Objekt(11190): Wohnhaus Wohnhaus

ID: 169564154416
Datum: 08.06.2016
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(11190): Wohnhaus Objektdaten

Straße: Olgastraße
Hausnummer: 3
Postleitzahl: 73614
Stadt: Schorndorf
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Rems-Murr-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Schorndorf
Wohnplatz: Schorndorf
Wohnplatzschlüssel: 8119067010
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(11190): Wohnhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(11190): Wohnhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(11190): Wohnhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

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BauforschungWohnhaus, Höllgasse 26 (73614 Schorndorf)
BauforschungWohnhaus, Marktplatz 18 (73614 Schorndorf)
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Bauphasen(11190): Wohnhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Wohn- und Geschäftshaus Olgastraße 3 in Schorndorf wurde im Jahr 1706 möglicherweise über einem älteren Gewölbekeller einer Vorgängerbebauung neu errichtet. Im Jahr 1781 wurde schließlich der südöstliche Anbau errichtet.
Wie das Feuerversicherungskataster und die Datierung der Holzprobe 5 (1877) nahelegen, erfolgten bereits im späten 19. Jahrhundert diverse bauliche Veränderungen am Gebäude. So wurde der ursprüngliche Ökonomieteil, der im Erdgeschoss die westliche Haushälfte einnahm (siehe Primärkatasterplan von 1832; Abb. 1), wohl im späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert umgebaut und substanziell in großen Bereichen erneuert.
Weitere bauliche Eingriffe erfolgten im 20. Jahrhundert und hier speziell durch den Ladeneinbau im Erdgeschoss in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. 2017 wurde der Abbruch des Gebäudes vollzogen.

Durch den freien Architekten Wolf-Ulrich Siebert wurde bereits eine kurze Dokumentation des Gebäudes erstellt, welche auch eine Auswertung der Feuerversicherungskataster beinhaltet.


1. Bauphase:
(1706)
Errbauung des Gebäudes
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

2. Bauphase:
(1781)
Errichtung des Anbaus

Die Bauhölzer des südöstlich am Gebäude befindlichen Anbaus konnten dendrochronologisch auf Sommer 1781 datiert werden.
Somit kann davon ausgegangen werden, dass dieser bereits auf dem Primärkatasterplan von 1832 (Abb. 1) verzeichnete Anbau im Jahr 1781 errichtet wurde.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

3. Bauphase:
(1859)
Eigentümer Johannes Eisenbraun
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

4. Bauphase:
(1889)
Anbau durch Einrichtung einer heizbaren Werkstatt verbessert
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

5. Bauphase:
(1889)
Im Erdgeschoss baulich verbessert; 1stöckiger Schuppen auf Freipfosten mit Plattendach hinter
Gebäude 1889 neu erbaut.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Lagergebäude

6. Bauphase:
(1905)
Eigentümer: Karl Kurz, Masseur
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
  • Anbau
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt

7. Bauphase:
(1907)
Beschreibung:
Ein freistehendes 3stöckiges Wohngebäude mit eingebauter Scheuer von gemischter Bauart unter Giebeldach mit Dachplatten und Falzziegel bedeckt.
Im EG: 1 Tenne, 1 gedeckter Brunnen, 1 Küche, 1 Stallung, 1 Gang, 1 Abtritt, Kellerzugang, Treppe
Im 1. Stock: 2 heizb., 4 unheizb. Zimmer, 1 gew. Kammer, 3 Küchen, 2 Öfen, 2 Abtritt
Im Dach: 6 gew. Kammern
ferner auf der Südseite angebaut eine 1stöckige Holzremise auf Freipfosten unter Dach mit Brettern bedeckt und auf der Südseite ohne eigene Wand angebaut ein 1stöckiger Wohnungsanbau von gemischter Bauart unter Giebeldach mit Dachplatten bedeckt.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
  • Anbau

8. Bauphase:
(2017)
Abbruch
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(11190): Wohnhaus Besitzer

1. Besitzer:
(1859)
Eisenbraun, Johannes
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: besitzt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Besitzer:
(1880)
Kreeb, Christian
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: besitzt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Weingärtner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Besitzer:
(1890)
Dehlinger, Karl
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: besitzt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Kübler
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Besitzer:
(1894)
Kurz, David Friedrich
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: besitzt
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Weingärtner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Fotos

Wohnhaus in 73614 Schorndorf (28.04.2011)
Bauphasenplan Erdgeschoss Olgastraße 3 Schorndorf / Wohnhaus in 73614 Schorndorf (02.06.2016)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung
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Beschreibung(11190): Wohnhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Wohn- und Geschäftshaus Olgastraße 3 befindet sich in der Schorndorfer Vorstadt, welche nördlich der ummauerten Kernstadt liegt. Hier befindet sich das Gebäude am ehemals nördlichen
Ortsrand der Vorstadt.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bei dem Gebäude handelt es sich um ein zweigeschossiges, verputztes Wohn- und Geschäftshaus, welches über einer weitestgehend massiv gemauerten Erdgeschosszone in Fachwerkbauweise
errichtet wurde. Bemerkenswert ist das recht hohe Erdgeschoss, welches ursprünglich eine Stall- und Scheunennutzung aufnahm und heute teilweise durch ein Zwischengeschoss unterteilt wird.
Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen und einem Spitzboden unter einem Satteldach ab. Die einzelnen Stockwerke stoßen an den Giebelseiten leicht vor.
Südlich am Gebäude befinden sich zwei Anbauten, welche erst nachträglich hinzugefügt wurden.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude ist im südlichen Bereich teilunterkellert.
Das Erdgeschoss zeigt heute eine nur noch eine schwer nachvollziehbare Grundrissgliederung mit zwei Längs- und ehemals drei Querzonen, wobei die nördliche Querzone aufgrund von Umbauten
und Ladeneinbau nicht mehr ablesbar ist. Die Erschließung wird hier über einen leicht nach Westen versetzten Mittellängsflur gewährleistet. Das Erdgeschoss nimmt heute im südlichen Abschnitt
eine Wohneinheit auf. Im nördlichen Bereich befindet sich eine nachträglich eingebaute Ladenzone.
Das Obergeschoss zeigt noch besser ablesbar zwei Längs- und drei Querzonen und hat sich in seiner Ursprünglichkeit noch recht gut erhalten, wenngleich hier einige Wände zusätzlich eingestellt
wurden. Das Obergeschoss nimmt heute zwei Wohneinheit auf.
Das 1. Dachgeschoss ist zu einer Wohnung ausgebaut, lässt aber die ursprüngliche Grundrissgliederung mit zwei Längs- und drei Querzonen noch am besten erkennen.
Das 2. Dachgeschoss ist unausgebaut und dient zu Lagerzwecken.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(11190): Wohnhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Decken
    • Balkendecke
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst, mehrstöckig
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
Konstruktion/Material: Das Gebäude besitzt weitestgehend massiv gemauerte Erdgeschoss-Außenwände, die zumindest an der westlichen Traufwand nachträglich mit Backsteinmauerwerk erneuert wurden. Die bauzeitlichen Innenwände des Erdgeschosses bestehen aus Fachwerk mit Ausfachungen aus Bruchsteinmauerwerk.
Das Obergeschoss sowie die Giebeldreiecke bestehen aus einer aus Nadelholz errichteten Fachwerkkonstruktion, welche stockwerksweise abgezimmert wurde. Die Gefache wurden hier
weitestgehend mit Lehmflechtwerk ausgefacht.
Das Dachtragwerk des Sparrendachs besteht im ersten Dachgeschoss aus einer zweifach liegenden Stuhlkonstruktion mit Mittellängsunterzug.
Im zweiten Dachgeschoss befindet sich dagegen eine zweifach stehende Stuhlkonstruktion.
Die Querbundachsen sind mit Abbundzeichen versehen, die eine durchgängige Zählung von 1-4 besitzen. Somit kann das gesamte Dachtragwerk des Gebäudes als einheitlich und zeitgleich angesehen werden.