Objekt(9328): Kellereigebäude Kellereigebäude

ID: 204541594115
Datum: 19.09.2013
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(9328): Kellereigebäude Objektdaten

Straße: Schubartstraße
Hausnummer: 20
Postleitzahl: 71579
Stadt: Asperg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Ludwigsburg (Landkreis)
Gemeinde: Asperg
Wohnplatz: Hohenasperg
Wohnplatzschlüssel: 8118003003
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(9328): Kellereigebäude Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: Bauforschung und RestaurierungHohenasperg

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
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Objekt(9328): Kellereigebäude Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(9328): Kellereigebäude Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungHohenasperg (71679 Asperg, Schubartstraße 20)
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Bauphasen(9328): Kellereigebäude Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

In den Jahren 1540/41(d) wurde das Gebäude errichtet.


1. Bauphase:
(1540 - 1541)
In den Jahren 1540/41(d) wurde ein dreistöckiger Baukörper mit drei durch massive Brandmauern abgeschotteten Bauteilen errichtet.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1576 - 1577)
In den Jahren 1576/77(d) wurde der vorhandene Baukörper um ein Stockwerk und ein neues Dach erhöht.
Im Prinzip wurde dabei die vorhandene Konzeption beibehalten. Einige Detailpunkte lassen die Gegensätze zur älteren Abzimmerung erkennen. So sind im oberen Bereich der Fachwerkfassade die Schwellen durch einen Stoß verlängert und die Fußstreben weitaus schwächer gekrümmt.
Das innere Fachwerkgerüst ist mit rechteckigen Ständerquerschnitten abgezimmert, die ehemals zum Teil in den Raum reichten. Die Bundständer stehen mit geraden Kanten auf dem Dielenboden. Die Türsturzausbildung ist anders und im Lagerteil wurden gekrümmte Kopfstreben verbaut.

Auf diese Baumaßnahmen sind einige Veränderungen zurückzuführen. Dazu gehört z.B. die Vergrößerung der beiden Wohnräume im 1.und 2.Oberstock in einen Raum. Durch den Abbruch der gemeinsamen Trennwand wurde zur Lastabfangung des neuen Stockwerkes der Einbau eines profilierten Ständers notwendig.

Auf gravierende Veränderungen im Schlossbereich ist wohl der Einschnitt der Lichtöffnung im 1.Oberstock zu beziehen. Allem Anschein nach erfolgte im Zusammenhang mit der Gebäudeerhöhung eine Anlehnung des rückwärtigen Geländeniveaus. Dadurch verschwand der erste Fachwerkstock weitgehend im Erdreich. Um die hier liegenden Räume zumindest notdürftig zu belichten wurden die Lichtöffnungen eingeschnitten.

Die geringen und kaum erkennbare Abweichung zwischen dem unteren Baukörper aus dem Jahre 1540/41(d) und dem im Jahre 1576/77(d) errichteten Aufsatz zeigen eindrucksvoll, dass dem Bauherr an einem ausgewogenen und harmonischem Erscheinungsbild der hofseitigen Fachwerkfassade gelegen war.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
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Besitzer(9328): Kellereigebäude Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(9328): Kellereigebäude Zugeordnetes Objekt

Restaurierung (Archiv)Kellereigebäude (71579 Asperg)
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
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Beschreibung(9328): Kellereigebäude Beschreibung

Umgebung, Lage: keine Angabenkeine Angaben
Lagedetail: keine Angabenkeine Angaben
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Der als Kellereigebäude benannte Komplex besteht aus insgesamt drei Bauteilen, die vom Unterstock bis unter den Dachfirst durch massive Querwände begrenzt werden und aus dreistöckigen Baukörpern bestehen.
Die Untersuchung beschränkte sich hauptsächlich auf die beiden Bauteile im Südwesten. Der restliche Bauteil wurde in jüngerer Zeit umgebaut. Soweit wie möglich wurde er jedoch berücksichtigt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Für den mittleren Bauteil ist sowohl im 1. wie auch im 2.Oberstock eine abgetrennte Wohneinheit nachweisbar. Sie war zur Hofseite orientiert. Weiteren Räumen ist keine nähere Nutzung zuzuordnen.
Der südwestliche Bauteil diente zumindest in den beiden oberen Stockwerken der Lagerung.
Nachhaltige Störungen durch massive Abfangungen des Überbaus und noch weitgehende Unzugänglichkeit erlauben zur Zeit keine näheren Aussagen zum Unterstock.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(9328): Kellereigebäude Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit beidseitigem Vollwalm
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
Konstruktion/Material: 1.Oberstock
Dieses Stockwerk ist zur Hofseite und im Gerüst als Fachwerkstock abgezimmert. Die rückwärtige Traufwand ist massiv und ist weitgehend im Erdreich eingelassen.
Für den Nordostteil liegen nur spärliche Befunde vor. Sie resultieren aus der Fachwerkfassade. Nach den hier vorhandenen Bundständern war dieser Bauteil im Prinzip vierzonig gegliedert.
Weitere Aussagen basieren auf den Befunden der restlichen Bauteile.
Der mittige Bauteil ist hinsichtlich seiner ursprünglichen Grundrissgliederung weitgehend erfassbar. Er war durch eine Treppe vom Hof, einen wahrscheinlichen Zugang von der rückwärtigen Traufe und von den benachbarten Bauteilen zugänglich. Ein firstparalleler Flur, sowie ein quer gelagertes Treppenhaus mit einem schmalen Flurstück zur Rücktraufe dienten als Erschließungsfläche. Einzelne Räume waren von hier begehbar. Einer besonderen Erwähnung bedarf es zu den beiden, im Nordosten zur Hofseite liegenden Zimmern. Der dem Treppenhaus zugewandte Raum war von hier über eine Hinterladeröffnung und einem Ofen erwärmbar. Das benachbarte Zimmer war nur über den vorgenannten Raum erreichbar. Beide Befunde deuten eine abgeschlossene Wohneinheit an. Für die restlichen Räume ist in keinem Fall eine Ofenstelle nachweisbar.
Bemerkenswert sind die Befunde an der Flurwand. Hier sind im oberen Wandbereich mehrere Öffnungen mit umlaufenden Fälzen erkennbar. Diese Öffnungen sind jedoch nicht original. Dies wird durch die nachweisbaren Zapfenlöcher, für die ursprünglichen, wandhohen Streben, erkennbar.
Die vorhandenen Querwände wurden von den damaligen Zimmerleuten markiert. In diesem Bauteil wurden die Querwände 6,5 und 4 errichtet. Die sechs, fünf oder vier Ausstiche beziehen sich auf die laufenden Nummern der Querwand; die zwei Striche auf das Stockwerk.
Für den Südwestteil sind keine näheren Aussagen notwendig. Der gesamte Bauteil war ohne geschlossene Wände abgezimmert. Zwei zentrale Ständer stellen das konstruktive Gerüst der offenen Lagerhalle. Die durch die Ständer gebildete Querachse ist von den Zimmerleuten mit sieben Ausstichen markiert worden.

2.Oberstock
Auch dieses Stockwerk ist bis auf die rückwärtige Traufwand und die massiven Giebel- und Brandmauern in Fachwerkbauweise errichtet.
Hinsichtlich der ursprünglichen Grundrissgliederung unterscheidet es sich nur unwesentlich vom 1.Oberstock. Der Unterschied im Mittelteil ist durch die versetzte Anordnung der Unterzüge innerhalb des hofseitigen Schiffes und durch die Variation der Raumzugänge gegeben.
Die im 1.Oberstock nachgewiesene Markierungsfolge konnte auch hier in analoger Reihenfolge bestätigt werden.
Obwohl in großem Umfang gestört ist es sicher, dass dir rückwärtige Flurlängswand keine Lichtöffnungen besaß.
Der Südwestteil ist mit seinem ursprünglichen Gerüst weitgehend erhalten und zeigt hier den großen Lagerraum.

3.Oberstock
Dieses Fachwerkstockwerk ist in seiner ältesten Gliederung klarer strukturiert.
Ein breiter Mittelflur durchzieht den mittleren Gebäudeteil, wobei durch einen zusätzlichen Querflur eine kreuzförmige Anlage erzeugt wird. Vom Mittelflur waren die beidseitig angeordneten Räume zugänglich.
Bemerkenswert sind die großen, ursprünglich ungeteilten, Räume im Nordosten.
Zimmermannszeichen wurden nicht erkannt.
Der südwestliche Bauteil ist ohne nähere Aussage als offener Lagerraum erkennbar.

Dachwerk
Das vorhandene Dachgerüst besteht aus liegenden, verzapften Ständern mit einer mittigen Stuhlunterstützung. An den beiden Giebelseiten ist jeweils ein flacher Vollwalm angelegt, der ebenfalls zur weitgehend originalen Dachwerkkonstruktion gehört.