Objekt(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Wohnhaus, ehem. Winzerhaus

ID: 162776575117
Datum: 07.05.2012
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Objektdaten

Straße: Mühlenstraße
Hausnummer: 19
Postleitzahl: 97877
Stadt: Wertheim
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Main-Tauber-Kreis (Landkreis)
Gemeinde: Wertheim
Wohnplatz: Wertheim
Wohnplatzschlüssel: 8128131047
Flurstücknummer: 592 (19)
Historischer Straßenname: Mühlenviertel
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungEhem. Gärtner- bzw. Pflanzenhaus (Tauberhofgarten), Kurt-Lutz-Straße 2 (97877 Wertheim)
Bauforschung und Restaurierungehem. Wohnhaus, Zollgasse 1 (97877 Wertheim)
BauforschungFachwerkhaus (97877 Wertheim, Gerbergasse 10)
BauforschungFachwerkhaus (97877 Wertheim, Gerbergasse  12)
BauforschungGebäudekomplex (97877 Wertheim, Gerbergasse  10/12)
BauforschungObere Hofapotheke, Rüdigerhof (97877 Wertheim, Marktplatz 3)
Bauforschung und RestaurierungWohn- und Geschäftshaus (97877 Wertheim, Hospitalstraße 7)
BauforschungWohnhaus, Friedleinsgasse 17 (97877 Wertheim)
BauforschungWohnhaus, ehem. Winzerhaus, Mühlenstraße 17a (97877 Wertheim)
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Bauphasen(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das straßenseitige „Haupthaus“ in der Mühlenstraße 19 wurde nach der nun durchgeführten dendrochronologischen Altersbestimmung um das Jahr 1341 (d) erbaut. Aus dieser Zeit dürften neben dem Gewölbekeller große Teile der massiven Außenwände im Erdgeschoss sowie die Primärkonstruktion des Fachwerkbaus bis zur Decke des 1. Obergeschosses erhalten sein. Bemerkenswert ist hierbei, dass das Gebäude bereits in dieser Zeit die volle, heutige Ausdehnung in nordöstlicher Richtung besaß. Somit handelt es sich beim nordöstlichen Gebäudeteil nicht um einen „Anbau“, sondern vielmehr um eine spätere Aufstockung bzw. Veränderung.
Wie die dendrochronologische Datierung belegt, wurde das „Haupthaus“ um das Jahr 1812 (d) mit einem 2. Obergeschoss versehen und dabei auch das Mansarddach aufgerichtet.
Möglicherweise hat man in dieser Zeit nur denen „vorderen“ Teil des Gebäudes aufgestockt, so dass die heute unterschiedlichen Baukörper „Haupthaus“ und „Anbau“ entstanden.
Erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde dann auch der rückwärtige Gebäudeteil umgebaut und mit dem heutigen Satteldach versehen.
Um 1940 kommt es zu ungenehmigten Baumaßnahmen durch den damaligen Eigentümer. Im Jahr 1942 reicht der Bauherr schließlich ein Baugesuch nach, welches Bestandsgrundrisse enthält.


1. Bauphase:
(1341)
Haupthaus Mühlenstraße 19 (d).
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)

2. Bauphase:
(1812)
2. Obergeschoss von Mühlenstraße 19
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Mansarddach/-helm

3. Bauphase:
(1940)
bauliche Veränderung an Mühlenstraße 19
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Ansicht West (Strassenseite) / Wohnhaus, ehem. Winzerhaus in 97877 Wertheim (08.11.2018 - Juan Sanchez)
Ansicht Ost / Wohnhaus, ehem. Winzerhaus in 97877 Wertheim (08.11.2018 - Juan Sanchez)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Kurzuntersuchung und Aufmaß
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Beschreibung(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Das Wohngebäude Mühlenstraße 19 befindet sich innerhalb der so genannten Mühlenvorstadt, die als spätmittelalterliche Vorstadt südöstlich der historischen Kernstadt von Wertheim liegt. Die Mühlenstraße verläuft hier am Fuß eines Abhangs zur Tauber, so dass das Gebäude östlich der Straße teilweise tief in den Hang eingeschnitten ist.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Bei dem Gebäude Mühlenstraße 19 handelt es sich um ein giebelständiges, dreigeschossiges Wohnhaus, welches durch seine Hanglage zur Mühlenstraße hin viergeschossig wirkt. Über massiv gemauerten Keller- und Erdgeschosszonen erheben sich die zwei verputzten Fachwerk- Obergeschosse. Nach oben schließt das Gebäude mit zwei Dachgeschossebenen unter einem Mansarddach ab. Die straßenseitige Fassade ist im Erd- und 1. Obergeschoss unsymmetrisch gegliedert. In beiden Ebenen dominieren dreifeldrige Fensterbänder. Dies spricht bereits für eine spätmittelalterliche Zeitstellung. Nordöstlich des „Haupthauses“ befindet sich ein viergeschossiger, unverputzter Fachwerk-„Anbau“ mit Satteldach.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Gebäude Mühlenstraße 19 ist zu zirka 2/3 unterkellert. Hier befindet sich ein Gewölbekeller.
Im Erdgeschoss befindet sich eine kleine Wohnung sowie im nordöstlichen „Anbau“ ein gewölbter Kellerraum. Die beiden Obergeschosse sind zu Wohnzwecken ausgebaut. Das 1. Dachgeschoss bzw. Mansardgeschoss nimmt ebenfalls eine Wohnung auf. Das 2. Dachgeschoss ist unausgebaut und dient zu Lagerzwecken.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): Der Baukörper Mühlenstraße 19 erlitt vor gut 20 Jahren einen Brand, so dass das oberste Vollgeschoss sowie das Dachtragwerk in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(8798): Wohnhaus, ehem. Winzerhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Mansarddach/-helm
    • Satteldach
  • Holzgerüstbau
    • allgemein
  • Mischbau
    • Obergeschoss(e) aus Holz
    • Unterbau aus Stein (gestelzt)
Konstruktion/Material: Mühlenstraße 19:
Ab dem 2. Obergeschoss bis hin zum Dachtragwerk findet sich fast ausschließlich Nadelholz, welches mit Verzapfungen gefügt wurde. Somit spricht schon hier vieles dafür, dass bis zur Decke des 1. Obergeschosses ein spätmittelalterliches Haus vorhanden ist, welches wohl in der Barockzeit mit dem 2. Obergeschoss versehen wurde und abschließend das Mansarddach erhielt.
Im 1. Dachgeschoss findet sich eine als Mansarddach ausgebildete liegende Stuhlkonstruktion. Im 2. Dachgeschoss ist ein zweifach stehender Stuhl vorhanden, bei welchem teilweise spätmittelalterliche Balken zweitverwendet wurden.
Das Dachtragwerk des „Anbaus“ zeigt sich als liegender Stuhl des späten 19. Jahrhunderts.
Die durchgeführte dendrochronologische Altersbestimmung der Fachwerkkonstruktion im 1. Obergeschoss belegt, dass die Bauhölzer im Winter 1340/ 1341 (d) gefällt wurden, so dass von einer Erbauung des Gebäudes (vom Keller bis Decke über 1. OG) im Jahr 1341 ausgegangen werden kann. Wie die Auswertung der weiteren Holzproben aus dem 2. Obergeschoss belegt, wurde das Gebäude um 1812 (d) aufgestockt und mit einem neuen Dach versehen.