Objekt(11574): Wohnhaus Wohnhaus

ID: 170723974420
Datum: 28.03.2017
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(11574): Wohnhaus Objektdaten

Straße: Burgstraße
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 78479
Stadt: Reichenau-Mittelzell
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Konstanz (Landkreis)
Gemeinde: Reichenau
Wohnplatz: Mittelzell
Wohnplatzschlüssel: 8335066002
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(11574): Wohnhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(11574): Wohnhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(11574): Wohnhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungEhem. Atelier von Heinrich Lotter (abgebrochen), Zum Schatthütle 17 / 17a (78479 Reichenau-Mittelzell)
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BauforschungRebbauernhaus (78479 Reichenau-Mittelzell, Im Weiler 8)
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Bauforschung und RestaurierungWohnhaus, Mittelzellerstr. 14 (78479 Reichenau)
BauforschungWohnhaus, Wittigowostr. 9 (78479 Reichenau-Mittelzell)
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Bauphasen(11574): Wohnhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem Gebäude handelt es sich um einen zweigeschossigen Bau am südlichen Rande des Mittelzeller Klosterareals. Den vorhandenen Unterlagen zufolge es unter Bischof Jakob Fugger (1604-26) als Klosterbibliothek errichtet: Alten Fotos zufolge verfügt es über einen mittelalterlichem Kern. Bis in das frühe 17. Jh. hinein wurde die Ost- und Nordseite großzügig befenstert. Im Inneren befanden sich damals angeblich zwei große Bibliothekssäle. Nach der Auflösung des Klosters wurde es zu verschiedenen Zwecken genutzt, unter anderem nach umfangreichen Umbauten um 1938 als Sparkasse mit weitgehender Neugliederung von Erd- und Obergeschoss und umfangreicher Neubefensterung. Zuletzt wird es zu Wohnzwecken genutzt mit einer Instandsetzung der Hauptgeschosse im Jahr 2006.


1. Bauphase:
(800 - 1499)
Mittelalterlicher Restbestand lässt sich am Gebäude momentan nur schwer greifen, da die Mauerwerksflächen vollständig verputzt sind und damit keine Einsicht in die Mauerwerkstruktur möglich ist. Einziger Hinweis auf mittelalterliche Reste zeigt ein Foto aus der Zeit um 1938 (sowie eine ältere Strichzeichnung desselben Inhalts, das über die darstellenden Rundbogenfenster einen mittelalterlichen Mauerwerksbestand zumindest in der westlichen Giebelseite wahrscheinlich macht). Wenn dem so ist, dann könnte auch der stark geböschte Erdgeschossbereich der Nordwand mittelalterliches Mauerwerk enthalten, während sich Aussagen zu Nord- und Ostwand momentan nicht treffen lassen.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss

2. Bauphase:
(1604 - 1650)
Unter Bischof J. Fugger (1604-26) als Klosterbibliothek errichtet.
Dem frühen 17. Jh. lassen sich aufgrund der ungenügenden Befundsituation bislang am Gebäude nur einzelne Bauteile mit einiger Wahrscheinlichkeit zuordnen. Insbesondere gehören hierzu der Gewölbekeller unter dem östlichen Gebäudeteil und das backsteinhaltige Mischmauerwerk der östlichen Giebelscheibe. Der östliche Abschnitt des Dachwerkes könnte ebenfalls in jener Zeit entstanden sein oder Balkenwerke jener Zeit enthalten. Im Gebäudeinneren ist der Bestand jener Zeit verloren gegangen. Auf Abbildungen des frühen 18. Jh. wird die Südseite des Gebäudes noch als derart reichlich durchfenstert dargestellt, dass sie in der heutigen Form weitestgehend jüngeren Veränderungen entstammen muss.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Klosteranlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Anlagen für Bildung, Kunst und Wissenschaft
    • Bibliothek

3. Bauphase:
(1700 - 1738)
Während die ersten Abbildungen des frühen 17. Jh. (Klosteransicht von 1624) das Gebäude noch in südseitig reich durchfensterter Form zeigen, wird der Bau auf den jüngeren Darstellungen (Klosteransicht von 1738) schon mit weitgehend geschlossener Südseite in der heutigen Form dargestellt. Dies lässt auf einen tiefgreifenden Umbau spätestens in jener Zeit schließen. Dies korrelliert mit dem für den östlichen Dachwerkabschnitt gewonnenen Dendrodaten (nach 1716), das eine Neuerrichtung des östlichen Dachwerkabschnittes in jener Zeit belegt.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

4. Bauphase:
(1938)
Wesentliche Umbauten fanden um 1938 statt und sind durch die vorhandenen Planunterlagen gut belegt. Die Außengestaltung jener Zeit hat sich heute noch weitgehend erhalten, ebenso die damals neu entstandene Innengliederung des ersten Obergeschosses, während die damals vollständig neu geschaffene Innengliderung des Erdgeschosses weitgehend verloren gegangen ist.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)

5. Bauphase:
(1965)
Um 1965 wurde das erste Dachgeschoss unter Einbeziehung zweier, schon vor 1938 entstandener Kammern an der östlichen Giebelscheibe komplett zu Wohnzwecken ausgebaut. Dabei gingen Teile der Dachkonstruktion im mittleren und westlichen Dachbereich verloren (Stuhlsäulen und - streben, eventuell Windverband). Größere Änderungen in Erd- und Obergeschoss lassen sich für jene Zeit nicht nachweisen.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus

6. Bauphase:
(2006)
Im Jahre 2006 wurde das Erdgeschoss weitgehend entkernt und neu zu Wohnzwecken ausgebaut. Gleichzeitig wurde das Obergeschoss modernisiert, wobei die Wandscheiben von 1938 weitgehend beibehalten wurden.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
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Besitzer(11574): Wohnhaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(11574): Wohnhaus Zugeordnetes Objekt

keineskeines
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
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Beschreibung(11574): Wohnhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Gebäude befindet sich am südlichen Rand des Mittelzeller Klosterareals.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Zweigeschossiger Massivbau mit Satteldach über einem längsrechteckigen Grundriss und einem Gewölbekeller unter dem östlichen Gebäudeteil. Das abschließende Dachwerk ist zweigeschossig und mit Dreiecksgiebeln errichtet.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Erd- und Obergeschoss ist heute vollständig zu Wohnzwecken ausgebaut. Das Erdgeschoss ist seit dem Umbau von 2006 mit leichten Innenwänden weitgehend neu aufgeteilt. Im Obergeschoss befindet sich ein schmaler Mittelflur mit seitlich gereihten Räumen. Das 1. Dachgeschoss besitzt einen umfangreichen Wohnungsausbau aus dem Jahre 1965.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(11574): Wohnhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
    • Backstein
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben