Objekt(11668): Wohn- und Geschäftshaus Wohn- und Geschäftshaus

ID: 207692960016
Datum: 27.06.2017
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(11668): Wohn- und Geschäftshaus Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 61
Postleitzahl: 78628
Stadt: Rottweil
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Rottweil (Landkreis)
Gemeinde: Rottweil
Wohnplatz: Rottweil
Wohnplatzschlüssel: 8325049025
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(11668): Wohn- und Geschäftshaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(11668): Wohn- und Geschäftshaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(11668): Wohn- und Geschäftshaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungEhem. Hauptpost, Hauptstraße 26 + 28 (78628 Rottweil)
BauforschungEhem. Sondersiechenhaus, Stadionstraße 2 und 4 (78628 Rottweil)
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Bauforschung und RestaurierungGebäudekomplex, Oberamteigasse 13 (78628 Rottweil)
BauforschungGrabung (röm. Kastell) (78628 Rottweil, Lindenstraße 30)
Bauforschung und RestaurierungHeimat- und Stadtmuseum, Hauptstraße 20 (78628 Rottweil)
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BauforschungWohnhaus, Hochmaiengasse 11 (78628 Rottweil)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Herderstraße 7 (78628 Rottweil)
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Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Lorenzgasse 8 (78628 Rottweil)
BauforschungWohnhaus, Bruderschaftsgasse 2 (78628 Rottweil)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Glükhergasse 16 (78628 Rottweil)
BauforschungWohnhaus (78628 Rottweil, Waldtorstraße 17)
Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Glükhergasse 14 (78628 Rottweil)
BauforschungWohnhaus (78628 Rottweil, Suppengasse 6)
BauforschungWohnhaus, Armlederstrasse 5 (78628 Rottweil, Armlederstraße 5)
1234
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Bauphasen(11668): Wohn- und Geschäftshaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Außer Resten der Vorgängerbebauung, die in den massiven Trennwänden zu den anstoßenden Nachbarhäusern zu vermuten sind, geht das Gebäude im Wesentlichen auf einen Wiederaufbau nach einem 1762 stattgefunden Brand zurück. Davon haben sich das Dachwerk, aus Fachwerk aufgebaute Umfassungswände und ein Teil der Fachwerkinnenwände erhalten. Auch die aus Blockstufen aufgebauten Treppenläufe der Obergeschosse gehen im Kern auf die Bauzeit zurück. Von bauzeitlicher Ausstattung konnten keine Reste erkannt werden, es wurde aber auch nicht danach gesucht.

Der für das 18. Jahrhundert und ein städtisches Umfeld archaische Aufbau der Blockstufentreppe lässt erkennen, dass der Wiederaufbau mit geringen Mitteln und möglichst einfach erfolgen musste.


1. Bauphase:
(1762 - 1763)
Errichtung des Gebäudes (d)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
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Besitzer(11668): Wohn- und Geschäftshaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(11668): Wohn- und Geschäftshaus Zugeordnetes Objekt

keineskeines
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzanalyse und dendrochronologische Altersbestimmung
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Beschreibung(11668): Wohn- und Geschäftshaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Wohn- und Geschäftshaus ist Teil der nördlichen Häuserzeile der Unteren Hauptstraße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Es setzt sich aus drei Vollgeschossen und einem traufständigen, hohen Satteldach zusammen. Auf der Rückseite liegt das Außenniveau auf Höhe des Obergeschosses. Hier befindet sich heute die Haustüre, unabhängig vom erdgeschossigen Ladengeschäft. Innerhalb der Straßenwand liegt ein einfacher Erker im Obergeschoss. Ein ehemaliger Laubengang an der Rückseite ist in die Wohnfläche einbezogen worden. Eine Aufzugsgaube an der Rückseite sitzt auf der heutigen Rückwand, die aus dem Laubengang hervorgegangen ist.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(11668): Wohn- und Geschäftshaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Detail (Ausstattung)
    • Fenstererker
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material: Dachwerk
Das Dachwerk ist als liegende Stuhlkonstruktion in zwei Geschossen, im 1. DG mit zusätzlicher stehender Mittelachse, ausgebildet und im 3. DG. um einen stehenden Stuhl ergänzt. Der liegende Stuhl sitzt auf Stuhlschwellen und die Stuhlpfetten sind in polygonaler Form der Dachschräge angepasst.
An beiden Giebelseiten sind Fachwerkgiebel ausgebildet, in die liegende Stuhlständer eingebunden sind, um entsprechende Anschlüsse für Pfetten, Schwellen und Längsverbände zu gewährleisten. Die Bundseite beider Giebel ist jeweils nach außen gekehrt, was nur so interpretiert werden kann, dass es sich beim untersuchten Gebäude um eines der ersten Häuser handelt, die nach dem Brand wieder aufgebaut worden sind, noch bevor die beiden anstoßenden Nachbargebäude standen. Da entlang der Vordertraufe ein Durchblick in den Dachraum des östlich anstoßenden Nachbarhauses möglich ist, hat dieses offensichtlich keine eigene Giebelwand, möglicherweise aber eine offene Binderachse. Dass das Haus nicht lange freigestanden hat, ist daran zu erkennen, dass das Holzgerüst vom Zimmermann zwar so vorbereitet war, dass kleine Giebelfensterchen möglich gewesen wären, aber diese Gefache schon vornherein zugemauert worden sind.

Die Mittelachse im Dachwerk ist außermittig angeordnet, vorbestimmt durch den Verlauf der Mittelachse in den Obergeschossen, wo sie jeweils die Flurwand bildet. Ihre Bundseite ist entsprechend zum Flur hin ausgerichtet.

Die Abbundzeichen im 1. DG weisen jeweils eine Stockwerkskerbe auf, was bedeutet, dass auch das 2. OG zur zimmerungstechnischen Abbundeinheit dazu gehört hat. Der Bezugsachsenschnittpunkt liegt in der üblichen Weise an der zur Hauptstraßenkreuzung gerichteten Ecke der Straßenseite.

Innerhalb der straßenseitigen Stuhlkonstruktion des 1. DG ist der Längsverband eines Stuhlfeldes in reduzierter Form ausgebildet und ein zusätzlicher liegender Ständer eingebunden. Allem Anschein nach wurde hier vom Zimmermann eine Lücke gelassen, um eine Aufzugshaube aufzusetzen. Allerdings konnten keine Spuren dafür gefunden werden, dass eine solche auch tatsächlich vorhanden war. Stattdessen befindet sich eine Aufzugshaube an der Rücktraufe. Für ihren nachträglichen Einbau wurde die Längsaussteifung eines Stuhlfeldes und ein Sparren herausgenommen. Zudem sitzt die Gaube nicht der eigentlichen Traufwand auf, sondern sie wurde in weit vorgeschobener Lage an der Außenflucht eines ehemaligen Laubenganges platziert.

Obergeschosse
In den Obergeschossen ist zwar an keiner Stelle - abgesehen von Sondagen - Einblick in die Bausubstanz möglich, da Wände und Decken alle verkleidet sind, doch anhand der Wandstärken und Wandfluchten kann erschlossen werden, dass das 2. OG nur zur Straße hin eine Massivwand besitzt, die übrigen drei Umfassungswände und die Innenwände hingegen eine Fachwerkkonstruktion bilden. Im 1. OG verspringen hingegen die Wandfluchten der Giebelwände nach innen, wonach sie gemauert sein dürften. Es ist zu vermuten, dass sie noch auf die Bebauung aus der Zeit vor der Brandkatastrophe herrühren. Ob dies auch für die straßenseitige Traufwand übertragen werden kann, ist angesichts der großen Wandöffnungen eher unwahrscheinlich.

Da im 2. OG Innen- und Außenwände Teil des Gesamtgefüges sein konnten, wurde dieses Geschoss als unterste Ebene des Gesamtgerüstes behandelt, wogegen im 1. OG nur einige Innenwände unabhängig davon zwischen die massiven Umfassungswände gesetzt worden sind.
In beiden Obergeschossen verläuft die Flurwand in der Achse des mittigen Dachwerksbinders. Alle Balkenlagen sind vermutlich in die Tiefe des Gebäudes gespannt, sodass querlaufende Auflagerhölzer (Unterzüge bzw. Rähme) notwendig sind, die in ihrer Lage mit querlaufenden Innenwänden abgestimmt waren. Doch ist dieses System heute teilweise gestört bzw. nicht mehr vollständig ablesbar. Die bestehende Verteilung der Räume - vorne Wohnzimmer, dahinter Flur, Küche, Bad, hinten Schlafzimmer - dürfte in groben Zügen die ursprüngliche Anordnung nachzeichnen, schon alleine weil sie sich durch die Randbedingungen aufdrängt. Doch wurden hier und da Wandachsen verschoben und neu hinzugefügt, sodass sich die einstigen Wandachsen allein aus der Struktur nicht präzise erschließen lassen. Im 1. OG lassen die versetzte Lage von Flur und Erker eine große Stube über die gesamte Gebäudebreite erwarten, wo heute zwei Räume unterschiedlich weit in die Tiefe der Grundfläche reichen und zusammen einen L-förmigen Raum ergeben würden.