Objekt(8138): Lorenzenhof Lorenzenhof

ID: 102306744116
Datum: 29.10.2010
Datenbestand: BauforschungBauforschung
Als PDF herunterladen: als PDF herunterladen
Alle Inhalte dieser Seite: anzeigen / ausblenden
ausblenden

Information(8138): Lorenzenhof Objektdaten

Straße: Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof
Hausnummer: keinekeine
Postleitzahl: 77793
Stadt: Gutach (Schwarzwaldbahn)
Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Ortenaukreis (Landkreis)
Gemeinde: Gutach (Schwarzwaldbahn)
Wohnplatz: Gutach (Schwarzwaldbahn)
Wohnplatzschlüssel: 8317039012
Flurstücknummer: keinekeine
Historischer Straßenname: keinerkeiner
Historische Gebäudenummer: keinekeine
Lage des Wohnplatzes
BW
ausblenden

Objektverknüpfungen(8138): Lorenzenhof Objektbeziehungen

Ist Gebäudeteil von:
1. Gebäudeteil: BauforschungSchwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

Besteht aus folgenden Gebäudeteilen:
keine Angabekeine Angabe
einblenden

Objekt(8138): Lorenzenhof Umbauzuordnung

keinekeine
ausblenden

Objekt(8138): Lorenzenhof Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauforschung und RestaurierungEvang. Kirche St. Peter, Kirchstraße 7 (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn))
BauforschungFalkenhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof)
BauforschungHippenseppenhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof)
BauforschungHotzenwaldhaus (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof)
BauforschungSchauinslandhaus, Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn))
BauforschungSchwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), keine keine)
BauforschungTagelöhnerhaus, Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn))
BauforschungVogtsbauernhof (77793 Gutach (Schwarzwaldbahn), Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof keine)
ausblenden

Bauphasen(8138): Lorenzenhof Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Der Hof erhielt seinen Namen nach dem Besitzer Lorenz Gebert (1786 - 1839). Im Jahr 1890 umfasste der Hof 69 ha. Eigenständige Höfe im Kinzigtal besaßen 30 - 50 ha. Größere Betriebe besaßen bis zu 180 ha. Lebensgrundlage war die Wald- und Viehwirtschaft, daneben wurde Schweinezucht und Ackerbau betrieben. Das milde Klima der Talsohlen des Kinzigtals und die mäßig steilen Hänge begünstigen die Landwirtschaft. Flößbare Flüsse und Bäche, die zum Rhein als großem Transportweg hinführten, ermöglichten einen regen Holzhandel. Der Anteil des Waldes als Erwerbsquelle war deshalb hoch. Der Hof wurde bis 1904 bewirtschaftet. Zuletzt gehörte der Hof einem Holzhändler. In der Scheuer war ein Sägewerk eingebaut.


1. Bauphase:
(1608 - 1904)
1608 Errichtung in Oberwolfach im Gewann "Am Unteren Wasser" (350 m ü. M.) (d); bis 1904 bewirtschaftet.
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine

2. Bauphase:
(1971 - 1972)
Translozierung ins Museum
Betroffene Gebäudeteile: keinekeine
einblenden

Besitzer(8138): Lorenzenhof Besitzer

keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Fotos

Lorenzenhof / Lorenzenhof in 77793 Gutach (Schwarzwaldbahn) (SFLM)
Grundriss (Erdgeschoss) / Lorenzenhof in 77793 Gutach (Schwarzwaldbahn) (SFLM)

Querschnitt (Erdgeschoss) / Lorenzenhof in 77793 Gutach (Schwarzwaldbahn)

einblenden

Zugeordnete Dokumentationen

keinekeine
ausblenden

Beschreibung(8138): Lorenzenhof Beschreibung

Umgebung, Lage: Erbaut: 1608 in Oberwolfach im Gewann "Am Unteren Wasser" (350 m ü. M.). Die Datierung wurde durch eine dendrochronologische Untersuchung ermittelt. Das Bauholz wurde 1607/1608 gefällt.
Verbreitungsgebiet: Jüngeres Rodungsgebiet entlang den großen Wasserläufen der Rench, der Kinzig, des Harmersbaches und der Wolf. Ebenfalls im Acher- und Schuttertal.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Dorf
Bauwerkstyp:
  • Gewerbe- und Industriebauten
    • Bäckerei, Backhaus
    • Sägemühle
  • Ländl./ landwirtschaftl. Bauten/ städtische Nebengeb.
    • Bauernhaus
    • Eindachhof
    • Speicher
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung): Maße des Hauses: Länge: 25,60 m, Breite: 12,10 m, Höhe: 13,40 m
Haustyp: Kinzigtäler Haus, benannt nach seinem Hauptverbreitungsgebiet.
Das Haus besitzt ein gemauertes Sockelgeschoss, auf das ein holzgezimmertes Obergeschoss aufgesetzt ist. Im Sockelgeschoss befindet sich der Stall. Im zweiraumbreiten Obergeschoss liegen an der Stirnseite Stube und Schlafkammer nebeneinander. Stall und Wohnbereich heißen im regionalen Sprachgebrauch schlicht und einfach "Haus", daran angebaut ist die "Scheuer", der Wirtschaftsteil. Er ist in Ständer-Bohlen-Bauweise errichtet, wobei die Wände im unteren Bereich mit Kanthölzern und im oberen Bereich mit Brettern ausgefacht sind. Unterbrochen wird die durchgehende Höhe der Scheuer durch eine Art Brücke, "s'Denn", die als Hocheinfahrt in den Dachraum führt.
Die Decken der Stube und Schlafkammer sind niedriger gehalten, als das die Wandständer zulassen würden. So entsteht ein ca. 40 cm hoher Zwischenraum zwischen der Stuben- und Kammerdecke und dem darüber liegenden Bühnenboden. Dieser Zwischenraum wird Nussbühne, Stubenbühne, Rutschbühne oder auch - da der Rauch der Küche durch diesen Raum ins Freie strich – Rauchbühne genannt. Er wurde zum Trocknen von Nüssen oder zum Aufbewahren von Arbeitsgeräten genutzt.
Die Stubendecke wurde durch einen Schlitz vom Hausgang aus eingeschoben und ist leicht gewölbt. Die Schlafkammerdecke wurde von der Walmseite her eingeschoben. Das aus liegenden Stühlen bestehende Dach besitzt an der Stirn- und Rückseite einen Halbwalm
Gedeckt war das Dach ursprünglich mit Stroh, das im Museum durch Reet ersetzt ist. Im Wohnbereich sind Fußriegel und Wandständer aus Eichenholz. Alles übrige Bauholz ist Fichte und Tanne. Die Gewände der Türen und Fenster im gemauerten Stallgeschoss sind aus rotem Sandstein.
Zu den Nebengebäuden und Anlagen des Lorenzenhofes gehört ein Speicher, eine Backhütte sowie eine Sägemühle.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Der Lorenzenhof mit seinen großzügigen Raummaßen wird im Museum zu vielfältigen Zwecken genutzt. Er dient zum Teil der ganzheitlichen Präsentation der wichtigsten Wohn- und Wirtschaftsräume und zum Teil der Vermittlung einzelner Themenbereiche. Im Stallbereich wird das linke Gefache von den Museumshandwerkern zur Unterbringung von Gerätschaft, das rechte zu museumspädagogischen Zwecken für Aktionen und Programme genutzt. Durch den Futtergang in der Mitte gelangt man über den hinteren Teil des ehemaligen Stalles in die zweigeschossige Scheuer. Der ehemalige Wirtschaftsteil des Hauses zeigt eine Ausstellung des forstkundlichen Instituts Freiburg zu Aspekten der Waldnutzung im Laufe der Geschichte. Angefangen von der ersten Besiedlung des Waldes über den Transport der Stämme und die Nutzung des Holzes für den Hausbau, über Wasserleitungen und Haushaltsgegenstände bis hin zu den alten Waldgewerben der Harzer und Köhler wird die Vielfalt einstiger Waldwirtschaftsweisen vorgestellt.
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand): keine Angabenkeine Angaben
Bestand/Ausstattung: keine Angabenkeine Angaben
ausblenden

Konstruktionen(8138): Lorenzenhof Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach mit Halbwalm-/Zweidrittelwalm
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
  • Holzgerüstbau
    • Hochfirstständergerüst
  • Mischbau
    • Außenwand aus Holz
    • Außenwand aus Stein
Konstruktion/Material: keine Angabenkeine Angaben