Objekt(8143): Wohnhaus Wohnhaus

ID: 212107482917
Datum: 03.11.2010
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(8143): Wohnhaus Objektdaten

Straße: Spitalstraße
Hausnummer: 23
Postleitzahl: 79219
Stadt: Staufen
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Gemeinde: Staufen im Breisgau
Wohnplatz: Staufen im Breisgau
Wohnplatzschlüssel: 8315108015
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(8143): Wohnhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(8143): Wohnhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(8143): Wohnhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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Bauphasen(8143): Wohnhaus Bauphasen

keine Angabenkeine Angaben
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Besitzer(8143): Wohnhaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Systemskizze / Wohnhaus in 79219 Staufen, Staufen im Breisgau (01.11.2002 - Lohrum)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Datierung
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Beschreibung(8143): Wohnhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: in Zentrumsnähe
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): zweigeschossiger Masisvbau in Reihenbebauung
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Langer, schmaler Baukörper, der Teil eines Kernbaus von ca. 8,60 m Länge x ca. 9,20 m Tiefe ist.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: Sturzstein mit Inschrift über Eingangstür im Osten: "1812"
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Konstruktionen(8143): Wohnhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Balkendach mit Rofen und liegendem Stuhl
Konstruktion/Material: Die Erschließung erfolgt über einen im Osten liegenden und im Sturzstein mit der Jahreszahl "1812" datierten Eingang. Auf dem Unterbau ist ein zur Straße traufständig ausgerichtetes Satteldach abgezimmert. Das Gebäude ist Teil eines Kernbaus von ca. 8,60 m Länge x ca. 9,20 m Tiefe. Dieser datiert um das Jahr 1530 (d) und bildete gemeinsam mit den Häusern Nr. 23 und 25 eine bauliche Einheit. Nach der besitzrechtlichen Trennung der beiden heutigen Bauteile wurde der Gebäudeteil Nr. 23 zum rückwärtigen Hofraum hin erweitert, wobei die hintere Dachfläche angehoben wurde. Etwas später zog das Nachbargebäude Nr. 25 nach. Dieser Bauteil wurde in jüngster Zeit modern umgebaut. Heute bildet der Bauteil Nr. 23 nicht mit dem Hausteil Nr. 25, sondern mit dem westlich angrenzenden Bau Spitalstraße 21 eine besitzrechtliche Einheit.
Ob dessen Grundfläche ursprünglich eine eigenständige Parzelle bildete, ist unbekannt. Spätestens im 19. Jahrhundert war der hier stehende Bau, dessen Dachwerk in das 17./18.Jahrhundert zu datieren ist, zeitweise dem westlichen Teil der Kernstruktur zugeschlagen. Für diesen Baukörper war im Jahre 2002 eine Modernisierung vorgesehen. Im Vorfeld der geplanten Umbaumaßnahmen konnte das Haus Nr.23 bauhistorisch untersucht werden.
Der im Vergleich zum gesamten Kernbau schmälere Gebäudeteil Nr. 23 bildete im Jahr 1530 im Erdgeschoss die Eingangs- bzw. Flurzone. Sie besaß noch das ursprüngliche, im rückwärtigen Hausbereich einsehbare Deckengebälk aus Eichenholz. Deutlicher wurde die ursprüngliche Nutzungsstruktur im Obergeschoss: nach dem Abschlagen des Putzes zeigte die gemeinsame Trennwand zum östlichen Bauteil im straßenseitigen Abschnitt die Reste von mehreren, sich überlagernden Hinterladeröffnungen. In ihrer ursprünglichen Funktion dienten sie zur Befeuerung des stubenseitigen Kachelofens. Die angetroffenen Reste implizieren somit für den Hausteil Nr. 23 die Lage des Herdes und für den Hausteil Nr. 25 die Lage des Ofens und damit die Lage der Stube.
Dass Haus Nr. 23 und Nr. 25 ursprünglich einen gemeinsamen Baukörper bildeten, bestätigt sich auch im Dachwerk, wo das tragende Gerüst als dreifach stehende Stuhlkonstruktion ausgebildet ist. Die Ständer tragen firstparallel verlaufende Pfetten die zusammen mit den längsaussteifenden Hölzern bis in das Dachwerk des Hauses Nr.25 reichten.
Die ehemals offene Binderquerachse wurde zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Flechtwerkfüllung geschlossen und trennte so eine über dem östlichen Hausteil liegende Dachkammer ab. Diese Kammer war über Jahrhunderte hinweg von Hausteil Nr. 23 aus zugänglich und erhielt in der Folgezeit mehrere, in der Lage versetzte Türöffnungen.
Bemerkenswert ist, dass der westliche Giebelabschluss des Kernbaus im 16. Jahrhundert aus einem Fachwerkgiebel bestand und wohl erst im 17./18. Jahrhundert durch einen Massivgiebel ersetzt wurde. Noch in dieser Zeit bildeten die beiden Hausteile eine nutzungsrechtliche Einheit. Die Trennung der beiden Hausteile erfolgte erst im 19. Jahrhundert und kann möglicherweise mit dem im Eingangssturz vorhandenen Jahreszahl "1812" in Verbindung gebracht werden.

Nachweis: Bauhistorische Dokumentation, Nov. 2002.