Objekt(8373): Wohnhäuser Wohnhäuser

ID: 169292215711
Datum: 13.04.2011
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(8373): Wohnhäuser Objektdaten

Straße: Gerberstraße
Hausnummer: 56-60
Postleitzahl: 78050
Stadt: Villingen
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Villingen-Schwenningen
Wohnplatz: Villingen
Wohnplatzschlüssel: 8326074020
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(8373): Wohnhäuser Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
keine Angabekeine Angabe

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
1. Beinhaltet Bauteil: BauforschungWohnhaus, Gerberstraße 56
2. Beinhaltet Bauteil: BauforschungWohnhaus, Gerberstraße 58
3. Beinhaltet Bauteil: BauforschungWohnhaus, Gerberstraße 60
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Objekt(8373): Wohnhäuser Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(8373): Wohnhäuser Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungAltes Rathaus (78050 Villingen, Rathausgasse 1)
BauforschungBrunnenstrasse 18 (78050 Villingen, Brunnenstraße 18)
BauforschungElisabethenturm (78050 Villingen)
BauforschungMünster Unserer Lieben Frau (78050 Villingen, Münsterplatz 9)
BauforschungOberes Tor (78050 Villingen)
BauforschungWohnhaus, Brunnenstraße 23 (78050 Villingen)
BauforschungWohnhaus, Brunnenstraße 16 (78050 Villingen, Brunnenstraße 16)
BauforschungWohnhaus, Gerberstraße 55 (78050 Villingen, Gerberstraße  55)
BauforschungWohnhaus, Gerberstrasse 57 (78050 Villingen, Gerberstraße 57)
BauforschungWohnhaus, Gerberstrasse 74 (78050 Viliingen, Gerberstraße 74)
BauforschungWohnhaus, Goldgrubengasse 3/5 (78050 Villingen, Goldgrubengasse 3/5)
BauforschungWohnhaus, Niedere Strasse 13 (78050 Villingen, Niedere Straße 13)
BauforschungWohnhaus, Niedere Strasse 63 (78050 Villingen, Niedere Straße 63)
BauforschungWohnhaus, Obere Straße 37 (78050 Villingen, Obere Straße 37)
BauforschungWohnhaus, Rietgasse 10 (78050 Villingen, Rietgasse 10)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 11 (78050 Villingen, Rietstraße 11)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 26 (78050 Villingen, Rietstraße 26)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 28 (78050 Villingen, Rietstraße 28)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 6 (78050 Villingen, Rietstraße 6)
BauforschungWohnhaus, Zinsergasse 12 (78050 Villingen, Zinsergasse 12)
12345
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Bauphasen(8373): Wohnhäuser Bauphasen

keine Angabenkeine Angaben
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Besitzer(8373): Wohnhäuser Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Querschnitt Nr.56 / Wohnhäuser in 78050 Villingen (01.06.2001 - Lohrum)
Erdgeschoss Grundriss / Wohnhäuser in 78050 Villingen (01.06.2001 - Lohrum)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzanalysen
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Beschreibung(8373): Wohnhäuser Beschreibung

Umgebung, Lage: In Zentrumsnähe
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Dreigeschossige Massivbauten
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Drei lange, schmale Baukörper
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(8373): Wohnhäuser Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Pultdach
Konstruktion/Material: Auf Grundlage der bislang erstellten Befunde lässt sich für die bauliche Entwicklung der Häuserzeile Gerberstraße 56-60 folgende Zusammenfassung formulieren:
Ausgehend von der gemeinsamen Brandwand zwischen Haus Nr. 54 und 56 können insgesamt zwei, zur Gerberstraße ausgerichtete Steinhäuser lokalisiert werden. Zusammen mit einem weiteren Gebäude auf Grundstück Nr. 54 gehören sie den ältesten aufgehenden Siedlungsbefunden an und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit dem planerischen, frühstädtischen Siedlungsausbau zuzuordnen.
Offensichtlich nahezu zeitgleich, oder in zeitlich enger Abfolge im 13 .Jh. errichtet, handelt es sich um dreigeschossige Bauten mit gekappten Pultdächern, die zur Straße weisen. Das südliche Gebäude stand auf dem Grundstück von Haus Nr. 60. Seine Breite an der Straße entsprach wohl dem bestehenden Bau, während die ursprüngliche Tiefe etwa die Hälfte der heutigen Tiefe einnahm.
Anders bei dem nördlich dazu errichteten Baukörper. Nach bisherigen Beobachtungen war dieser zwar ebenso tief, übertraf das südliche Nachbargebäude aber in der Ausdehnung der Straßenflucht und erstreckte sich über die Grundstücke von Haus Nr. 58 und 56, wobei im südlichen Bereich der Wohnteil und im Bereich des Hauses Nr. 56 eine überbaute Zufahrt zu vermuten ist. Die Durchfahrt im Norden und der südliche Bauteil waren über einen Durchgang miteinander verbunden. Das erste Datum für eine bauliche Veränderung dieser Ausgangssituation stellt das Jahr 1342 (d) dar. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird der Kernbau an der Ecke zur Ankergasse zum Speicher- oder Lagerbau umgebaut und ca. 7 m nach Westen verlängert. Von dieser Baumaßnahme sind die Umfassungsmauern, das Dachwerk, ein Großteil der Innenstruktur und u. a. die Einfahrt an der Gerberstraße erhalten.
Nach einer vorangegangenen Vergrößerung des Kerngebäudes Nr. 54, erfolgte um 1375 (d) wohl eine Aufteilung des südlich angrenzenden Großbaus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist der ehemalige Zufahrtsteil besitzrechtlich abgetrennt und wird zu einem eigenständigen Wohngebäude umgebaut. Aus dieser Umbauzeit stammen die Kernkonstruktion des über die verlängerte Haustiefe aufgeschlagenen Dachwerkes, die Umfassungswände sowie weite Teile des Deckengebälks. Wie zuvor die Eigentümer von Haus Nr.54, nutzt auch der Erbauer von Haus Nr. 56 die Gelegenheit durch eine Aufmauerung auf die südliche Brandwand seinen Dachraum zu belichten. Um das Jahr 1616 (d) wird der südlich angrenzende Bauteil aus dem 13. Jh. grundlegend modernisiert. Diese Maßnahme umfasste die Aufweitung in die Tiefe, die Erhöhung der Vertikalstruktur sowie die Abzimmerung eines neuen Dachwerks.
In welchem Umfang darüber hinaus auch noch innere Ausbauteile wie z.B. Wände, Stubendecken etc. erhalten sind, kann infolge des Ausbauzustandes nicht genauer beschrieben werden.
Mit dem beschriebenen Umbau des frühen 17. Jh. ist das heutige Bauvolumen erreicht. Nachfolgende Veränderungen beziehen sich, abgesehen von einer Ausnahme, auf Modernisierungen innerhalb des Bestandes. Die an der Goldgrubengasse stehenden Rückgebäude sind besitzrechtlich von den untersuchten Gebäuden abgetrennt und waren nicht Gegenstand der Untersuchung.