Wohnhaus, Rietstraße 26
ID:
197299697310
Datum:
14.01.2011
Datenbestand:
Bauforschung
Bauforschung
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Objektdaten
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Bauphasen
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1. Bauphase:
(1685 - 1686) |
Dachkonstruktion (d) |
| Betroffene Gebäudeteile: |
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Beschreibung
| Umgebung, Lage: | in Zentrumsnähe |
| Lagedetail: |
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| Bauwerkstyp: |
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| Baukörper / Objektform (Kurzbeschreibung): | dreigeschossiger Massivbau |
| Innerer Aufbau / Grundriss / Zonierung: |
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| Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): | Das Gebäude steht traufständig zur Straße und beherbergt aktuell einen Schnellimbiss im EG. |
| Bestand / Ausstattung: |
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Konstruktionen
| Konstruktionsdetail: |
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| Konstruktion / Material: |
Im rückwärtigen Bereich der ostwärtigen Giebelwand sind verputzte Konsolen und ein Streichbalken zur Auflagerung einer nicht einsichtigen Balkendecke. Im 1. Obergeschoss ist straßenseitig die ehemalige Stube angelegt. Sie nimmt die gesamte Straßenfront ein. Nach Aussage des Bestizers ist über der heutigen Decke eine in Nord-Südrichtung gespannte Bretter-Balken-Decke vorhanden, deren Balken alternierend schmuckvoll profiliert bzw. kantig gehalten sind. An der Straßentraufe blieb ein eingeschossiger Steinerker erhalten. Ältere Steingewände befinden sich an der Rücktraufe im 1. und 2. Obergeschoss. Der erste Dachstock ist mittlerweile ausgebaut, wobei an der Straßenseite das Dach in jüngerer Zeit um einen Stock angehoben wurde, wodurch die ältere Dachkonstruktion stark gestört wurde. Einsichtig ist das Dachgerüst nur im 2. Dachstock. In zwei ca. 1,20 m vor den massiven Giebelmauern abgesetzten Stuhlachsen ist ein zweifach stehender Stuhl aufgeschlagen. Die konstruktive Abzimmerung gleicht dem Dachstuhl von Haus Nr. 28. Die Kehlbalken sind mit den Sparren verzapft. Die Aussteifung erfolgt durch angeblattete Kopfbänder in Quer- und Längsrichtung. Das Holzwerk zeigt keine Verrußungsspuren. Die vorhandenen Stuhlpfetten reichen teilweise bis ins Mauerwerk der beiden Giebel. In diesen Fällen hebt sich die nachträgliche Vermauerung der Pfetten durch Backsteinmaterial eindeutig vom älteren Bruchsteinmauerwerk ab. Die lichte Weite zwischen den beiden Giebeln beträgt ca. 6,50 m. Der dendrochronologischen Untersuchung dreier Bohrproben zufolge, wurde das Bauholz in den Jahren 1685/86 (d) gefällt. Am ostwärtigen Giebel befindet sich ein verschalter Kamin. Ein älterer Giebelabdruck ist in dem lückenhaft einsichtigen Wandbereich nicht erkennbar. Anders am Westgiebel. Hier bildet sich der schon bei Haus Nr. 28 beschriebene Altgiebel recht eindeutig ab, wobei die nördliche Aufmauerung bündig auf dem Altgiebel ansetzt, wo entlang der Dachschräge mehrere Putzschichten für einen ehemaligen Dachanscchluß vorhanden sind. |
