Objekt(10580): Hölderlinhaus Hölderlinhaus

ID: 113101202416
Datum: 07.02.2016
Datenbestand: Bauforschung und RestaurierungBauforschung und Restaurierung
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Information(10580): Hölderlinhaus Objektdaten

Straße: Nordheimer Straße
Hausnummer: 5
Postleitzahl: 74348
Stadt: Lauffen am Neckar
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Heilbronn (Landkreis)
Gemeinde: Lauffen am Neckar
Wohnplatz: Lauffen am Neckar
Wohnplatzschlüssel: 8125056003
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(10580): Hölderlinhaus Objektbeziehungen

keinekeine
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Objekt(10580): Hölderlinhaus Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(10580): Hölderlinhaus Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungGasthaus Sonne (74348 Lauffen am Neckar, Heilbronner Straße 5)
BauforschungNeckarkanal Schleuse Lauffen (74348 Lauffen, Kanalstraße  9)
Bauforschung und RestaurierungRegiswindiskapelle St. Anna (74348 Lauffen am Neckar, Kirchbergstraße 14)
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Bauphasen(10580): Hölderlinhaus Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der bislang erste archivalische Beleg für eine Hofstatt (Bauplatz) an der Stelle der heutigen Hofanlage Nordheimer Str. 5 findet sich im württembergischen Kellerei-Lagerbuch von 1501. Die dendrochronologische Untersuchung ergab, dass sich im Erdgeschoss des heutigen Wohngebäudes noch bauliche Reste aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts befinden (d).
Im Gebäudekataster der Stadt Lauffen von 1719 wird als Besitzerin des Anwesens die Witwe von Georg Dallinger erwähnt; den Eintrag begleitet eine detaillierte Beschreibung der Hofgebäude: „Eine 2Stöckhige Behaußung, darunder Ein Steinerner Stockh, Stallung, Jtem Eine Einbärnige Scheüren mit Einem under das Hauß und Scheüren hineinstehenden gewölbten 2bändigen Keller mit Einem VorKellerlen, alles under Einem Tach zu Brückhen, Jtem 2 hölzerne Schweinställ sambt Einer beschloßenen Hofraithen [...], vornen auf deß Closters GartenMauren, hinden auf Michel Strickhern stoßend Zinßt der Kellerey 2ß oder 4x 2h der Gaistlichen Verwaltung 2ß oder 4x 2h“.
Das Vorgängergebäude des 16. Jahrhunderts war 1719 als ebenfalls schon zweigeschossig ausgebildet und besaß ein steinernes Erdgeschoss. Daneben bestanden eine Stallung und eine einbarnige Scheune. Darunter befand sich ein gewölbter Keller samt Vorkeller, welcher sich unter Haus und Scheune erstreckte. Diese Beschreibung von 1719 würde auch identisch auf den heutigen Baubestand passen. Somit dürfte bereits die Vorgängerbebauung des Anwesens sehr ähnlich proportioniert und aufgebaut gewesen sein wie der heutige Bestand. Bemerkenswert ist zudem der Hinweis, dass sich der Keller unter Haus und Scheune erstreckt. Somit ist davon auszugehen, dass auch bereits die spätmittelalterliche Bebauung des 15. Jahrhunderts eine ähnliche Größe und Ausdehnung wie der heutige Bestand hatte, da der Keller (1501 erstmals erwähnt) im wesentlichen von dieser spätmittelalterlichen Bebauung stammen dürfte.
Wie die durchgeführte dendrochronologische Altersbestimmung belegt, wurden um 1750 im Wesentlichen das Obergeschoss und das Dachtragwerk des Wohngebäudes sowie der heute noch vorhandene, alte Scheunenteil neu erbaut. Diese umfangreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahme wird auch durch die Inschrift „1750“ im Türsturz der Hauseingangstüre untermauert.

Nach dem Tod Friedrich Jacob Hölderlins am 05. September 1762 blieb das Anwesen zunächst bei der Witwe Elisabetha Juliana, geb. Haselmeyer. Als diese am 26. November 1765 verstarb, kam es zur Erbteilung zwischen der Schwester von Friedrich Jacob Hölderlin, Maria Elisabetha, verheiratete von Lohenschild, der Tochter Friderica und des Sohnes, Heinrich Friedrich Hölderlin, der am 25. Januar 1736 in Lauffen geboren wurde. Heinrich Friedrich folgte seinem Vater im Amt des Klosterhofmeisters nach und übte diese Tätigkeit von 1762 bis zu seinem Tod am 05. Juli 1772 aus. Sein Sohn Johann Christian Friedrich Hölderlin, der Dichter, wurde am 20. März 1770 in Lauffen geboren. Jedoch ist bis heute nicht gänzlich geklärt, ob der Dichter im Wohnhaus der Familie Hölderlin in der Nordheimer Str. 5 oder im Amtshaus des Vaters im Klosterhof geboren wurde.

Im Jahr 1825 kommt es zu einer - bislang nicht ganz nachvollziehbaren - Aufteilung des Anwesens in zwölf Teile (a).

Eine weitere Renovierung fällt in die Zeit des Historismus um 1900. Das Wohnhaus wurde mit Überputzungen aus Spritzputzen versehen und in Grüntönen gestrichen. Im Inneren finden sich einige strukturelle Änderungen, so z.B. das Versetzen der Wand zwischen den Räumen 0.04 und 0.05 im Erdgeschoss und der Anbau des Balkons mit WC im Obergeschoss. Aus dem Anbau des neuen WCs resultierten der Abbruch des Aborterkers mit der Schließung der Wandfläche der Ostfassade, die Schließung der Türen zu Diele und Raum 1.10 sowie schließlich das Versetzen der Tür und die Umnutzung des ehem. schmalen Aborts als Speisekammer. Die Neuausstattung im Stil des Historismus beinhaltete Vierfeldertüren mit Kastenschloss, Stützkolben und einfach profilierter Türbekleidung. Als Erstfassung lässt sich teils eine Holzmaserierung nachweisen.

Im 20. Jahrhundert erhielt das Gebäude seinen heutigen Außenputz mit dem gelblich-hellgrauen Anstrich. Im Obergeschoss wurde der Kamin an der Westwand eingebaut. Augenfälligste gefügliche Veränderung ist der Neueinbau des Bades im Obergeschoss. Mehrere neue Türen wurden zur Erschließung des veränderten Raumgefüges eingebaut. Das Wohnhaus erhielt neue Fenster (1980er Jahre). Im Inneren wurden einige Wände neu verputzt und je nach Grad des repräsentativen Charakters tapeziert oder mit Walzmustern versehen. Einzelne Stuckprofile wurden ersetzt.
Nach einem Brand erfolgte der Neubau der nördlichen Scheune mit neuem, in den Innenhof hineinragendem Stall. Auch die „alte“ Scheune wurde durch das Einziehen einer zusätzlichen Ebene und die teilweise Zusetzung des ehem. Scheunentors verändert.


1. Bauphase:
(1501)
Erste schriftliche Erwähnung der Hofstatt; vtl. stammt aus dieser Zeit der Gewölbekeller. (a)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1574)
Älteste Holzbauteile im EG. (a, d)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss

3. Bauphase:
(1750)
Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen betr. Obergeschoss und Dach des Wohnhauses sowie die alte Scheune. (a, d, i)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

4. Bauphase:
(1825 - 1900)
Diverse Umbau-, Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen. (a, d)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung

5. Bauphase:
(1934)
Nach Brand Neubau der nördlichen Scheune mit neuem Stallgebäude u. Veränderung der „alten“ Scheune (a).
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Stallgebäude

6. Bauphase:
(2004)
Anbau der Garage und der darüber liegenden Dachterrasse zu verzeichnen. (a)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Anbau
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Besitzer(10580): Hölderlinhaus Besitzer

1. Besitzer:
(1580 - 1678)
Rupp, Kilian (1546-1596)
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Besitzer:
(1678 - 1689)
Wöhr, Adam (1644-1689)
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: von Ilsfeld, Schneider und Klosterkastenknecht (1678-1689) in Lauffen
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Schneider
  • Klosterkastenknecht
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

3. Besitzer:
(1689 - 1693)
Magdalena geb. Morbach
Bemerkung Familie: Witwe des Adam Wöhr
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Hofreite

4. Besitzer:
(1693 - 1708)
Dallinger, Hans Georg (1686-1704)
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: Ein Haus, Scheuren, Keller, Hofraithin und Garten aneinander zue Brükhen, neben dem Clostergarten und Caspar Burger stehendt, stost vornen auf die Straßen
und hinden wider deß Burgers Weingardt, zünst dem Closter und der Kellerej allhier Jährlich 4x 2h
1682: vom Closter erkauft
Beschreibung: Hans Georg Dallinger, Schultheiß (1686-1704) zu Hausen/Brackenheim
Beruf / Amt / Titel:
  • Stadtschultheis
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
  • Hofreite
  • Garten

5. Besitzer:
(1708)
Dallinger, Georg
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

6. Besitzer:
(1708)
Engler, Daniel
Bemerkung Familie: Ehemann der Maria geb. Wöhr
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

7. Besitzer:
(1708)
Wöhr, Adam
Bemerkung Familie: Sohn des Adam Wöhr
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Ratsmitglied
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

8. Besitzer:
(1708 - 1724)
Schäfer, Bernhard
Bemerkung Familie: Ehemann der Magdalena Elisabetha geb. Wöhr
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

9. Besitzer:
(1724)
Engler, Daniel
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

10. Besitzer:
(1724 - 1734)
Schäfer, Bernhard
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

11. Besitzer:
(1734 - 1736)
Schäfer, Bernhard
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

12. Besitzer:
(1736 - 1738)
Haug, Conrad
Bemerkung Familie: Schwager des Bernhard Schäfer
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Schneider
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

13. Besitzer:
(1738)
Köchle, Leonhardt
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

14. Besitzer:
(1738)
Köchle, Leonhardt
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

15. Besitzer:
(1738)
Eckhardt, Johann Jacob
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: 1 ganze Behaußung, Keller, Hofraithin, Scheuren samt einem Koch- und Graßgarten, alles beysamen zu Brücken, neben Michel Strickers Witwe und dem Herrschaftlichen Closterweingarten und Garten, stoßt hinten auf bemelten Strickers Witwe besizenden Haußweingarten, vornen die Straß stoßend, zinßt die ganze Heerberg der Fürstlichen Kellerei und dem Closter allhier zusamen 8x 4h
1738: von alt Bernhard Schäfers Witwe erkauft
1738: an Leonhard Köchlen gegen unten stehendem Hauß und Garten vertauscht [heute: Lange Straße 15]
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Metzger
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

16. Besitzer:
(1738 - 1741)
Lipp, Mattheus
Bemerkung Familie: Stiefsohn des Leonhard Köchle
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Weingärtner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

17. Besitzer:
(1741 - 1743)
Eisenbraun, Anna Margaretha geb. Griesinger
Bemerkung Familie: Witwe des Jacob Eisenbraun, Weingärtner
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

18. Besitzer:
(1743 - 1762)
Hölderlin, Friedrich Jacob (1703-1762)
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: Den 3.Theil an Einer Neuerbauten 2stökigten Behaußung, Einbährnige Scheüren, mit einem durch Haus und Scheüren ziehenden 2 bändtig gewölbten Keller und beschloßenen Hoffraithen zu Brückhen, zwischen Leonhard Strickhern einer- anderseits der Closters Mauren, stoßt vornen an die Straßen und hinten auf sein selbst Garten, zinßt mit dießem Garten der Kellerey 2ß und dem Closter 2ß Den 3.Theil an 15¾ Ruthen Baum- und Graßgarten hinter obiger Behaußung, zwischen der Closter Mauren einer- anderseits Leonhard Strickher, stoßt vornen auf die Hoffraithen und hinten auf Peter Stiritzen Weingard, mit vorbeschriebenem Hauß und Scheuren der Kellerey und dem Closter zinßbar
Beschreibung: Friedrich Jacob Hölderlin (1703-1762), Klosterhofmeister (1730-1762) in Lauffen
Beruf / Amt / Titel:
  • Klosterhofmeister
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

19. Besitzer:
(1762 - 1766)
Hölderlin, Heinrich Friedrich (1736-1772)
Bemerkung Familie: Sohn des Friedrich Jacob Hölderlin (1703-1762) und Vater des 1770 geborenen Dichters Friedrich Hölderlin
Bemerkung Besitz:
Beschreibung: Heinrich Friedrich Hölderlin (1736-1772), Klosterhofmeister (1762-1772) in Lauffen
Beruf / Amt / Titel:
  • Klosterhofmeister
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

20. Besitzer:
(1766)
von Lohenschild, "Frau Professorin"
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Professorin (?)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

21. Besitzer:
(1766 - 1772)
Hölderlin, Friderica (1741-1788)
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung: jungfer Friderica Hölderlin (1741-1788)
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

22. Besitzer:
(1772 - 1775)
Hölderlin, Witwe (von Heinrich Friedrich)
Bemerkung Familie: Heinrich Friedrich Hölderlins Witwe
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

23. Besitzer:
(1775 - 1776)
Futterknecht, Christoph Jacob
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Rotgerber
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

24. Besitzer:
(1776 - 1818)
Majer, Substitut
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung: Jetzt Forstscribent Löws Deserta
Beruf / Amt / Titel:
  • Kommerzienrat
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

25. Besitzer:
(1818 - 1825)
Marmein, Johann
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: Eine neuerbaute 2stokigte Behaußung, 1bärnige Scheuer mit einem durchs Hauß und Scheuer ziehenden 2bändigen gewölbten Keller und beschloßener Hofraithin zu Bruken, neben Michael Haag und der Kloster-Mauer, stost vornen auf die Straße und hinten auf des Jnnhabers Gartten, zinßt mit diesem KochGartten der Kellerey 2ß und dem Kloster 2ß
15¾ Rth. Gras-Gartten hinter hinübiger Behaußung, zwischen der Kloster-Mauer und Michael Haag, stost vornen auf die Hofraithin und hinten Michael Haag, mit dem Hauß zinsbar
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Seifensieder
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

26. Besitzer:
(1825 - 1828)
Schmid, Gottfried
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: Im Jahr 1825 kommt es zu einer - bislang nicht ganz nachvollziehbaren - Aufteilung des Anwesens in zwölf Teile.
Beschreibung: Diverse weitere Besitzer, die erfasst sind, aber nicht näher ausgeführt.
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

27. Besitzer:
(1828 - 1829)
Mayer, Kommerzienrat Erben
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

28. Besitzer:
(1829 - 1839)
Rieß, Johann Jacob
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Schäfer
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

29. Besitzer:
(1839 - 1867)
Lell, Joseph
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz: Eine neuerbauten 3stockigten Behausung, einbarnige Scheuer mit einem durchs Haus und Scheuer gehenden 2bändig gewölbten Keller und beschlossenen Hofraithin zu Brukken, neben Michael Haag und dem Kloster, zinnst mit dem Garten der Kellerei 2h und dem Kloster 2h
15¾ Rth. Gemüßgarten, neben und hinter vorstehender Behaußung
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel:
  • Bauer und Gemeinderat
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

30. Besitzer:
(1867 - 2015)
unbekannt
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung: Diverse Besitzerwechsel ohne Umbaumaßnahmen. Besitzer wurden erfasst, aber an dieser Stelle nicht näher ausgeführt.
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

31. Besitzer:
(2015)
Stadt Lauffen am Neckar
Bemerkung Familie:
Bemerkung Besitz:
Beschreibung:
Beruf / Amt / Titel: keinerkeiner
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)
  • Untergeschoss(e)
  • Anbau
  • Ausstattung
  • Hofreite
  • Garten
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Objekt(10580): Hölderlinhaus Zugeordnetes Objekt

Restaurierung (Archiv)Hölderlinwohnhaus (74348 Lauffen am Neckar, Nordheimer Straße 5)
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Fotos

Ansicht gegen Nordwest  / Hölderlinhaus in 74348 Lauffen am Neckar (01.10.2015 - strebewerk.)
Innenhof gegen Osten / Hölderlinhaus in 74348 Lauffen am Neckar (01.10.2015 - strebewerk.)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bauhistorische Untersuchung
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Beschreibung(10580): Hölderlinhaus Beschreibung

Umgebung, Lage: Der Klosterbezirk, dem das Hölderlinhaus als Hof des Klosterverwalters angehörte, befand sich nördlich der Stadt Lauffen an der Außenseite der Neckarbiegung. Zwischen Kloster und Stadt lagen agrarisch bewirtschaftete Felder, Neckarauen und ein kleiner Neckarzufluss. In heutiger Zeit hat sich das Stadtgebiet weit ausgedehnt und das ehemals eigenständige Klosterareal vollständig inkorporiert. Die Nordheimer Straße verläuft zunächst parallel zum Fluss und knickt dann scharf nach Nordwesten ab. Dieser Straßenverlauf ist bereits auf dem historischen Stadtplan von Lauffen aus dem Jahr 1832/1833 verzeichnet. Kurz vor dem Knick befindet sich das Hölderlinhaus auf der Nordseite der Straße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Randlage
Bauwerkstyp:
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Dreiseithof mit Wohnhaus und zwei Scheunen. Die Gebäudeteile umschließen auf drei Seiten einen Innenhof und setzen sich aus vier aneinandergereihten Einzelteilen zusammen. In der baulichen Substanz sind die Glieder sowohl im Tragwerk wie auch in der Gestaltung jeweils in sich abgeschlossen und können anhand der Baufugen voneinander getrennt werden: das Wohnhaus und die linear rückseitig angefügte Scheune als ursprünglicher Bestand, die winkelförmig angebaute Scheune als Ersatz der abgebrannten historischen Scheune im hinteren Bereich des Grundstücks und die straßenseitige Garage. Das winkelförmige Dach verbindet die beiden ältesten Teile zu einer größeren Einheit. Das zweigeschossige Wohnhaus steht traufständig zur Nordheimer Straße. Das Satteldach mit Zwerchhaus über der südlichen Traufe ist beidseits abgewalmt, im Westen als Dreiviertelwalm, im Osten als Vollwalm. Die Scheunenteile weisen unterschiedliche Dächer auf: Das Dach der historischen Scheune, die an nach Norden an das Wohnhaus anschließt, endet an der geraden Giebelwand und bildet hier keinen Walm aus. Als eigenständiges Gefüge wurde neben die historische Scheune die asymmetrische Dachkonstruktion der neuen Scheune gestellt. Sie endet im Westen mit einem geraden Ortgang über der Giebelwand, im östlichen Bereich bildet sie einen Winkel als Verbindung zur historischen Scheune aus. Die neue Dachkonstruktion und die Giebelwand der historischen Scheune sind nicht vollständig aufeinander abgestimmt, sodass ein kleiner Zwickel des älteren Teils übersteht. Insgesamt unterscheiden sich die Trauf- und Firsthöhen der drei Gebäudeteile
aber nur leicht voneinander, wodurch das Bausensemble als Gesamtkubatur wahrgenommen wird. Alle historischen Dächer sind mit Biberschwanzziegeln gedeckt. Die jüngeren mit Doppelfalzziegeln in dunkelrot.
Einzig die Straßenfassade des Wohnhauses ist architektonisch gestaltet. Die restlichen Außenwände unterliegen der zweckmäßigen Verteilung von Licht- und Luftöffnungen sowie Zugängen. Die gen Süden gewandte, straßenseitige Putzfassade sticht durch eine strenge barocke Achsengliederung und stockwerkweise Horizontalgesimse hervor. Das asymmetrisch seitlich angeordnete große Holztor der Durchfahrt bricht die strenge Gliederung auf.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Das Wohnhaus gliedert sich vertikal in insgesamt fünf Geschosse: Kellergeschoss, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 1. und 2. Dachgeschoss. Im Keller befindet sich ein langgestreckter Gewölbekeller, der nachträglich in zwei Räume unterteilt wurde. Dieser wird über den Kellerhals von der Durchfahrt aus erschlossen. Das Erdgeschoss weist ein leicht verschachteltes Gefüge auf: ein winkelförmiger Flur verbindet die beiden Zugangstüren (Straßenseite und Durchfahrt) miteinander und enthält die Treppe nach oben. Das Erdgeschoss des alten Scheunenanbaus wurde mit einer Fachwerkwand in Ost-West-Richtung in zwei Teile geteilt. Später wurde der Schwellbalken durchgesägt, um einen Durchgang zwischen beiden Bereichen zu ermöglichen. Die moderne Scheune und der Stallbereich gliedern sich in einen großen Scheunen- und Tennenteil, dessen Osthälfte bis unters Dach. Im Obergeschoss des Wohnhauses reihen sich insgesamt vier Wohnräume auf der West- und Südseite, Küche und Bad östlich sowie ein weiteres Zimmer und der Balkon auf der Nordseite im Kreis um die Diele auf. Das 1. DG beinhaltet im südwestlichen Teil eine Wohnung aus drei Räumen, gruppiert um eine zentrale Diele. Im zweiten Dachgeschoss befinden sich die Spitzböden des winkelförmigen Dachstuhls über Wohnhaus und historischer Scheune.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(10580): Hölderlinhaus Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Mansardwalmdach
    • Zwerchhaus/-häuser
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
  • Dachgerüst, verstärkende Einbauten
    • Kehlbalken, Kreuzbänder, Sparrenstreben etc.
    • Ständer
  • Detail (Ausstattung)
    • bemerkenswerte Türen
  • Gewölbe
    • Tonnengewölbe
  • Holzgerüstbau
    • Unterbaugerüst, mehrstöckig
  • Verwendete Materialien
    • Backstein
    • Holz
    • Putz
    • Stein
  • Wandfüllung/-verschalung/-verkleidung
    • Bruchstein/Wacken
    • Lehmwickel
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben