Objekt(9714): Baukomplex Baukomplex

ID: 165271134414
Datum: 26.06.2014
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(9714): Baukomplex Objektdaten

Straße: Schanzgasse
Hausnummer: 7
Postleitzahl: 72186
Stadt: Empfingen
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Kreis: Freudenstadt (Landkreis)
Gemeinde: Empfingen
Wohnplatz: Empfingen
Wohnplatzschlüssel: 8237024002
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(9714): Baukomplex Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(9714): Baukomplex Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(9714): Baukomplex Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungBürgerhaus (72186 Empfingen, Schanzgasse 3)
Bauforschungehem. Bauernhaus (72186 Empfingen, Haigerlocher Straße 12/14)
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Bauphasen(9714): Baukomplex Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Bei dem untersuchten Baukomplex handelt es sich um zwei, ehemals eigenständige Bauteile mit unterschiedlichen Baudaten.


1. Bauphase:
(1710)
Der westliche, zur Schanzgasse giebelständig ausgerichtete Baukörper wurde um das Jahr 1710 (d) erbaut. Obwohl im Sockelgeschoss heute massiv, wurde er ursprünglich als dreistöckiger Fachwerkbau errichtet. Nach allen vorliegenden Befunden lässt sich für den Ursprungsbau keine Wohnnutzung ableiten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelte es sich um einen Lagerbau mit einer Vielzahl, im Zuschnitt unterschiedlich großen Kammern.
Die Umnutzung zum Wohnhaus ist im Zusammenhang mit dem Erwerb des Nachbargebäudes zu sehen. Dabei orientiert sich der Wohnraumzuschnitt an den räumlichen Vorgaben des Speicherbaus.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Lagergebäude

2. Bauphase:
(1722)
Östlich des Giebelbaus, gegenüber diesem erheblich nach Norden vorspringend, wurde um das Jahr 1722 (d) der zweite Baukörper erbaut. Er ist traufständig zur Schanzgasse ausgerichtet und war ursprünglich dreistöckig in Holz abgezimmert.
Analog zum benachbarten Giebelbau ist auch für diesen Baukörper zum Zeitpunkt der Erbauung keine Wohnnutzung belegbar - im Gegenteil: Alle Befunde sprechen dafür, dass das untersuchte Gebäude als reiner Wirtschafts- bzw. Speicherbau anzusprechen ist. Dabei ist nicht auszuschließen, dass er besitzrechtlich in zwei Hälften abgetrennt war. Es handelte sich also mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen gemeinsamen Speicherbau von zwei unterschiedlichen Nutzern.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Speicher

3. Bauphase:
(1730)
Wenige Jahre nach der Errichtung des Traufbaus erfolgte um 1730 (d) der Umbau der östlichen Zone. Die Gassentraufe wurde insgesamt geöffnet, die beiden Seitenwände bis zur Gassenflucht des östlichen Nachbargebäudes verlängert und an der neuen Gassenseite eine hohe Toreinfahrt angelegt. In diesem Zusammenhang wurden das alte Deckengebälk und der die Balken unterstützende Unterzug entfernt.
Ob die nun als Scheune genutzte Zone weiterhin eigenständig genutzt wurde, oder ob sie dem westlichen Nachbar zugeschlagen wurde, kann heute nicht mehr beantwortet werden.

Nachfolgende Veränderungen, wie z. B. der Ersatz der Fachwerktrennwand durch eine Massivwand stehen im Zusammenhang mit dem Stalleinbau in der westlichen Zone. Die Vielzahl von Umbauten zerstörte die Bauteile des frühen 18. Jh.
Zum heutigen Zeitpunkt ist die Scheune zusammen mit der benachbarten Stallzone Bestandteil des gesamten Baukomplexes. Dies wurde sie spätestens dann, als die beiden benachbarten Fachwerkwände von Giebel- und Traufenbau durch eine gemeinsame Massivwand abgefangen wurden. Dies beschreibt eine Maßnahme, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Wohnungseinbau im Giebelbau zu sehen ist und bis in die Mitte des 19. Jh. zurückverfolgt werden kann.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Anbau

4. Bauphase:
(1850 - 1899)
Die ehemaligen Fachwerkaußenwände des westlichen Baukörpers wurden etappenweise in Bruchstein erneuert. Dabei stellte die Erneuerung des Südgiebels die jüngste, in die 2. Hälfte des 19. Jh. zu datierende Maßnahme dar.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
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Besitzer(9714): Baukomplex Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(9714): Baukomplex Zugeordnetes Objekt

keineskeines
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzdokumentation
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Beschreibung(9714): Baukomplex Beschreibung

Umgebung, Lage: keine Angabenkeine Angaben
Lagedetail: keine Angabenkeine Angaben
Bauwerkstyp: keine Angabenkeine Angaben
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bei dem untersuchten Baukomplex handelt es sich um zwei, ehemals eigenständige Bauteile mit unterschiedlichen Baudaten.
Der westliche, zur Schanzgasse giebelständig ausgerichtete Baukörper wurde um das Jahr 1710 (d) erbaut. Obwohl im Sockelgeschoss heute massiv, wurde er ursprünglich als dreistöckiger Fachwerkbau errichtet.
Östlich des Giebelbaus, gegenüber diesem erheblich nach Norden vorspringend, wurde um das Jahr 1722 (d) der zweite Baukörper erbaut. Er ist traufständig zur Schanzgasse ausgerichtet und war ursprünglich dreistöckig in Holz abgezimmert.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Hinsichtlich der Gliederung des westlichen Baukörpers kann im Sockelbereich eine vier-zonige Aufteilung fixiert werden. Ausgehend von der Gasse ist dies eine breite Zone, der sich eine schmale Zone, sowie zwei wieder größere Zonen anschließen. Innerhalb der schmalen Zone wird die interne Treppenanlage vermutet. Das Sockelgeschoss diente offensichtlich wirtschaftlichen Zwecken. Der alte Zugang ist nicht bekannt.
Einen wichtigen Hinweis für die räumliche Gliederung des "Erdgeschosses" liefert der parallel zur Osttraufe verbaute Unterzug. Er trug ehemals eine darüber angelegte Wand. Diese gehörte zu einem an der Gassentraufe beginnenden Flur. Der entsprechende "Hocheingang" mit vorgelagertem Podest ist aus der noch heute nachvollziehbaren Konzeption und dem ursprünglich auskragenden Balken ablesbar. Über den Gang waren drei Räume erschlossen. Im gassenseitigen Raum (heutige Küche) befand sich die Treppe nach oben, im mittigen Raum (heutiges Wohnzimmer) war die Treppe nach unten integriert und der rückwärtige Raum (heutiges Schlafzimmer) war als Kammer angelegt. Hier endete der Gang.
Anders im ersten Obergeschoss: Die von unten kommende Treppe führte in eine Kammer, von der aus ein bis zum Rückgiebel offener Großraum zugänglich ist. Beide Räume sind heute als Lagerraum bzw. Abstellkammer genutzt.
Hinsichtlich der Gliederung des östlichen Baukörpers kann über alle drei Stockwerksebenen eine zwei-zonige Aufteilung rekonstruiert werden. Nach allen vorliegenden Befunden waren die quer zum First angelegten Zonen untereinander nicht begehbar.
Nach den zimmermannstechnischen Befunden im "Erdgeschoss" der östlichen Zone, war hier, an der Gassentraufe ein Hocheingang vorhanden. Die gleiche Situation bestand nach Aussagen von Herrn Architekt A. Beuter, Horb, auch bei der westlichen Zone (dort wo sich heute das WC befindet), so dass für jede Zone eine separate Erschließung angenommen werden kann.
Innerhalb der Zonen sind auf allen 3 Ebenen zwei hintereinander liegende Räume rekonstruierbar.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Die ehemaligen Fachwerkaußenwände des westlichen Baukörpers wurden etappenweise in Bruchstein erneuert. Dabei stellte die Erneuerung des Südgiebels die jüngste, in die 2. Hälfte des 19. Jh. zu datierende Maßnahme dar.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(9714): Baukomplex Konstruktionen

Konstruktionsdetail: keine Angabenkeine Angaben
Konstruktion/Material: Westlicher Baukörper:
Das tragende Gerüst des Dachwerkes bildet eine zweifach stehende Stuhlkonstruktion mit kopfzoniger Bugaussteifung in Firstrichtung.