Objekt(11890): Friedhofsmauer Friedhofsmauer

ID: 173012449816
Datum: 12.12.2017
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(11890): Friedhofsmauer Objektdaten

Straße: Bläsiweg
Hausnummer: 4
Postleitzahl: 79650
Stadt: Schopfheim-Fahrnau
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Lörrach (Landkreis)
Gemeinde: Schopfheim
Wohnplatz: Fahrnau
Wohnplatzschlüssel: 8336081006
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
einblenden

Objektverknüpfungen(11890): Friedhofsmauer Objektbeziehungen

keinekeine
einblenden

Objekt(11890): Friedhofsmauer Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(11890): Friedhofsmauer Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungEhem. ev. Kirche St. Agathe, Kirchplatz 1 (79650 Schopfheim-Fahrnau)
ausblenden

Bauphasen(11890): Friedhofsmauer Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Zwischen 1835-38 wurde als Ersatz des Kirchhofs um die Dorfkirche St. Agathe ein neuer Friedhof außerhalb der Ortschaft Fahrnau angelegt. Bereits 1851 wurde die Erweiterung der Friedhofsanlage beschlossen und 1853 verwirklicht. Die überwiegend vierseitig geschlossene Mauer erhielt 1949 an der unterbrochenen Ostseite ein Kriegerdenkmal. 2017 wurde an der Nordwestseite ein Teil der Mauer entfernt. (a)


1. Bauphase:
(1835 - 1838)
Das Anlegen des neuen, außerhalb der Ortschaft gelegenen Friedhofes als Ersatz des Kirchhofs um die Dorfkirche St. Agathe ist auf die Jahre 1835 bis 1838 zurückzuführen (a).
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sepulkralanlagen
    • Friedhof
    • Friedhofsmauer

2. Bauphase:
(1853)
Die Erweiterung dieses Friedhofes wurde schon 1851 beschlossen und 1853 umgesetzt (a).
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau

3. Bauphase:
(1949)
Die heute noch bestehende Mauer begrenzt den Friedhof auf vier Seiten nach Süden, Westen, Norden und Osten wobei die Seite nach Osten hin nicht durchgängig geschlossen ist. Hier wurde 1949 der Friedhof um die Anlage eines Kriegerdenkmales erweitert. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Denkmale, Kleindenkmale
    • Kriegerdenkmal

4. Bauphase:
(2017)
Entfernung des nordwestlichen Mauerzuges.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(11890): Friedhofsmauer Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
einblenden

Objekt(11890): Friedhofsmauer Zugeordnetes Objekt

keineskeines
ausblenden

Fotos

Friedhofsmauer in 79650 Schopfheim-Fahrnau
Friedhofsmauer in 79650 Schopfheim-Fahrnau

Friedhofsmauer in 79650 Schopfheim-Fahrnau
Friedhofsmauer in 79650 Schopfheim-Fahrnau
Friedhofsmauer in 79650 Schopfheim-Fahrnau

ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme mit Schadensbericht
ausblenden

Beschreibung(11890): Friedhofsmauer Beschreibung

Umgebung, Lage: Der Friedhof befindet sich im Norden des Schopfheimer Ortsteils Fahrnau. Südöstlich der Friedhofshalle erstreckt sich zwischen Bläsiweg und Eisenbahnstraße die in Südwest-Nordost-Richtung angelegte Begräbnisfläche, die fast durchgehend durch eine Umfriedungsmauer geschlossen ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Die ehemals vierseitig geschlossene, 1,40 m hohe Friedhofsmauer begrenzt den Friedhof heute überwiegend auf der Nord-, Ost- und Südseite. An der Ostseite weist sie eine Lücke auf. Die Mauer wird von mehreren Eingängen und Durchgängen unterbrochen. Lediglich die Südseite ist geschlossen ausgeführt.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Lücke an der Ostseite beträgt ca. 70 m; der fehlende Abschnitt wurde wohl in der Zeit zwischen 1939 und 1949 abgebrochen.
An der Westseite zur Friedhofshalle hin wurde ein Teil der Mauer 2017 abgetragen. Ursprünglich war dieser westliche Mauerbereich mit insgesamt 4 Eingängen angelegt, wobei die jeweilige Begrenzung der Eingänge aus zwei ca. 1,9 m hohen Säulen mit quadratischem Grundriss und umlaufend profiliertem Kapitell bestand. Keine der 8 Säulen kann dem originalen ersten Friedhof an dieser Stelle zugeordnet werden, da 4 Stück aus Kunststein bestehen und 4 Stück aus Granit auf einem Betonfundament hergestellt sind (mit eindeutigen Bearbeitungsspuren aus der industriellen Fertigung). Weiteren Aufschluss über die wohl nicht originale Ausführung der Eingänge lässt der Umstand schließen, dass alle, an die Eingangsäulen anschließenden Mauerbereiche in ca. 1 m Breite mit Vollziegelsteinen ausgeführt sind. Diese Ergänzung in einem anderen Material wurde oft bei späteren Verbreiterungen oder Neuanlagen von zusätzlichen Eingängen vorgenommen. Diese 4 Eingänge verfügen über jeweils wahrscheinlich nicht der Bauzeit zuzuordnende schmiedeeiserne Tore.
Die Nordseite wurde ebenfalls in einer nicht der Bauzeit zuzuordnenden Maßnahme ein Eingang durchbrochen. Hier ist wahrscheinlich die erneute Vergrößerung des Friedhofes nach Norden hin als Zeitpunkt der Öffnung der Mauer anzusehen.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Konstruktionen(11890): Friedhofsmauer Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
Konstruktion/Material: Friedhofsmauer
Bei der Friedhofsmauer handelt es sich um eine ca. 50 cm dicke und durchschnittlich 1,4 m hohe Mauer mit einer ursprünglichen Länge von 210 m. Da in Dokumenten von 1939 eine Länge von 280 m angegeben ist und die Lücke an der Ostseite ca. 70 m beträgt, ist davon auszugehen, dass der fehlende Abschnitt in der Zeit zwischen 1939 und 1949 abgebrochen wurde.
Die bestehende Mauer ist verputzt und mit verschiedenen Materialien gemauert. Der Wandaufbau mit unregelmäßigen nur grob bearbeiteten Steinen und teilweise breiten Fugen lässt auf eine Verputzung schon im Originalzustand schließen.
An der Westseite: 4 Eingänge, deren Begrenzung aus zwei ca. 1,9 m hohen Säulen mit quadratischem Grundriss und umlaufend profiliertem Kapitell besteht. Keine der 8 Säulen kann dem originalen ersten Friedhof an dieser Stelle zugeordnet werden, da 4 Stück aus Kunststein bestehen und 4 Stück aus Granit auf einem Betonfundament hergestellt sind (mit eindeutigen Bearbeitungsspuren aus der industriellen Fertigung).
Weiteren Aufschluss über die wohl nicht originale Ausführung der Eingänge lässt der Umstand schließen, dass alle, an die Eingangssäulen anschließenden Mauerbereiche in ca. 1 m Breite mit Vollziegelsteinen ausgeführt sind. Diese Ergänzung in einem anderen Material wurde oft bei späteren Verbreiterungen oder Neuanlagen von zusätzlichen Eingängen vorgenommen. Diese 4 Eingänge verfügen über jeweils wahrscheinlich nicht der Bauzeit zuzuordnende schmiedeeiserne Tore.
Die Nordseite wurde wahrscheinlich im Zuge der erneuten Vergrößerung des Friedhofes mit einem Eingang durchbrochen. Die Mauerflanken im Bereich des Durchbruches sind ebenfalls mit Vollziegelsteinen verfüllt und mit einem zementären Mörtel überzogen. Nach Osten hin ist ein weiterer Eingang zu finden. Hier wurde der Anschluss an die bestehende Mauer in Ortbeton ausgeführt.
Hauptsächliche Baumaterialien der Mauer sind Plattensandstein und Jurakalkstein. Auffällig ist, dass diese Materialien nicht gemischt genutzt wurden, sondern die Mauern Süd und West 1 und 2 aus Plattensandstein und die Mauern West 3 und 4, Nord 1 und 2 und Ost aus Jura- Kalkstein gebaut wurden. Eventuell ist hier eine Abgrenzung der Erbauung 1835 -1837 von der Erweiterung des Friedhofes 1853 möglich.
Zusätzlich muss bei der Beschreibung der Materialien die Mauerabdeckung von den Mauersteinen unterschieden werden. Die Mauer wird teilweise von einer zu einer Seite hinabfallenden Abdeckung mit ca. 5 cm Überstand über die Mauerbreite hinaus bekrönt. Wenige Reste einer alten Mauerabdeckung aus der Plattensandsteinformation des Wiesentäler Sandsteins sind noch vorhanden. Diese auf in der Literatur zu findende, wiederverwendete Reste der alten Kirchhofmauer von St. Agatha zurückzuführen, ist nicht möglich und sehr unwahrscheinlich. Weite Teile der Mauer sind mit stark verwitterten Betonplatten abgedeckt. Auffällig sind hier Rinnbleche unter den Fugen, die eingelegt sind, um ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Mauerkrone durch offene Fugen zwischen den Abdeckplatten zu verhindern. Schon 1939 wird bei einer Sanierungsmaßnahme auf die Wiederbefestigung der Abdeckplatten und der Rinnbleche verwiesen. Eine Datierung des Austausches der Betonplatten ist jedoch nicht eindeutig möglich. Schon bei der Abnahme der Mauer im Jahre 1837 wurde der Zustand der Abdeckplatten kritisiert.
Zwei Schürfstellen zur Untersuchung der Gründung ergaben, dass ein in derselben Dicke und im selben Material wie die Mauer ausgeführtes Fundament ca. 1,1 m in die Tiefe reicht. Die Mauer wurde mit Kalkmörtel gemauert und ist als Bruchsteinmauerwerk im wilden Verband gemauert. Die Schichthöhen variieren von ca. 5 bis 25 cm. Die Steinbreiten variieren von ca. 10 bis ca. 50 cm. Die Mauer scheint also durchgängig von der Sohle bis zum Scheitel 2,5 m hoch zu sein. Unterschiedliche Messhöhen ergeben sich nur durch unterschiedliche Geländeniveaus.