Objekt(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Burg Katzenstein, Kapellenbau

ID: 102395425111
Datum: 16.02.2011
Datenbestand: BauforschungBauforschung
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Information(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Objektdaten

Straße: Burg
Hausnummer: 2
Postleitzahl: 89561
Stadt: Dischingen - Katzenstein
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Heidenheim (Landkreis)
Gemeinde: Dischingen
Wohnplatz: Katzenstein
Wohnplatzschlüssel: 8135010014
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
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Objektverknüpfungen(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: BauforschungBurg Katzenstein, Burg 1-3

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
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Objekt(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Umbauzuordnung

keinekeine
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Objekt(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

BauforschungBurg Katzenstein, Burg 1-3 (89561 Dischingen)
Bauforschung und RestaurierungBurg Katzenstein, Küchenbau (89561 Dischingen - Katzenstein, Burg 2)
BauforschungBurg Katzenstein, Romanisches Steinhaus ("Palas") (89561 Dischingen-Katzenstein, Burg 3)
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Bauphasen(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Bauphasen

1. Bauphase:
(1192)
Erbauung der Burgkapelle 1192 (d). DerZugang erfolgte über eine Treppe vom 1. OG.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
Lagedetail:
  • Burganlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein

2. Bauphase:
(1193 - 1225)
Verlegung des Zugangs vom Ober- ins Erdgeschoss, nachdem offenbar das obere Burgplateau vor dem Kapellenbau abgetieft wurde.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss

3. Bauphase:
(1225 - 1299)
Aufstockung des Gebäudes im 13. Jahrhundert vermutlich um zwei Obergeschosse, über der Kapelle turmartiges 3. Obergeschoss. Verlegung des Eingangs ins 1. OG. (d)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)

4. Bauphase:
(1250 - 1280)
Fresken in der Kapelle. (vgl. Dehio, Kunstdenkmäler)
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei

5. Bauphase:
(1495)
Ausbau des 1. OG zu Wohnzwecken 1494/95 (d) mit spätgotische Fresken (s) am Erker über der Kapellenapsis.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Obergeschoss(e)
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • Hauskapelle
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei

6. Bauphase:
(1773)
Umbauten nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg; Reparaturen im Jahr 1773 (d). Aus dieser Bauphse stammen der Dachstuhl mit dem Dachreiter.
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Erdgeschoss
  • Obergeschoss(e)
  • Dachgeschoss(e)

7. Bauphase:
(1939 - 1946)
Neuer Innenausbau. (a, gk)
Betroffene Gebäudeteile: Betroffene Gebäudeteile
  • Ausstattung
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Besitzer(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
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Fotos

Burg Katzenstein, Kapellenbau: Südfassade / Burg Katzenstein, Kapellenbau in 89561 Dischingen - Katzenstein (21.01.2011 - Michael Hermann)
Burg Katzenstein, Kapellenbau: Erker über der Kapellenapsis von Süden. / Burg Katzenstein, Kapellenbau in 89561 Dischingen - Katzenstein (21.01.2011 - Michael Hermann)

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Zugeordnete Dokumentationen

  • Bildpläne
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Beschreibung(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Beschreibung

Umgebung, Lage: keine Angabenkeine Angaben
Lagedetail:
  • Burganlage
    • allgemein
Bauwerkstyp:
  • Sakralbauten
    • Kapelle, allgemein
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): keine Angabenkeine Angaben
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angabenkeine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
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Konstruktionen(8301): Burg Katzenstein, Kapellenbau Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Detail (Ausstattung)
    • Hauskapelle
    • Wand-, Deckenfassung, Gefachmalerei
Konstruktion/Material: Der Kapellenbau wurde bisher lediglich im EG eingehender untersucht und die Kapelle mit ihren Wandmalereien wurde bereits 2011 durch Dipl. Rest. Fabian Schorer restauratorisch untersucht.
Als einziges Gebäude der Burg steht der Kapellenbau nicht angelehnt an eine äußere Wehrmauer, sondern rechtwinklig zur Ringmauer. Dies begründet sich damit, dass das Gebäude zumindest teilweise älter als die Ringmauer ist. Zudem ist das Gebäude wohl erst nach dem Mittelalter in voller Höhe als Riegelbau erweitert worden. Der heutige Dachstuhl jedenfalls lässt sich gefügekundlich dem 18. Jahrhundert zuordnen (gk). Die ältere Bausubstanz deutet auf ein turmartiges Gebäude über der eigentlichen Kapelle hin, das die Ringmauer um etwa einen Stock überragte und mit einer auffälligen Blendquaderung verziert war. Innerhalb der Ringmauer endete das Gebäude jedenfalls unterhalb der Mauerkrone. Eine im 3. OG erhaltene Schießscharte auf der Nordseite zeigt zudem, dass dieser Turm wohl ursprünglich nicht zu Wohnzwecken ausgebaut war.
Der heutige Zustand des Gebäudes ist stark von der Ausbauphase 1939 geprägt. Dabei wurden auch teilweise Balkenlagen versetzt.
Die Grundrissstruktur des massiven Gebäudes ist einschiffig und im EG und 1. OG zweizonig in Kapelle und Erschließungsvorraum unterteilt. Im 2. und 3. OG ist die westliche Vorraumzone nochmals in eine westliche Kammerzone und eine mittige Treppenzone unterteilt. Dies geht allerdings ebenfalls auf den Ausbau durch den Bankier, Offizier und angeheirateten Grafen Herbert v. Caboga-Stuber, zurück, der das Gebäude 1939 kaufte (a).
Die Westwand der Kapelle springt im 1. OG raumseitig um ca. 15 cm zurück. Dies zeigt, dass schon bauzeitlich eine Empore bestand. Zudem belegt dies, dass es sich bei der Westwand nicht um eine ursprüngliche Wehrmauer handelt, an die die Kapelle angelehnt worden wäre, sondern um eine originäre Wand eines Gebäudes.
In der Kapelle wurden drei Deckenbalken dendrochronologisch datiert. Zwei dieser Deckenbalken sind durch nachträgliche Putzanschlüsse an den Wandputz mit den Wandmalereien des 13. Jahrhunderts als nachträglich gekennzeichnet. Die Bohrprobe 3 zeigt keinen nachträglichen Putzanschluss, zudem geht die Ockerfarbe der Rahmen der Wandmalerei etwas auf den Deckenbalken über. Das Dendrodatum der Probe 1192 (d) kann daher, trotz der fehlenden Absicherung durch weitere Proben, als Erbauungsdatum der Burgkapelle angenommen werden.
Die Bohrprobe 1 datiert in die Jahre 1494/95 (d). Vermutlich kennzeichnet die Probe den Zeitpunkt des Ausbaus zu Wohnzwecken. Die Wandmalereien auf der Außenseite des Erkers im sogenannten Jagdzimmer im 2. OG könnten zu dieser Datierung passen. Allerdings fehlt für eine gesicherte Datierung die Absicherung durch weitere Proben.
Die Bohrprobe 2 datiert 1773 (d) und zeigt, dass im Zuge des Neubaus des Neuen Schlosses auch im angrenzenden Kapellenbau und vermutlich auch im Küchenbau Baumaßnahmen erfolgten.