Objekt(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei)

ID: 201220359388
Datum: 21.02.2006
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Objektdaten

Straße: Beim Schloss
Hausnummer: keinekeine
Postleitzahl: 72074
Stadt: Tübingen-Bebenhausen
Regierungsbezirk: Tübingen
Kreis: Tübingen (Landkreis)
Gemeinde: Tübingen
Wohnplatz: Bebenhausen
Wohnplatzschlüssel: 8416041002
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabekeine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: BauforschungKasernenhof, Werkstattgebäude, Kasernenhof 14
2. Beinhaltet Bauteil: Bauforschungehemalige Holz und Chaisen Remise
3. Beinhaltet Bauteil: Bauforschung und RestaurierungWestflügel mit Winter- und Laienrefektorium
4. Beinhaltet Bauteil: BauforschungKlostermauer-Abschnitt beim ehem. Küferhaus
5. Beinhaltet Bauteil: BauforschungBebenhäuser Klosterhof
6. Beinhaltet Bauteil: Bauforschung und Restaurierungehem. Klosterkirche
7. Beinhaltet Bauteil: BauforschungKapfscher Bau (Infirmerie)
8. Beinhaltet Bauteil: Bauforschungehemaliges Abtshaus, Schloss, Herrenhaus, Beim Schloss 1
9. Beinhaltet Bauteil: BauforschungSchreibturm (Inneres Tor), Schreibturm
10. Beinhaltet Bauteil: BauforschungKasernenhof, Scheune, Kasernenhof 6, 8
11. Beinhaltet Bauteil: Bauforschung und Restaurierungehem. Zisterziensterabtei Bebenhausen, Ostflügel, Kloster Bebenhausen
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Objekt(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und Restaurierungehem. Klosterkirche (72074 Tübingen-Bebenhausen)
Bauforschung und Restaurierungehem. Zisterziensterabtei Bebenhausen, Ostflügel, Kloster Bebenhausen (72074 Bebenhausen)
Bauforschungehemalige Holz und Chaisen Remise (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss 2)
Bauforschungehemaliges Abtshaus, Schloss, Herrenhaus, Beim Schloss 1 (72074 Tübingen-Bebenhausen)
BauforschungKapfscher Bau (Infirmerie) (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss)
BauforschungKasernenhof, Scheune, Kasernenhof 6, 8 (72074 Tübingen-Bebenhausen)
BauforschungKasernenhof, Werkstattgebäude, Kasernenhof 14 (72074 Tübingen-Bebenhausen)
BauforschungKlostermauer-Abschnitt beim ehem. Küferhaus (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss 17)
BauforschungSchreibturm (Inneres Tor), Schreibturm (72070 Tübingen-Bebenhausen)
Bauforschung und RestaurierungWestflügel mit Winter- und Laienrefektorium (72074 Tübingen-Bebenhausen, Beim Schloss 1)
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Bauphasen(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Kloster Bebenhausen wurde vermutlich um 1183/84 durch Pfalzgraf Rudolph von Tübingen gegründet. In einer Urkunde Herzog Friedrichs von Schwaben aus dem Jahr 1187, die dem Kloster Nutzungsrechte im Schönbuch verleiht, findet es seine erste schriftliche Erwähnung.
Zunächst wählte Rudolph von Tübingen den Prämonstratenserorden zum Bezug Kloster Bebenhausens aus, dessen Regularien eine weltliche Familiengrablege der Pfalzgrafen erlaubt hätten. Doch schon vor 1191 verließen die Mönche Bebenhausen wieder, ohne bestimmten Grund. Im Jahr 1190 übernahmen die Zisterzienser das Kloster.

Der Bau der Klosteranlage im ausgehenden 12. und beginnenden 13. Jahrhundert mit Kirche, Kreuzgang und den anschließenden Gebäuden folgte den Maßstäben der zisterziensischen Architektur, die Selbstbeschränkung, Zurückhaltung , Verzicht und Askese vorschrieben. Bebenhausen entwickelt sich zu einem blühenden Kloster, das zu den reichsten in Württemberg gehören wird.


1. Bauphase:
(1180 - 1185)
Gründung des Klosters durch Pfalzgraf Rudolph von Tübingen um 1185
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1187)
Erste Erwähnung des Klosters in einer Urkunde Herzog Friedrichs von Schwaben. Das Kloster bestand bereits, war aber noch im Bau.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1228)
Die Klosterkirche wird um 1228 geweiht.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1279 - 1280)
Errichtung des Dachstuhls des Westflügels 1279/80 d.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1320 - 1353)
Um- und Ausbau des Klosters unter Abt Konrad von Lustnau im hochgotischen Stil
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Bauphase:
(1407 - 1409)
Errichtung des steineren Vierungsturms
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Bauphase:
(1461 - 1534)
Teilwölbung der Klosterkirche, Vollendung des Kreuzgangs, Westtrakts mit Winter- und Laienrefektorium, Mönchsdorment und neue Sakristei. Umbau der Siechenkapelle zur Abtsküche und ab 1532 der alten Infirmarie zum Gästehaus (neuer Bau)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

8. Bauphase:
(1535 - 1537)
Einführung der Reformation (1535) und Auflösung des Klosters. Abbruch des Langhauses der Klosterkirche um 1537
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

9. Bauphase:
(1556)
Einrichtung einer evangelischen Klosterschule
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

10. Bauphase:
(1566 - 1568)
Neubau der Klosterkirche unter Einbeziehung der mittelalterlichen Ostteile
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

11. Bauphase:
(1630 - 1648)
Rückkehr des Konvents ins Kloster
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

12. Bauphase:
(1795 - 1796)
Neubau der Bruderhalle
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

13. Bauphase:
(1806 - 1807)
Schließung der Klosterschule und Aufhebung des Klosteramtes Bebenhausen.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

14. Bauphase:
(1807 - 1811)
Umbau des Abtshauses zum Jagdschloss.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

15. Bauphase:
(1832)
Abbruch des Lustnauer Tores und der Torkapelle.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

16. Bauphase:
(1864 - 1891)
Ausbau und Restaurierung der Gebäude
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

17. Bauphase:
(1958 - 1986)
Umfassende Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Zugeordnetes Objekt

keineskeines
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Fotos

Die Zisterzienserabtei Bebenhausen. Ansicht aus dem Forstlagerbuch von A. Kieser, 1683 (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) / Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) in 72074 Tübingen-Bebenhausen
Gesamtplan von Bebenhausen
(nach dem Urkatasterplan von 1825)  / Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) in 72074 Tübingen-Bebenhausen

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Dokumentation bezeichnet mit Nachlass Krins, bestehend aus handschriftlichen Notizen, Kopien verschiedener Literatur zum Kloster und einem Raumbuch
  • Dendrochronologische Untersuchungen
  • Restauratorische Voruntersuchungen im Bereich der gesamten Klosteranlage
  • Inventarisation der 76 Grabdenkmale im Süd- und Westflügel des Kreuzgangs
  • Inventarisation aller noch sichtbaren Steinmetzzeichen
  • Bauaufnahme historischer Fliesenboden, Dokumentation
  • Restauratorische Voruntersuchung und Kartierung
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Beschreibung(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Beschreibung

Umgebung, Lage: Im Naturpark Schönbuch nördlich von Tübingen gelegen. Das Kloster liegt auf einer relativ kleinen schräggeneigten Terrasse des Brombergs mit steil nach Süden und Osten abfallenden Hängen und erinnert durch diese Lage über dem Zusammenfluss von Goldersbach und Seebach auffallend an einen Burgplatz. Die weite, ehemals landwirtschaftlich genutzte Talaue umgibt auf allen Seiten dichter Wald.

Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Museum/Ausstellungsgebäude
  • Sakralbauten
    • Kloster, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Die Anlage umfasst Kirche, Konvent, Abtshaus, Gästehaus und Infirmerie und wird von einem weitläufigen Wirtschaftshof auf der West- und Südseite umgeben, der von mächtigen Ringmauern eingefasst ist. Ausserhalb des inneren Klosterbereiches befinden sich weitere Wirtschafts- und Nebengebäude.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Funktionaler Klostergrundriss einer Zisterzienseranlage mit Klausurgebäuden um den Kreuzgang südlich der Kirche.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Die gesamte Klosteranlage mit Wirtschaftsgebäuden ist bis auf kleinere Umbauten nahezu vollständig erhalten.
Bestand/Ausstattung: An und in den verschiedenen Klostergebäuden befinden sich umfangreich architektonische Zierglieder und Schmuckformen sowie Grabdenkmäler, Skulpturen und Wandmalereien.
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Konstruktionen(132): Klosteranlage (ehemalige Zisterzienserabtei) Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Fenster
    • bemerkenswerte Feuerstätten
    • bemerkenswerte Treppen
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei
  • Gestaltungselemente
    • Zierglieder im Steinbau
  • Steinbau Mauerwerk
    • Werkstein
Konstruktion/Material: Die Klostergebäude bestehen überwiegend aus Natursteinmauerwerk, teilweise als Werkstein steinsichtig oder aus Bruchsteinmauerwerk verputzt ausgeführt. Tür- und Fensteröffnungen enthalten profilierte Sandsteinbauteile, an Kirche und Klausurgebäuden als Maßwerke ausgeführt.