Objekt(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Wohnhaus, Gerberstraße 22

ID: 165344895620
Datum: 17.03.2011
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Objektdaten

Straße: Gerberstraße
Hausnummer: 22
Postleitzahl: 78050
Stadt: Villingen
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Villingen-Schwenningen
Wohnplatz: Villingen
Wohnplatzschlüssel: 8326074020
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
einblenden

Objektverknüpfungen(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Objektbeziehungen

keinekeine
einblenden

Objekt(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungAltes Rathaus (78050 Villingen, Rathausgasse 1)
BauforschungBrunnenstrasse 18 (78050 Villingen, Brunnenstraße 18)
BauforschungElisabethenturm (78050 Villingen)
BauforschungMünster Unserer Lieben Frau (78050 Villingen, Münsterplatz 9)
BauforschungOberes Tor (78050 Villingen)
BauforschungWohnhaus, Brunnenstraße 23 (78050 Villingen)
BauforschungWohnhaus, Brunnenstraße 16 (78050 Villingen, Brunnenstraße 16)
BauforschungWohnhaus, Gerberstraße 55 (78050 Villingen, Gerberstraße  55)
BauforschungWohnhaus, Gerberstrasse 57 (78050 Villingen, Gerberstraße 57)
BauforschungWohnhaus, Gerberstrasse 74 (78050 Viliingen, Gerberstraße 74)
BauforschungWohnhaus, Goldgrubengasse 3/5 (78050 Villingen, Goldgrubengasse 3/5)
BauforschungWohnhaus, Niedere Strasse 13 (78050 Villingen, Niedere Straße 13)
BauforschungWohnhaus, Niedere Strasse 63 (78050 Villingen, Niedere Straße 63)
BauforschungWohnhaus, Obere Straße 37 (78050 Villingen, Obere Straße 37)
BauforschungWohnhaus, Rietgasse 10 (78050 Villingen, Rietgasse 10)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 11 (78050 Villingen, Rietstraße 11)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 26 (78050 Villingen, Rietstraße 26)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 28 (78050 Villingen, Rietstraße 28)
BauforschungWohnhaus, Rietstraße 6 (78050 Villingen, Rietstraße 6)
BauforschungWohnhaus, Zinsergasse 12 (78050 Villingen, Zinsergasse 12)
12345
ausblenden

Bauphasen(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der als ältester erkannte Bauteil beschreibt einen straßenseitigen Massivbau über ca. 6,50 x 10m. Wohl im 13. Jh. erbaut, lehnte sich dieser Kernbau an einen im Süden vorhandenen Steinbau an (gk). Im Erdgeschoss zeichnet er sich lediglich durch die Flucht der Rücktraufe ab. Die rechtwinklige Überformung der schiefwinkligen Grundrisse führte zu einem Totalverlust der rückwärtigen Massivwand. Deutlicher gibt sich der Kernbau im 1. Obergeschoss zu erkennen, wo die Rückwand noch weitgehend vorhanden ist. Dazu gehört das Steingewände einer später erhöhter Türöffnung mit zugehörigem Holzsturz. Ab dem Treppenhaus wurde die Wandstärke reduziert, sodass sich die Wand mit den unterschiedlichen Wandstärken bis in den 1. Dachstock zieht. Deutlich ist zu erkennen, dass der obere Teil der Rückwand einer späteren Umbauphase zuzuordnen ist, was sich auch im Anblick des erhaltenen Dach- bzw. Giebelprofils des Kernbaus abzeichnet, das durch die erhaltenen Dachlattenreste unter Vorbehalt in die Jahre um 1240 datiert. Das Dachprofil fixiert einen zweigeschossigen Massivbau mit einem vergleichsweise hohen Kniestock.

Ähnlich verhält es sich wohl auch für das südlich angrenzende Nachbargebäude. Dessen Giebelprofil ist im 1. Dachstock nur im Ansatz zu erkennen. Im Vergleich zum Giebel des Hauses Nr. 22 setzt der nachbarliche Ortgang nicht 33cm, sondern 70cm vor der in den Dachraum ragenden Massivwand an. Das Nachbargebäude war demnach etwas niedriger. Nähere Aussagen zu den beiden Kernbauten sind z.Z. nicht möglich.

Spätstens um das Jahr 1379 hat die Rückwand des untersuchten Kernbaus seine heutige Höhe erreicht. Ab diesem Zeitpunkt ist mit einer Verlängerung des alten Hausgrundrisses, oder mit einer Erhöhung des alten Baukörpers zu rechnen. Eine gesicherte Festlegung auf die eine oder auf die andere Baumaßnahme ist z.Z. nicht möglich. Die im Kern mittelalterlichen Giebelfenster des rückwärtigen Gebäudeteils und die Tatsache, dass der erhöhte Mauerabschnitt der alten Rückwand zwischen die beiden Giebelwände gesetzt wurde, spricht wohl für eine Verlängerung in die Tiefe des Grundstücks.
In die Jahre um 1412 datiert das Gebälk über dem 2. Obergeschoss des Kernbaus (d). Ehemals freigespannt ist es im rückwärtigen Grundrissbereich des Kernbaus erhalten. Auch hier bleibt die Einbindung in einen baulichen Gesamtzusammenhang ungeklärt. Am ehesten ist der Einbau des Gebälks als eine Modernisierungsmaßnahme anzunehmen. Gleiches gilt wohl auch für den rückwärtigen Deckenabschnitt im 1. OG.
Gesicherter hingegen erscheinen die Analysen bzgl. der Dachkonstruktionen: so ist über dem straßenseitigen Bauteil eine stehende, verzapfte Stuhlkonstruktion des 18. Jh.s abgezimmert. Zeitgleich mit ihrer Errichtung erfolgte eine partielle Erneuerung der nördlichen Giebelwand und der Straßentraufe. Im Zuge der Firstachse besitzt die Dachkonsruktion keinen Wandanschluss, der erst mit der Abzimmerung des Dachwerks über dem rückwärtigen Hausteil erfolgte. Mit seiner Errichtung ist auch der völlige Neubau des zugehörigen Unterbaus verbunden. Der totale Umbau datiert in die Jahre um 1825 und bezieht sich auf die Umnutzung in eine Scheune, von der Reste der ehemaligen Einfahrt erhalten blieben, die als Fensterlaibungen während des Umbaus im frühen 20. Jh. übernommen wurden. Eine besonder Beachtung verdient das im Südgiebel verbaute Maßwerkfenster, das hinsichtlich seiner Höhenlage durch das Dachgebälk des 19. Jh.s überlagert wird. Aus diesem Grunde ist ein Teil der Fensteröffnungen als Brüstung zugemauert. Entsprechend handelt es sich kaum um ein wiederverwendetes Fenster. Vielmehr deutet die mehrpassige Südwand an, dass das Fenster in einen ehemaligen, heute abgebrochenen Rückbau integriert war (gk).


1. Bauphase:
(1240 - 1241)
Errichtung des Kernbaus (d, unter Vorbehalt, s. Dokumentation)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1379)
Aufstockung und Verlängerung des mittelalterlichen Kernbaus (d)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Bauphase:
(1412)
Abzimmerung des Dachwerks über dem 2. OG (d) [Modernisierungsmaßnahme?]
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1700 - 1799)
Dachkonstruktion über dem straßenseitigen Bauteil (verzapfte Stuhlkonstruktion)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

5. Bauphase:
(1825)
Totalumbau (d): Umnutzung in eine Scheune (s. Einfahrt, die zu Fenstern Anfang des 20. Jh.s umgebaut wurden) und Neubau der Obergeschosse
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Scheune
einblenden

Besitzer(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
einblenden

Fotos

keinekeine
ausblenden

Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzanalyse
ausblenden

Beschreibung(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Beschreibung

Umgebung, Lage: In Zentrumsnähe
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Dreigeschossiger Massivbau
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Im Laufe der Jahrhunderte in den Ausmaßen veränderter mittelalterlicher Bau, dessen Kern einen Grundriss von ca. 6,50 x 10 m beschreibt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
einblenden

Konstruktionen(8323): Wohnhaus, Gerberstraße 22 Konstruktionen

Konstruktionsdetail: keine Angabenkeine Angaben
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben