Objekt(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Zeilenkapelle St. Sebastian

ID: 154928983213
Datum: 18.04.2018
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Objektdaten

Straße: Zeilenhof
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 78576
Stadt: Emmingen-Liptingen
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Tuttlingen (Landkreis)
Gemeinde: Emmingen-Liptingen
Wohnplatz: Emmingen
Wohnplatzschlüssel: 8327057005
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

keinekeine
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Bauphasen(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Die Kapelle wird 1360 erstmals als Filiale von Emmingen genannt. Das Wackensteinmauerwerk im Ährenverband, das seit der Außenrenovierung 1965 an den beiden Längswänden teilweise sichtbar ist, verweist jedoch auf weit ältere Bauteile. Im 17./ 18. Jahrhundert erfolgte die Aufstockung des Langhauses um 2 m zur Angleichung an den bis dahin höheren Chor. Zeitgleich wurde das Dach vereinheitlicht, die Fenster der Langhauswände geschaffen und die Empore eingebaut. Außerdem wurde der Chorbogen wurde verändert
Bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1903 wurden Wandmalereien, die aus dem 15./ 16. Jahrhundert stammen, freigelegt.


1. Bauphase:
(1360)
Erste Nennung der Kapelle
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

2. Bauphase:
(1400 - 1599)
Wandmalereien
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung
Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung

3. Bauphase:
(1600 - 1799)
Bauliche Veränderungen
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

4. Bauphase:
(1903)
Renovierungsarbeiten und Entdeckung der Wandmalereien
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

5. Bauphase:
(1965)
Außenrenovierung
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
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Besitzer(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Objekt(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Zugeordnetes Objekt

Restaurierung (Archiv)Zeilenkapelle, St. Sebastian (78576 Emmingen-Liptingen)
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Fotos

keinekeine
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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauaufnahme und restauratorische Untersuchungen
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Beschreibung(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Beschreibung

Umgebung, Lage: Die Zeilkapelle steht 3 km südlich von Emmingen am Beginn des Zeilentales in unmittelbarer Nähe des Zeilenhofes, der früher zusammen mit weiteren Höfen und einer Mühle den Weiler Zeilen bildete.
Lagedetail:
  • Einzellage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Schlichter, weiß verputzter Satteldachbau mit Dachreiter und Flachbogenfenstern.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Saalkirche mit flacher Holzdecke und im Osten eingezogener Apsis mit Kreuzgewölbe.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(12039): Zeilenkapelle St. Sebastian Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Wand-/Deckengestaltung
  • Gewölbe
    • Kreuzrippengewölbe
  • Steinbau Mauerwerk
    • allgemein
  • Verwendete Materialien
    • Backstein
    • Putz
Konstruktion/Material: Romanische Phase
Von dem romanischen Kernbau, der an den ausgesparten Wandflächen der Nord- und Südfassade bis zu einer Länge von 10,70 m ablesbar ist, ist im Inneren nichts erkennbar. Die Baufuge müsste sich unmittelbar an den außen sichtbaren romanischen Bestand, der in gleichmäßigem Ährenverband ausgeführt ist, anschließen. Darauf deuten auch entsprechende senkrechte Putzritzungen und Setzrisse an der Traufe der beiden Längswände hin. Da der mittelalterliche Deckenputz im Inneren in ungefähr 4 m Höhe endet, ist von einer entsprechenden Mauerhöhe auszugehen.
Ob auch die Türe, die durch eine Ritzung am westlichen Ende der Südseite angedeutet ist, bereits zum romanischen Bestand gehört, ist unklar. Eine Sondage im Innern zeigt, dass sie jedoch spätestens in der gotischen Phase entstanden ist, da der entsprechende Putz an die Leibung läuft.

Gotische Phase im Chorraum
An der vermuteten Baufuge setzt der Anbau des Chores mit dem Triumphbogen an, der dem 15. Jh. zugeordnet wird und zunächst höher war als das romanische Langhaus. Die Sondage in der Nordostecke des Langhauses zeigt lagiges Mauerwerk des Anbaus aus Kalkbruchstein. Das Kreuzrippengewölbe wurde mit Backsteinen ausgemauert, dies ist vom Dachboden aus erkennbar. Der Chorbogen muss zunächst entsprechend dem Langhaus niedriger gewesen sein.

Gotische Phase im Langhaus
Der spätmittelalterliche Deckenputz im Langhaus stößt in der Südostecke an den bestehenden getünchten Putz der vorangehenden Chorausmalung an.

Bauliche Veränderungen im 17. und 18. Jahrhundert
Im 17. und 18. Jh. erfolgte die Aufstockung des Langhauses um 2 m zur Angleichung an den bis dahin höheren Chor. Damals entstand ein einheitliches Dach.
In diesem Zuge wurden auch die bestehenden Fenster an den Längswänden geschaffen sowie die Empore eingebaut und der Chorbogen verändert. Setzt man den Abbruch des mittelalterlichen Deckenputzes in der Bogenleibung als Kämpferhöhe an, so wäre dieser um 1,50 m erhöht worden. Die Auskofferung der Brüstung des östlichen Maßwerkfensters hinter dem Altar ist ebenfalls dieser Phase zuzuordnen.
Das Mauerwerk dieser Phase ist an zwei Stellen erkennbar. An der Mauerkrone der mittelalterlichen Westwand besteht es aus Backsteinen und an der westlichen Fensterbank der Südwand aus Kalkbruchsteinen. Der gräulich-bräunliche einlagige Deckenputz ist überwiegend feinsandig und weist gerundete Kieselsteinchen und Kalksteinschlüsse auf.

Renovierungen im 20. Jahrhundert
Bei der Restaurierung nach der Freilegung 1912 wird im Langhaus der Sockelputz in einer Höhe von 0,50 - 1,20 m ersetzt. Dabei wird ein grauer Kalkgrundputz aufgebracht und mit einer Gipsplätte überzogen.