
dreigeschossiger Massivbau mit Treppenturm; insgesamt vermittelt die Struktur keine Wohnutzung: es fehlt ein Treppenhaus, eine Küche und der ansonsten übliche Schalfraum; dafür lassen aber das repräsentative Erdgeschoß und der im Obergeschoß angelegte Versammlungsraum eher dir Funktione eines für eine ausgewählte Gesellschaft bestimmten Versammlungsort erkennen. Das heutige Erscheinungsbild des Münsterplatzes mit dem zum Platz ausgerichteten Rathausgiebel ist das Resultat eines langfristigen Veränderungsprozesses, innerhalb dessen im Osten der Rietstraße dir rückwertigen Gebäude abgebrochen und die weit in die Tiefe reichenden Hauptgebäude zum Teil um mehere Meter gekürzt wurden. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | langer, schmaler Baukörper |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): |
Im Vorfeld einer beabsichtigten Modernisierung und Neukonzipierung des im "Alten Rathaus" untergebrachten Museums wurde im Jahre 1994 eine bauhistorische Dokumentation durchgeführt. Nach bislang erzielten Ergebnissen stammen die ältesten erkannten Baustrukturen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Dabei handelt es sich ursprünglich um die rückwärtigen Nebengebäude der an der Rietstraße stehenden Hauptbauten. |
| Bestand / Ausstattung: | Im Obergeschoß befand sich ein beheizbarer Raum. Über eine vom Mittelbau benutzbare Hinterladeröffnung war ein im Großraum aufgestellter Ofen beschickbar. |

