Tabakschuppen
Bauforschung
Objektdaten
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Weitere Objekte an diesem Wohnplatz
Tulla-Brücke (76356 Weingarten, Marktplatz)
Bauphasen
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Kurzbeschreibung der Bau- / Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen: Während des 19. Jahrhunderts war die Zigarette ununterbrochen auf dem Vormarsch; Kau- und Schnupftabak kamen aus der Mode, während Zigaretten sich noch nicht richtig durchsetzen konnten. |
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1. Bauphase:
(1937) |
Der westliche Teil des Tabakschuppens wurde im Jahre 1937 errichtet.(a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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2. Bauphase:
(1941) |
Der östliche Teil des Tabakschuppens wurde im Jahre 1941 errichtet. (a) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Zugeordnete Dokumentationen
- Bestandsaufnahme (gutachterliche Stellungnahme)
Beschreibung
| Umgebung, Lage: | Die Tabakschuppenanlage in der Ringstrasse 110 liegt im heutigen Gewerbegebiet von Weingarten. |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | Der aus zwei Trocknungshallen und einem Verbindungsbau bestehende Tabakschuppen steht zwar giebelständig zur Ringstraße, prägend jedoch ist die lang gestreckte Traufseite entlang der Königsbergerstraße. Die Grundmaße der zwei Hallen betragen jeweils ca. 30 x 10,5 m, die Firsthöhe beläuft sich auf ca. 12 m. Der Verbindungsbau ist ca. 9 x 8,5 m groß mit einer Firsthöhe von ca. 8 m. |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: | Die Erschließung der Hallen ist sowohl über die Tore an den Stirnseiten als auch über einen innenliegenden Zugang vom Verbindungsbau aus möglich. Die beiden Längsseiten sind weitestgehend geschlossen; lediglich die südwestliche Halle besitzt auf der Straßenseite unmittelbar neben der Treppe eine kleine Tür. Der Verbindungsbau, der zwischen den beiden Tabakschuppen liegt, wird von den Traufseiten aus über zwei große Tore im Süden und über ein Tor in Norden erschlossen. Im Inneren sind die Hallen in vier Raumebenen unterteilt. Das Erdgeschoss wird von breiten Gängen sowie drei Trockenböden eingenommen. |
| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): |
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| Bestand / Ausstattung: |
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Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
Die Längsseiten der Trocknungshallen sind mit Lamellenelementen aus Holz versehen. Die Lamellen lassen sich nach Bedarf öffnen. Durchlaufende Bodenbeläge sind nicht vorhanden. Der First ist auf den beiden Schuppen durch einen zusätzlichen Aufbau aufgedoppelt, so dass die über die Fassadenelemente einströmende Luft hier entweichen kann. Die auf betonierten Sockel verankerte Holzkonstruktion besteht, je Halle aus zwei Stirn- und fünf Feld-Bundachsen. Das Erdgeschoss wird je Feldachse durch zwei freistehende Stützen, sowie durch bis zur dritten Ebene hochreichende Zangen-Binder gegliedert. Die aufgehenden Ebenen werden dementsprechend von jeweils zwei zur Mitte versetzten Stützenreihen gehalten. Die Tragkonstruktionen der Stirnseiten bestehen hiervon abweichend aus über jeweils zwei Ebenen reichenden Andreaskreuzen. Die anfallenden Lasten werden über zwei Stützen auf der ersten und vierten Ebene und jeweils einer, der Längsfassade vorgelagerten Stütze in den massiven Sockel des Erdgeschosses geleitet. Die Schlankheit des Baukörpers schlägt sich auch in der Konstruktion nieder, die wohl als Ingenieurholzbau anzusehen ist. Der Bau knüpft in seiner Bauweise an dem Eisenbahnbrückenbau des späten 19. Jahrhunderts an. Prägend ist das fast vollständige Fehlen von zimmermannsmäßigen Verbindungen zugunsten von verbolzten Zangenwerken. |


